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Nachrichten Entsorgungsfirma Remondis weist Vorwürfe zurück
Region Gehrden Nachrichten Entsorgungsfirma Remondis weist Vorwürfe zurück
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00:19 07.01.2019
Auch in der Woche nach Neujahr stapeln sich in Gehrden an den Straßenrändern schon einen ganzen Tag vor dem angekündigten Abholtermin gelbe Säcke. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden/Ronnenberg

Ärger wegen verschobener Abholtermine: In den Stadtgebieten von Gehrden und Ronnenberg haben sich in den vergangenen zwei Wochen an den Straßenrändern gleich zweimal länger als gewöhnlich gelbe Säcke mit Verpackungsmüll gestapelt. Hintergrund sind offenbar die wegen der Feiertage an Weihnachten und Neujahr veränderten Abfuhrzeiten. Das zuständige Entsorgungsunternehmen Remondis hatte angekündigt, die Müllsäcke jeweils erst am Sonnabendmorgen anstatt an dem Regeltermin freitags einzusammeln. „Das wurde frühzeitig angekündigt“, betont Stefan Schlutter, Sprecher von Remondis. Trotzdem hatten sich sich vor allem nach den Weihnachtstagen etliche Bürger darüber beschwert, dass unzählige Müllsäcke nicht abgeholt worden seien. Remondis weist diese Vorwürfe zurück. „Die Touren sind wie angekündigt eingehalten worden“, versichert der Sprecher.

Auch in der Woche nach Neujahr stapeln sich in Gehrden an den Straßenrändern freitags schon einen ganzen Tag vor dem Abholtermin gelbe Säcke mit Verpackungsmüll. Quelle: Ingo Rodriguez

Für liegen gebliebene Säcke hat Remondis eine Erklärung. „Viele Bürger stellen ihren Müll aus Gewohnheit nicht schon bis um 7 Uhr morgens an den Straßenrand, sondern erst zu Vormittagszeiten, die üblicherweise von den Abholtouren in ihren Vierteln eingehalten werden“, sagt Schlutter. Wegen der Feiertagsverschiebungen seien aber nicht die üblichen Routen gefahren und andere Zeiten eingehalten worden. „Wenn jemand – wie immer – seine gelben Säcke erst um 11 Uhr rausgestellt hat, war der Wagen möglicherweise an diesem Tag schon wieder weg“, sagt der Remondis-Sprecher.

Dessen ungeachtet waren auch viele der liegen gebliebenen Plastikbeutel durch die Straßen geweht worden. Die Polizei und Remondis hatten deshalb über die Presse die Bürger gebeten, ihre Säcke bis zum nächsten Abholtermin wieder auf ihre Grundstücke zu holen und dort sicher zu lagern. Das hatte Unmut hervorgerufen. „Das ist eine Zumutung. Ich wühle doch nicht in 20 gelben Säcken, um meinen Müll wieder zurückzuholen. Da fragt man sich, wofür wir Gebühren bezahlen“, sagt Heinz Kretschmer aus Empelde. Remondis hat eine Erklärung: „Es steht in den Statuten, dass der Müll außerhalb der Abfuhrzeiten auf den Grundstücken gelagert werden muss“, sagt Schlutter.

Achim Lutze aus Empelde meint, dass Remondis-Mitarbeiter irrtümlich einen Tag zu früh unterwegs waren und deshalb nur die versehentlich für den Regeltag abgestellten Säcke einsammeln konnten. Am regulären Abfahrtstag – Freitag – sei in aller Frühe ein Sammelfahrzeug von Remondis durch die Straßen von Empelde gefahren und habe nur die wenigen Wertstoffsäcke eingesammelt, die dort zu früh abgestellt worden seien, berichtet er. Säcke, die erst für Sonnabend vor die Tür gestellt worden seien, hätten auch Sonntag noch dort gestanden.

In der Woche nach Neujahr stapeln sich auch in Ronnenberg freitags an den Straßenrändern schon einen ganzen Tag vor dem Abholtermin gelbe Säcke mit Verpackungsmüll. Quelle: Ingo Rodriguez

Remondis will nicht ausschließen, dass an diesem Freitag ein Sammelfahrzeug in Empelde gewesen ist. „Durch Empelde wurde gefahren, um von der Betriebsstätte Langenhagen zur Tour nach Barsinghausen zu kommen“, sagt Schlutter. Laut Christian Müller-Schloer waren auch in Gehrden schon freitags Remondiswagen unterwegs. Die Firma habe ihm dies so erklärt: „Die Mitarbeiter sind am Freitag durch Gehrden gefahren, haben kaum Säcke gesehen und dann beschlossen, dass keine weitere Abholung nötig ist“, berichtet er. Am Wochenende danach sei ganz Gehrden voll mit Säcken gewesen.

Kretschmer glaubt kaum, dass sämtliche Anwohner des Wohnparks am See geschlossen den Abholtermin verschlafen haben. „Es ist doch schon mehrfach passiert, dass die gelben Säcke liegen geblieben sind“, sagt er.

Von Ingo Rodriguez

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