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Region Garbsen Nachrichten Störche in Garbsen haben in diesem Jahr viel Nachwuchs
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18:47 25.07.2019
Klappern, füttern, putzen: Zwei Jungtiere und ein Elternteil treffen sich zum Storchenfrühstück in Stelingen. Quelle: Jutta Grätz
Garbsen

Ihre ersten Flugversuche am Morgen sind noch ein wenig ungelenk. Vorsichtig und ganz frühzeitig fahren die beiden Jungstörche ihre „Fahrgestelle“ aus und setzen zur Landung an – ins Storchennest hinter den Gärten von Friedrich Murtfeld, Gerhard Boenigk und Helmuth Knorr in Stelingen. Das Klappern des Altstorchs ist weit hörbar: Es ist Zeit fürs Storchenfrühstück. Zwei Jungstörche hat das Paar in diesem Jahr aufgezogen, berichtet Storchenvater Boenigk. Insgesamt 13 Jungvögel haben die Störche in Garbsen in diesem Jahr ausgebrütet, einen mehr als 2018. „Der Bruterfolg in diesem Jahr in der gesamten Region ist überdurchschnittlich gut“, teilt der Weißstorchbeauftragte der Region Hannover, Reinhard Löhmer, mit.

Kampf ums Storchennest

Boenigk und seine Nachbarn hatten das Storchennest 1999 im Dreieck ihrer Grundstücke errichtet. „Erstmals 2008 haben die Störche das Nest angenommen“, erzählt der promovierte Ornithologe, also Vogelkundler. Seitdem gab es jährlich bis zu drei Jungtiere. In diesem Jahr sei sehr früh, bereits Anfang März, ein Storchenpaar nach Stelingen gekommen. „Ob es das gleiche war wie 2018, konnten wir nicht feststellen“, sagt er. Das Paar begann den Nestbau und auch die Begattung, doch dann folgte ein kleines Drama. „Es gab eine richtige Prügelei“, berichtet Boenigk. „Nach heftigen, ja blutigen Kämpfen mussten die Störche ihr Nest dann einem neuen Paar überlassen.“

Drei Jungtiere sichteten die Storchenväter nach ein paar Wochen, bis eins irgendwann fehlte. „Vielleicht haben sie es rausgeschmissen oder gefressen, das passiert manchmal bei Störchen“, weiß Boenigk. Die verbliebenen zwei Jungtiere habe das Elternpaar aber vorbildlich aufgezogen. Diese drehen seit ein paar Tagen ihre Runden über dem Reiterdorf und genießen abends auf Hausdächern die Aussicht auf den Sonnenuntergang. „Und sie lassen sich noch gern füttern“, sagt der Storchenvater. „Erst mit Regenwürmern, später sogar mit einem kompletten Maulwurf und vor allem mit Mäusen.“

13 Jungstörche in Garbsen

Die gibt es in diesem Jahr wegen des milden Winters reichlich, berichtet der Storchenbeauftragte Löhmer. „Das garantiert einen guten Bruterfolg.“ Auch in Garbsen: Über sogar vier Jungtiere kann sich der Schloß Ricklinger Storchenvater Gerhard Fritz freuen. Für das Storchennest beim Frielinger Gartenbaubetrieb Meißner notiert Löhmer drei Jungtiere, zwei hat ein Paar im zweiten Frielinger Nest bei Laseroptik ausgebrütet. Auch im 2017 errichteten Nest am Horster Friedhof verzeichnet Löhmer bereits zwei Jungtiere. Fehlanzeige heißt es dagegen in Altgarbsen an der Hegerwisch und auch in Meyenfeld. Und der 2018 aufgestellte Mast samt Nest auf der Osterwalder Naturerlebniswiese bleibt in diesem Jahr erneut leer.

Die Schnäbel der Stelinger Jungstörche färben sich derweil schon von tiefem Schwarz zu hellem Rot. „Sie werden erwachsen und bald das Nest verlassen“, kündigt Boenigk an.

Von Jutta Grätz

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