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Region Gehrden Nachrichten Die Leinenpflicht für Hunde beginnt am 1. April
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11:53 26.03.2019
So sollte es sein: Katarzyna Zaluska führt ihren Labrador Retriever Alex an der Leine. Quelle: Heidi Rabenhorst
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Gehrden

Am Montag, 1. April, beginnt in Niedersachsen die Leinenpflicht. Während der bis zum 15. Juli andauernden Brut- und Setzzeit müssen Hunde an der Leine geführt werden. „Im Allgemeinen halten sich die Hundebesitzer auch daran“, sagt Fachdienstleiter Holger Spohr von der Gehrdener Stadtverwaltung. Es habe zuletzt vermehrt Anfragen nach Freilaufflächen gegeben – ein Wunsch, den die Stadt aber nicht erfüllen könne. „Wir haben diese Flächen nicht“, sagt Spohr und verweist auf die zahlreichen Hundeschulen im Calenberger Land.

Bei Verstößen droht bis zu 5000 Euro Bußgeld

Für die Kontrollen im Wald ist der Feld- und Forsthüter Harald Meyer zuständig. Im Vorjahr habe es hin und wieder Probleme gegeben, sagt er. Deshalb sei er viel unterwegs, um zu prüfen, ob sich die Hundehalter an den Leinenzwang halten. Er verstehe das als Aufklärungsarbeit. „Wir sprechen vernünftig mit den betroffenen Leuten“, sagt er. Meist mit Erfolg: 90 Prozent der Hundebesitzer zeigten sich seinen Erfahrungen nach einsichtig. Bei Verstößen gegen die Anleinpflicht kann die Stadt Gehrden Bußgelder in Höhe von bis zu 5000 Euro verhängen. „Es beginnt bei 30 Euro und ist Ermessenssache“, erklärt Meyer.

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Am Gehrdener Berg besteht ganzjährig Anleinpflicht

Viele Hundehalter wüssten nicht, dass der größte Teil des Gehrdener Berges Wildschongebiet ist. „Dort besteht sogar eine ganzjährige Anleinpflicht. Nur ein kleiner Bereich am Köthnerberg ist davon ausgenommen“, fügt Meyer hinzu.

Wildhagen: „Es gibt einige Unverbesserliche“

Auch der besondere Vertreter des Kreisjägermeisters im alten Landkreis Hannover, Heinrich-Henning Wildhagen, bittet Hundehalter, die Vorschrift einzuhalten. Die Anleinpflicht diene dem Schutz wild lebender Tierarten und ganz besonders deren Nachwuchs. „Hundehalter sollten in dieser kurzen Zeitspanne die Rechte der Wildtiere respektieren“, sagt er. Die meisten Hundebesitzer halten sich aber auch seiner Ansicht nach an die Verordnung. „Aber es ist wie überall – es gibt einige Unverbesserliche“, sagt Wildhagen.

Jagd-, Rettungs- und Blindenhunde sind ausgenommen

Von der Regel zum Leinenzwang ausgenommen sind Hunde, die zur rechtmäßigen Jagdausübung, als Rettungs- oder Hütehunde oder von der Polizei, dem Bundesgrenzschutz oder dem Zoll eingesetzt werden. Zudem dürfen ausgebildete Blindenhunde auch ohne Leine unterwegs sein.

Von Heidi Rabenhorst