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Region Gehrden Nachrichten CDU setzt sich für Stadtbahn bis Gehrden ein
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12:17 20.05.2019
Historische Aufnahme: Die Straßenbahn der Linie 10 rollt durch Gehrden. Quelle: Privat
Gehrden

Das wäre ein Knüller: Eine Stadtbahnlinie, die bis nach Gehrden führt. Neu ist dieser Wunsch nicht, und die CDU-Fraktion lässt diese Idee jetzt wieder aufleben. „Die Diskussion über einen möglichen Üstra-Straßenbahnanschluss an die weiter wachsende Kernstadt Gehrdens hat die CDU Stadtratsfraktion bereits 2017 angestoßen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Thomas Spieker. Jetzt fordern die Christdemokraten, dass sich der Bürgermeister Cord Mittendorf mit aller Kraft bei der Region für einen Anschluss der Üstra-Stadtbahn bis in die Gehrdener Kernstadt stark macht.

Spieker bezieht sich dabei auch auf eine Untersuchung von Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim, die vor gut zwei Jahren die Verkehrssituation im Gehrdener Stadtgebiet zum Inhalt hatte . Als ein Mangel Gehrdens gegenüber anderen Kommunen wurde dabei das Fehlen eines direkten Bahnanschlusses genannt. Gehrden dürfe sich nicht allein von Bussen abhängig machen, meint Spieker. Eine Stadtbahn „würde die Attraktivität der Stadt bei Unternehmen und Pendlern erhöhen.“

Erste Idee zur Stadtbahn 2013

2013 hatte die Stadt in einem unverbindlichen und visionären Ideenkatalog unter anderem die Verlängerung der Stadtbahn von Empelde nach Gehrden aufgeführt. Der Hintergrund des Verwaltungsvorschlags: Die Stadt soll auf lange Sicht ein gefragter Wohnort mit optimaler Verkehrsanbindung nach Hannover bleiben – dazu gehört auch ein Stadtbahnanschluss am Burgberg.

Die Hoffnung der Stadt Gehrden, an die Stadtbahn angeschlossen zu werden, ist nicht neu. „Die gibt es schon seit Jahren“, sagt Stadtsprecher Frank Born. Doch die Region lege in Bezug auf Gehrden ihr Augenmerk auf die Busse. Die Verlängerung der Bahn bis an den Burgberg sei von der Region bislang als zu kostspielig abgelehnt worden.

Bislang müssen die Gehrdener die Regiobus-Linie 500 nutzen. Der sogenannte Regiosprinter bringt die Fahrgäste im 15-Minuten-Takt bis zum Hauptbahnhof in Hannover; als Alternative gibt es eine Busverbindung zum S-Bahnhof Weetzen.

Bus statt Stadtbahn: Der Regiosprinter der Linie 500 verbindet Gehrden direkt mit Hannover. Quelle: Dirk Wirausky

Einst fuhr die Linie 10 bis Gehrden

Gehrden war bis 1961 tatsächlich direkt an Hannover angebunden – durch die Linie 10. Die Strecke verlief von Empelde über Benthe, Gehrden, Leveste, Langreder, Egestorf nach Barsinghausen. Die Eröffnung der Linie war am 1. Oktober 1899. Ab 1903 lautete die Liniennummer 10. Wichtige Transportgüter waren Zuckerrüben sowie Deister-Steinkohle. In Gehrden war von 1857 bis 1930 eine Zuckerfabrik auf dem Gelände der späteren Vorwerk-Teppichfabrik.

Die Straßenbahn hält im Mai 1960 am Neuwerk. Quelle: Fotoarchiv Rainer Piesch

In Gehrden befand sich ein Straßenbahnbetriebshof. Vom Betriebshof führte eine Zweigstrecke auf den Gehrdener Berg zum Berggasthaus Niedersachsen, das 1899 durch die Straßenbahngesellschaft errichtet worden war. An Wochenenden bewältigte die Straßenbahn einen regen Ausflugsverkehr dorthin. 1917 wurde diese Strecke stillgelegt, da die Fahrleitung vom Deutschen Heer beschlagnahmt worden war.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde sie nicht wieder in Betrieb genommen. Die Einstellung des Bahnbetriebes auf der Strecke Gehrden-Barsinghausen erfolgte am 27. Juli 1952, 1961 folgte der Abschnitt Empelde-Gehrden. Heute bleiben nur die Erinnerungen und Relikte aus jener Zeit – Überbleibsel wie das Bahnhofsgebäude in Gehrden mit einer Achse als Denkmal davor und das Lokal Linie 10 in der Fußgängerzone.

Von Dirk Wirausky

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