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Region Garbsen Nachrichten Wasserverband baut Leitungen für Campus und Berenbostel-Ost
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10:26 31.07.2019
Treffen sich zur Besprechung neben dem PZH: Torsten Matussek und Mareike Duschek vom Wasserverband Garbsen und Bauleiter Christian Hübner von Unternehmen RTH. Quelle: Jutta Grätz
Garbsen-Mitte/Berenbostel

Noch sind die Rohre nicht da, aber am Montag, 5. August, soll es los gehen: Der Wasserverband Garbsen-Neustadt lässt für den Campus Maschinenbau und das geplante Baugebiet Berenbostel-Ost neue Rohre für frisches Wasser verlegen – auf einer Länge von 670 Metern. Die Bauarbeiten in vier Abschnitten erstrecken sich von der Straße An der Universität bis zur Kreuzung Langenhagener Straße/Wreschener Allee. Ein Teil der neuen Rohre wird unter der Bundesstraße 6 verlegt.

Für die Autofahrer sollen sich die Beeinträchtigungen dennoch in Grenzen halten, denn das Unternehmen bohrt horizontal und in bis zu 5,50 Meter Tiefe. „Wir haben bei den Planungen auch schon den Umbau der Hornbach-Kreuzung berücksichtigt“, sagt Torsten Matussek, Leiter der Wasserverteilung des Wasserverbandes. Diese erhält neue Abbiegespuren und eine effektivere Ampelschaltung.Der Verband investiert rund 800.000 Euro in die Erweiterung seiner Transportleitungen. Die Arbeiten sollen Ende November beendet sein.

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Der erste Bauabschnitt liegt an der Straße An der Universität schräg gegenüber von der Einfahrt zum Café del Sol. Die Vorbereitungen für die rund 120 Meter lange Strecke beginnen am Montag, 5. August und sollen rund vier Wochen dauern. „Das Wichtigste ist, dass wir damit bis zur Eröffnung des Campus Maschinenbau fertig sind“, so Matussek. Die Mitarbeiter des Rohr- und Tiefbauunternehmen RTH aus Hoya werden eine Leitung mit einem Durchmesser von rund 35 Zentimeter verlegen. Im Kreuzungsbereich B6 wird diese zusätzlich von einem Schutzrohr mit einem Durchmesser von 50 Zentimeter geschützt.

Bauboulevard wird gesperrt

Gebohrt wird dort in einer Tiefe von 2,50 Metern. „Wir bauen dafür eine sogenannte Horizontalbohranlage auf“, erklärt Christian Hübner, Bauleiter von RTH. Die Bohranlage besteht aus Stangen, die rund 4,5 Meter lang sind. Damit das lange Bohrloch nicht einfällt, verwenden die Bauarbeiter eine Schutzflüssigkeit, das sogenannte Bentonit. Das Lehmgemisch wird vor Ort hergestellt und härtet aus. Die Einbahnstraßenregelung An der Universität für Autofahrer bleibt bis zum geplanten Ende der Arbeiten Anfang September bestehen. Ab dem 5. August wird auch die Straße Bauboulevard gesperrt, da dort die Baustelle für die weiteren Bauabschnitte vorbereitet wird. Für Fußgänger und Radfahrer werden Umleitungsstrecken eingerichtet.

Dort entsteht die erste Baugrube: Torsten Matussek (von links), Christian Hübner und Mareike Duschek besichtigen die künftige Baustelle. Quelle: Jutta Grätz

Eine Herausforderung bedeutet der zweite Abschnitt, bei dem die Kunststoffrohre die Bundesstraße 6 unterqueren. „Wir bauen bei laufendem Verkehr“, sagt Hübner. Im dritten und vierten Abschnitt nutzt das Unternehmen ein besonderes Rohr: Die Kunststoffleitung ist mit Aluminium verstärkt und damit diffusionsdicht, verhindert dadurch das mögliche Eindringen von Gasen. „Das ist in diesem Abschnitt wichtig, die Leitung führt durch eine Fläche mit Altlasten“, so Hübner. Denn dort wo sich der heutige Bauboulevard befindet, war früher das Gelände der Flemmingschen Ziegelei. Die Anlage wird dort auf einer Länge von 200 Metern und in 2,50 Meter Tiefe bohren.

150.000 Kubikmeter mehr pro Jahr

Der Wasserverband investiert mit diesen Vorhaben in die Zukunft. „Wir wollen die Versorgungssicherheit verbessern und die Versorgung für die geplanten Baugebiete in Berenbostel sicherstellen“, sagt Matussek. Die künftig genutzten zusätzlichen Wassermengen werden derzeit berechnet. „Wir rechnen mit bis zu 150.000 Kubikmeter mehr pro Jahr“, sagt Matussek. Zudem plant der Verband bis 2021 die Erweiterung der Leitungen bis zum Neuen Landweg. Das sei die Voraussetzung, um die alten Rohrnetze in diesem Bereich sanieren können. „Das ist notwendig – sie stammen aus den Sechzigerjahren“, so Matussek.

An der Kreuzung Langenhagener Straße/Wreschener Allee sollen die Bauarbeiten für die Erweiterung der Transportleitungen bis Ende November abgeschlossen sein. Quelle: Gerko Naumann (Archiv)

Von Jutta Grätz

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