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Region Gehrden Nachrichten Familien gehen in ihrer Stadt auf Entdeckungstour
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20:27 09.09.2019
Da staunt Clown Fussel: Aus reifen Äpfeln wird an der Obstpresse ein süßer Saft. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

So viel Trubel gibt es selten vor dem Gehrdener Rathaus. Zahlreiche Bürger haben den Sonntag genutzt, um ihre Stadt zu entdecken – ganz nach dem diesjährigen Motto des Großraumentdeckertages der Region Hannover „Entdecken. Forschen. Wissen schaffen“. „Entsprechend haben wir unser Programm in Gehrden zusammengestellt“, sagte Helga Hatesohl von der Stadtverwaltung, die den Tag rund um das Rathaus organisiert hatte. Mit Besuchern von außerhalb rechnete Hatesohl dabei nicht. „Wir richten uns vor allem an Gehrdener“, sagte sie

Und sie war mehr als zufrieden. Bereits vor dem Beginn des Programms hätten sich schon die ersten Besucher für eine Stadtführung angestellt. Helmuth Temps spazierte mit den Gästen durch die Innenstadt und gab Erläuterungen zum Marktplatz, dem Ratskeller, der Margarethenkirche, zur Lyrabank und zum Nedderntor. Darüber hinaus konnten Besucher einen Blick ins Stadtarchiv und ins Stadtmuseum werfen.

Großes Interesse an den Angeboten

Auch sonst stießen die Angebote auf großes Interesse. Die Volkshochschule beispielsweise bot einen Sprachkurs in Norwegisch sowie Comiczeichnen, einen Fotorundgang und einen Wildkräuterspaziergang an. „Die Veranstaltungen sind gut besucht“, stellte Hatesohl zufrieden fest.

So war der Entdeckertag in Gehrden

Über das 100-Dächer-Programm informierte die Energiegenossenschaft Calenberger Land im Bauwagen Zukunft. Edmund Jansen war ebenfalls zufrieden. „Die Leute kommen zu uns“, sagte er erfreut. Ziel sei es, dass Privatleute Solaranlagen auf ihr Hausdach bringen.

Muskelkraft brauchten die Besucher beim Naturschutzbund. Die Mitglieder hatten eine Obstpresse aufgestellt. Für den sechsjährigen Julius war das keine sonderliche Herausforderung. „Ich schaffe das, und es macht Spaß“, sagte er und drückte den Saft aus den frischen Äpfeln.

Viele Kinder kommen zum Rathaus

Überhaupt waren zahlreiche Familien mit ihren Kinder unterwegs. Der sechsjährige Karl beispielsweise lieh sich mit seiner Mutter in der Stadtbibliothek einige Bücher aus. Ihren Forscherdrang konnten Jungen und Mädchen bei Britta Häupl befriedigen. Die Leiterin des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie hatte viele kleine wissenschaftliche Experimente vorbereitet. Der zehnjährige Mohammad beispielsweise testete, welche Gegenstände im Wasser untergehen und welche nicht. „Wir wollen die Kinder so an naturwissenschaftliche Phänomene heranführen“, sagte Häupl. Natur und Technik gehören zum festen Bestandteil der Kinderbetreuung im Hort Am Castrum.

Trotz des Wochenendes dachten Julius, Amin und Felix bereits wieder an den Schulalltag. „Wir haben im Sachunterricht bald das Thema Gehrden“, sagten die Neunjährigen. Am Stand des Heimatbundes durften sie sich ein Buch mit Gehrdener Straßennamen mitnehmen.

Apropos Gehrden: Birgit Schlie lebt zwar bereits seit sieben Jahren in der Burgbergstadt. Sie habe aber bisher wenig kennengelernt, sagte sie. Der Entdeckertag sei ein gute Gelegenheit, das endlich mal nachzuholen. „Ich informiere mich über die Stadt.“

Premiere für Close Together

Musikalisch ging es natürlich auch zu. Eine Premiere feierte die neue Musikschulband Close Together mit der 15-jährigen Sängerin Anna Pape. Die Formation mit Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 15 Jahren hatten vor dem Rathaus ihren ersten Auftritt. Und der war mehr als gelungen. „Das haben sie ganz großartig gemacht“, sagte Pianist und Komponist Kurt Klose, der die Band unterrichtet. Ebenfalls zu hören waren die Brasskids. Dort konnten die jungen Gäste auch Musikinstrumente ausprobieren.

Helga Hatesohl war rundum zufrieden. „Die Resonanz hat mich positiv überrascht“, sagte sie. Einziges Ärgernis. Am Vormittag zeigt sich der Tag noch spätsommerlich, doch am Nachmittag war es vorbei mit dem Sonnenschein. Einsetzender Regen bremste den Entdeckerdrang vieler Gehrdener.

Von Dirk Wirausky

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