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Nachrichten Aktivisten warnen vor einer Flutwelle
Region Gehrden Nachrichten Aktivisten warnen vor einer Flutwelle
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20:35 14.06.2013
Von Ingo Rodriguez
Die Atomkraftgegner haben im März an der Bundesstraße 65 mit einer Protestaktion für Aufsehen gesorgt.
Die Atomkraftgegner haben im März an der Bundesstraße 65 mit einer Protestaktion für Aufsehen gesorgt. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

Die Aktivisten wollen bei ihrem Treffen im Gemeindehaus an der Lenther Kirche unter anderem ihre Sorgen über künftige Extremhochwasser zum Ausdruck bringen, denn der Atommeiler in Grohnde liegt direkt an der Weser. „Wir sind sehr in Sorge, dass dort künftig Pegelstände erreicht werden, die schwere Beschädigungen und im schlimmsten Fall eine Atomkatastrophe auslösen können“, sagt Ratsfrau Nicole van der Made (Grüne) aus Gehrden.

Noch sei nichts passiert. Aber das Wasser stehe auch in der Weser bedenklich hoch. „Und die Sicherheitsvorkehrungen sind im Fall einer Flutwelle völlig unzureichend.“

Bei hohen Wasserständen infolge extremer Wetterereignisse sei sogar ein Ausfall der Kühlung des Reaktorkerns nicht ausgeschlossen, meint die Kommunalpolitikerin. Das geht aus einer Studie hervor, die von Vertretern der Regionalkonferenz in Auftrag gegeben wurde.

Van der Made hat die Regionalkonferenz gemeinsam mit Joachim Müller-Blanck nach Lenthe geholt. Die beiden Gehrdener gehören dem Wennigser Bündnis „Fukushima mahnt“ an, das ebenso wie etliche andere Bewegungen, Organisationen, Vereine, Verbände und Privatpersonen in der Initiative „AKW Grohnde abschalten“ mitarbeitet.

„Das Treffen findet an wechselnden Standorten statt, und jetzt ist Gehrden an der Reihe“, sagt van der Made. Sie rechnet mit 20 bis 30 Konferenzteilnehmern, die Initiativen und Organisationen aus ganz Deutschland vertreten. Zuletzt hatte sich das Gremium im April in Hameln getroffen.

Der Zusammenschluss „AKW Grohnde abschalten“ hatte im März mit einer groß angelegten Protestaktion auch im Calenberger Land Aufsehen erregt. Anlässlich des zweiten Jahrestages der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima demonstrierten in Ditterke rund 150 Atomkraftgegner an der Bundesstraße 65 für die sofortige Stilllegung des AKW, indem sie eine Katastrophensituation simulierten.

Für den 7. September plant die Initiative eine große Fahrradsternfahrt nach Grohnde, an der auch der Fahrradklub ADFC Gehrden/Ronnenberg teilnehmen will.

Dirk Wirausky 12.06.2013
Ingo Rodriguez 10.06.2013
Dirk Wirausky 10.06.2013