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Nachrichten Atelierspaziergang lockt nicht nur Kunstliebhaber an
Region Gehrden Nachrichten Atelierspaziergang lockt nicht nur Kunstliebhaber an
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16:53 13.05.2019
Die Malerin Susanne Andreae (links) erläutert den Besuchern in ihrem Atelier in Redderse Entstehungsprozesse ihrer Werke. Quelle: Ingo Rodriguez
Redderse

Der Atelierspaziergang der Region Hannover ist alljährlich eine Gelegenheit, Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Am Sonntag haben sich wieder zahlreiche Menschen in der gesamten Region auf den Weg gemacht, um Profikünstlern in ihren Werkstätten einen Besuch abzustatten und sich einmal aus der Nähe über ihre kreativen Arbeitsweisen zu informieren. Auch die Malerin Susanne Andreae gewährte Besuchern in ihrem Atelier in Redderse Einblicke. Sie zählte zu den insgesamt 18 Kreativköpfen, die sich am Sonntag an der Aktion beteiligten. „Ich zeige meine Werke und berichte über meine Arbeitsweisen, aber ich behalte auch ein paar Geheimnisse für mich“, sagte Andreae am Nachmittag zu neu ankommenden Besuchern.

Malerin Susanne Andreae (Mitte) erläutert den Besuchern in ihrem Atelier Entstehungsprozesse. Quelle: Ingo Rodriguez

Gleich drei Künstler an einem Standort

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich ihr Atelier am Tivoli schon in eine belebte Ausstellungshalle verwandelt. Insgesamt seien bereits etwa 50 Gäste da gewesen, sagte die Malerin. Die studierte Künstlerin hatte jedoch in Redderse auch einen Standortvorteil: Ihr Mann Werner Sauer ist hauptberuflich Bildhauer und zeigte in den Räumen auch seine Skulpturen. Außerdem hatte Andreae die freischaffende Künstlerin Schirin Fatemi – sie lebt und arbeitet im Wechsel bei Peine und in Rom – als Gastausstellerin in ihre Kunstwerkstatt eingeladen. Kunst erleben, wo sie entsteht – dieses Motto des Atelierspazierganges galt also in Redderse gleich dreimal. Nicht zuletzt deshalb hatte der Standort auch mehrere Berufsschüler angelockt, „die sich möglicherweise für Erwerbstätigkeiten in kreativen Branchen entscheiden“, wie die Gastgeberin am frühen Abend berichtete.

Andrea Rat (links) und Birgit Ueberschär begutachten in Redderse die Werke der Malerin. Quelle: Ingo Rodriguez

Zum Publikum gehören auch viele Laien

Die Besucherinnen Andrea Rat und Birgit Ueberschär aus Gehrden bezeichneten sich als „interessiert, aber auf keinen Fall Experten“. Eine Freundin habe empfohlen, sich bei Andreae einmal umzuschauen. Klaus-Martin Prang war aus Garbsen angereist. „In ländlichen Gegenden lässt sich Kunst entspannter wahrnehmen als an belebten Orten“, begründete Prang seine Standortwahl. Die Künstlerin freute sich über das Interesse. „So eine Aktion senkt die Hemmschwelle, sich bei Künstlern umzuschauen“, sagte Andreae. Beim Arbeiten in Echtzeit auf die Finger der gestaltenden Künstlerin gucken: Das gehörte bei ihr aber nicht zum Programm. „Der Schaffensprozess ist etwas Intimes und mit viel Konzentration verbunden“, sagte Andreae. Das komme für sie vor Publikum nicht infrage.

Von Ingo Rodriguez

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