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Region Gehrden Nachrichten Stromverbrauch in Gehrden wird sichtbar gemacht
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13:32 13.09.2019
Klimaschutzmanagerin Kira Janotta (von links), Avacon-Kommunalberater Frank Glaubitz und Marco Sobirey vom Kommunalmanagement der Avacon erläutern den Energiemonitor im Rathaus. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Wie viel Strom wird eigentlich tatsächlich in einer Kommune erzeugt? Wie viel davon sind regenerative Energieerzeuger? Und: Wie viel Energie wird in Gehrden verbraucht? Antworten auf diese Fragen gibt es ab sofort im Gehrdener Rathaus. Dort hängt im Foyer ein sogenannter Energiemonitor. Damit will die Stadt Gehrden in Zusammenarbeit mit der Avacon den regionalen Energieverbrauch und die Einspeisung im Ort transparent machen.

Der Energiemonitor stellt alle wichtigen Informationen zur örtlichen Energiesituation im Internet bereit. Dabei erfasst und aktualisiert er alle Stromerzeuger und Verbraucher in Gehrden im 15-Minuten-Takt. Es werden alle Energieerzeuger dargestellt, die es im Stadtgebiet zu finden gibt. Die Einspeisung wird in Photovoltaik, Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW) und Windkraft aufgeschlüsselt, der Verbrauch nach Privathaushalt, öffentliche Gebäude, Gewerbe und Industrie.

Bürger sollen sensibilisiert werden

„Wir wollen die Bürger in Hinblick auf den Klimaschutz sensibilisieren und das Energiebewusstsein stärken“, sagt Marco Sobirey, Referent für kommunales Energiemanagement bei der Avacon. Sie können beispielsweise sehen, wie viel Energie durch Photovoltaik, Wind oder Biomasse gewonnen wird und wie viel vor Ort verbraucht wird.

Interessant: Der Verbrauch von Industrie und Gewerbe und den privaten Haushalten ist an einem Freitagmittag nahezu gleich. Er liegt bei rund 650 Kilowattstunden (kWh). Und auf der Erzeugerseite ist der Anteil der Biomasse konstant. Sie speist kontinuierlich 320 kWh ins Netz. Photovoltaik und Windkraft seien dagegen abhängig von der Witterung, sagt Sobirey.

Hoher Anteil an erneuerbaren Energiequellen

Der Blick auf den Monitor macht eines deutlich: Der Anteil der regenerativen Energiequellen in Gehrden liegt bei mehr als 70 Prozent. Für Avacon-Kommunalreferent Frank Glaubitz ist das ein Topwert. Der Durchschnitt in der Region liege gerade einmal bei 40 Prozent. Doch Klimaschutzmanagerin Kira Janotta hat ein großes Ziel: Sie möchte, dass die Stadt Gehrden eines Tages eine 100-prozentige autarke Stromversorgung durch erneuerbare Energiequellen hat.

Ein Projekt, das dazu beitragen soll, ist das 100-Sonnendächer-Programm. Private Haushalte sollen motiviert werden, Photovoltaikanlagen auf ihrem Dach anzubringen. Bislang hätten sich 32 Interessenten gemeldet, berichtet Janotta.

Doch nicht nur der Anteil an regenerativen Energie soll erhöht werden. „Wir wollen die Bürger auch dazu animieren, ihren Verbrauch zu reduzieren“, sagt Sobirey.

Übrigens: Interessierte Bürger müssen nicht extra ins Rathaus gehen, um den aktuellen Stromverbrauch im Stadtgebiet zu verfolgen. Sie können es auch bequem zu Hause im Internet auf https://energiemonitor.avacon.de/gehrden

Von Dirk Wirausky

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