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Region Garbsen Nachrichten Hortkinder schauen im Planetarium in die Sterne
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00:26 29.03.2018
Die Hortkinder der Kita Schloß Ricklingen suchen auf den schwarzen Folien Sternbilder.
Die Hortkinder der Kita Schloß Ricklingen suchen auf den schwarzen Folien Sternbilder. Quelle: Anke Lütjens
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Schloß Ricklingen

 „Wow“, „Ahhh“, und „Ohhh“, entfährt es den 23 Hortkindern der Kindertagesstätte Schloß Ricklingen, als an der Kuppel des mobilen Schulplanetariums ein Sternenhimmel erscheint. Dieses rund sieben Meter lange und einige Meter hohe Zelt unter Überdruck füllt die ganze Sporthalle aus. Durch einen Reißverschluss schlüpfen die Kinder hinein.

Das Zelt gehört der Firma Fulldomedia aus Bad Sooden-Allendorf. Matthias Rode und Jonathan Görlich erklären den Grundschülern kindgerecht die Phänomene des Weltalls. Doch zunächst erhalten die Kinder schwarze Folien, auf denen sie mit einer Lampe die Sternbilder Großer und Kleiner Wagen, Löwe und Drache entdecken. Nach einem Sonnenuntergang werden die wechselnden Sternbilder vom Computer aus mit einem Beamer in die Kuppel projiziert. Bunte Bilder machen diese sichtbar  – wie beim Großen Wagen als Teil des Großen Bären.

Gebannt schauen die Hortkinder auf die Bilder an der Kuppel des mobilen Planetariums. Quelle: Anke Lütjens

Die Jungen und Mädchen erfahren, dass der Nordstern Teil des Kleinen Bären ist und genau über dem Nordpol steht. „Von rund 2500 Sternbildern sind zwölf Sternzeichen“, sagt Rode. Diese macht er ebenfalls mit Bildern sichtbar. „Jedes hat seine Geschichte, die sich Menschen ausgedacht haben“, erzählt Rode. Bei den Fischen gehe es um Liebe, Tod und Eifersucht, beim Löwen um Kraft und Gewalt. Außerdem erhalten die Kinder Informationen zu den Planeten, zur Erdumdrehung und zu Mondphasen. Sie stellen Fragen zur Milchstraße und zu Schwarzen Löchern. „Das sind die Mülleimer im Weltall“, kommentiert Emely.

Seit Dezember beschäftigen sich die Hortkinder mit den Sternen. Bei der  Gestaltung von Geburtstagsbüchern ging es um Sternzeichen. „Dabei kamen Fragen auf“, sagt Erzieherin Nadine Weinert. „Wie lange leuchtet ein Stern und warum?“, wollten die Grundschüler wissen. Zusammen mit ihr und ihren Kolleginnen Carina Meyer und Johanna Heidt haben die Kinder in der Stadtbibliothek Garbsen nach Antworten gesucht. Außerdem bastelten sie ihre Sternbilder als Fadenbild mit leuchtenden Sternen und lernten die Reihenfolge der Planeten. Das Schulplanetarium, dessen Besuch vom Förderverein unterstützt wurde, entdeckte eine Erzieherin auf der Messe Didacta.

Leyla (7) zeigt ihr selbstgemachtes Sternzeichen. Quelle: Anke Lütjens

Von Anke Lütjens