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Nachrichten Carsharing soll Umwelt und Geldbörse schonen
Region Gehrden Nachrichten Carsharing soll Umwelt und Geldbörse schonen
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15:01 13.05.2019
Regionsdezernent Ulf-Birger Franz (links) und Bürgermeister Cord Mittendorf geben offiziell den Startschuss für das Carsharing in Gehrden. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Völlig neue Autos, die Bürgern nachmittags oder abends stundenweise und kostengünstig als Mietwagen zur Verfügung stehen: „Carsharing“ – übersetzt „Autoteilen“: so nennt sich dieses Modell, das ab sofort auch in Gehrden angeboten wird. Hinter dem Rathaus haben der Regionsdezernent Ulf-Birger Franz und Bürgermeister Cord Mittendorf am Montag den Startschuss gegeben. Künftig stehen dort auf einer umgestalteten Fläche drei Ford Fiesta sowie ein Opel Astra als Leihwagen zur Verfügung – der Opel rund um die Uhr, die drei Ford nachmittags, abends und an den Wochenenden. „Um eine effiziente Nutzung der Fahrzeuge zu ermöglichen, werden die drei Ford tagsüber von der Stadt und dem Klinikum genutzt. Dafür wurde extra auf die Anschaffung neuer Dienstwagen verzichtet“, sagte Mittendorf.

Fahrzeuge lassen sich online buchen

Buchen lassen sich die Fahrzeuge ab sofort über die App oder die Webseite www.flinkster.de. „Flinkster“ ist das flächengrößte Carsharing-Netzwerk in Deutschland. Nach einmaliger Registrierung können rund 4.500 Fahrzeuge in mehr als 400 Städten ausgeliehen werden. Die Region Hannover und die Stadt Gehrden sind als Kooperationspartner beteiligt. „In kleineren Kommunen scheitert Carsharing oft an einer zu geringen Auslastung der Fahrzeuge in der Startphase“, erläuterte Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover. Neben der Region beteiligen sich auch die Klinikum Region Hannover Service-Gesellschaft sowie die Kommunen Burgwedel, Gehrden, Neustadt und Springe. Eingesetzt werden 13 Fahrzeuge in vier Städten. Die Deutsche Bahn hat nach einer europaweiten Ausschreibung mit ihrem Angebot „Flinkster“ den Zuschlag erhalten. Damit es sich für das Unternehmen lohnt, werden die Autos laut Franz in kommunale und betriebliche Fuhrparks integriert. Die Kommunen und das Klinikum seien feste Ankerkunden, denen die Autos während der Dienstzeiten zur Verfügung stünden. Abends und am Wochenende können alle Einwohner die Autos nutzen. Franz untermauerte den Sinn mit Zahlen: Statistisch werde in Deutschland jedes Auto durchschnittlich bloß eine Stunde lang pro Tag genutzt. „Da macht es Sinn, sich Autos zu teilen“, sagte Franz.

Klima und Geldbörse profitieren

Bürgermeister Mittendorf zählte Vorteile auf: „Weniger Autos, weniger Schadstoffaustoß, weniger Verkehr, mehr Parkplätze.“ Der Bürgermeister verwies aber nicht nur auf den Klimaschutz. Für Privatleute bringt das Modell viele Vorteile mit sich: Keine Anschaffungskosten für ein eigenes Auto, keine Ausgaben für Steuern, Versicherung und Instandhaltung. Grundlage für das Pilotprojekt ist der Masterplan „Shared Mobility“, den die Regionsversammlung beschlossen hat. Ziel ist es, bis 2020 in möglichst allen 20 Umlandkommunen Carsharing-Angebote einzurichten.

Buchung ist über Smartphone möglich

Die Fahrzeuge der Flinkster-Flotte lassen sich über die Internetseite www.flinkster.de und über eine dort kostenlos zum Download angebotene App buchen. Die Registrierung kostet einmalig 29 Euro – für Kunden mit einer Bahncard ist die Anmeldung kostenlos. Interessenten müssen online ihre Bankdaten und Personalien angeben sowie Ausweis und Führerschein per Videokonferenz überprüfen lassen. Das geschieht am Computer oder mit dem Smartphone. Mitarbeiter eines Callcenters kontrollieren die Angaben am Bildschirm. Monatliche Grundgebühren werden nicht verlangt. Zwischen 22 und 8 Uhr kosten die Ford Fiesta für eine Stunde jeweils 1,50 Euro, zwischen 8 und 22 Uhr sind 5 Euro pro Stunde fällig. Pro Kilometer – die per GPS ermittelt werden – sind außerdem 18 Cent Verbrauchspauschale zu entrichten. Der Opel Astra ist etwas teurer und kostet zwischen 22 und 8 Uhr 1,90 Euro pro Stunde, zwischen 8 und 22 Uhr jeweils 6 Euro. Die Fahrzeuge werden mit dem Smartphone oder einer Karte geöffnet. Im Schadensfall wird eine Selbstbeteiligung von bis zu 1500 Euro fällig.

Von Ingo Rodriguez

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