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Nachrichten Heimatbund-Heft: So entstanden einst Gewerbe und Industrie in Gehrden
Region Gehrden Nachrichten Heimatbund-Heft: So entstanden einst Gewerbe und Industrie in Gehrden
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12:55 12.09.2019
Ein Luftbild zeigt das Gewerbegebiet an der Ronnenberger Straße im Jahr 1965. Quelle: Privat
Gehrden

“Vom bäuerlichen Flecken zum Standort von Industrie und Gewerbe“ heißt die inzwischen 51. Ausgabe der sogenannten Gelben Hefte. Der Heimatbund präsentiert in dieser Reihe Themen aus der Gehrdener Stadtgeschichte. Dieses Mal geht es um Gehrden als industriellen Standort.

Autor Helmuth Temps steigt in das Thema zu einer Zeit ein, als vor den Höfen in Gehrden noch die Misthaufen dampften. „An Industrie und Gewerbe war noch nicht zu denken“, sagt er. Erst langsam setzte die Ansiedlung von Betrieben ein – mit der Gründung der Zuckerfabrik Neuwerk und der Ziegelei. Erst spät habe in Gehrden die Entwicklung der gewerblichen Wirtschaft eingesetzt, erzählt Temps.

Er fasst sie auf mehr als 50 Seiten in Text und Bild zusammen. Vom Beginn vor etwa 250 Jahren über den Zuzug von Firmen aus Hannover in den Nachkriegsjahren bis zum Wachstums durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen in den Siebzigerjahren bis heute.

Zu Beginn stellt Temps Betriebe vor, die alle vor dem 20. Jahrhundert gegründet wurden. Die Zuckerfabrik Neuwerk und die Ziegelei Gehrden gab es seit Mitte des 19. Jahrhunderts, die Drellmanufaktur Knölke am Steinweg wurde sogar schon etwa 1760 gegründet.

Auf dieser Luftaufnahme aus dem Jahr 2004 ist das gesamte Areal des Betonwerkes Berding an der Levester Straße zu sehen. Quelle: Privat

Der Autor macht zum nächsten Kapitel einen Zeitsprung in die Fünfzigerjahre. Dort stellt er Unternehmen ausführlich vor, die sich in den Nachkriegsjahren in Gehrden angesiedelt haben. Zum Beispiel wurde die Hannoversche Geschäftsbücher-Fabrik W. Oldemeyer Nachfolger 1944 in Hannover zerstört und zog als einer der ersten Unternehmen an die Ronnenberger Straße.

Zuletzt geht Temps auf Betriebe der Gegenwart ein, so zum Beispiel die Teppichfabrik Vorwerk, das Betonwerk Weber, die Firma Tischlerei/Fensterbau Rohde oder das Autohaus Schlenkermann/Guder. Diese Unternehmen haben eine lange oder wichtige Geschichte in Gehrden.

Teppichfabrik Vorwerk prägte Gehrden

Temps meint: „Viele können sich an Vorwerk noch erinnern.“ Die Teppichfabrik Vorwerk habe 30 Jahre lang die Wirtschaft von Gehrden geprägt. 1967 beschäftigte Vorwerk 460 Angestellte in Gehrden. Und für jene denen die Schließung 1986 zu weit zurückliegt, ist das Gelände sogar ganz aktuell im Gespräch, da erst 2017 die restlichen Vorwerk-Hallen abgerissen wurden und dort ab 2020 Wohnungen gebaut werden sollen.

Das 1961 nach Gehrden gezogene Betonwerk Weber, heute Berding-Beton, gibt es seit insgesamt 100 Jahren. Tischlerei/Fensterbau Rohde wurde 1937 in Gehrden gegründet und wächst bis heute. Der Gründer des Autohaus Schlenker hat schon vor dem Zweiten Weltkrieg in Gehrden gelernt. Heute gehört das Haus der Familie Guder.

Der Leser erhält einen umfassenden Einblick über die wirtschaftlichen Entwicklungen in Gehrden. Nicht zuletzt, weil Temps sehr viele historische Fotos eingefügt hat. Interessierte können die Bilder zum Anlass nehmen, sie mit dem heutigen Gehrden zu vergleichen.

Das Heft vom „Vom bäuerlichen Flecken zum Standort von Industrie und Gewerbe“ gibt es ab Montag, 16. September, im Schreibwarenhandel Büro & Co, Steinweg 4. Es kostet 4 Euro.

Von Von Franz-V. Reitzler

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