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Nachrichten Ruhewald in Schloß Ricklingen: Stadt und Humanisten vor Einigung
Region Garbsen Nachrichten Ruhewald in Schloß Ricklingen: Stadt und Humanisten vor Einigung
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06:00 22.08.2019
Planen seit 2014 am Bestattungshain in Schloß Ricklingen: Karl-Otto Eckartsberg (links) und Norbert Gehrke von den Garbsener Humanisten. Quelle: Jutta Grätz (Archiv)
Schloß Ricklingen

Das Ruhewald-Projekt der Garbsener Humanisten (HVD) rückt in greifbare Nähe. Am Dienstag, 27. August, diskutieren die Politiker des Ortsrates Horst über die Details des Bebauungsplans. Beginn ist um 20 Uhr im Restaurant Mykonos an der Otternhägener Straße 2. „Wenn alles glatt läuft, kann der Rat im Dezember entscheiden“, sagt Karl-Otto Eckartsberg, Vorsitzender der Garbsener Humanisten.

Dann könnte alles ganz schnell gehen. Schon im Januar und Februar würden die Waldarbeiten auf dem rund 7100 Quadratmeter großen Grundstück in Verlängerung des Friedhofs am Lönsweg beginnen. „Damit könnten wir möglicherweise bereits um Ostern 2020 herum die Eröffnung des Bestattungshains feiern“, sagt Eckartsberg. Der HVD plant den Ruhewald seit 2014 und will damit einen Platz für eine naturnahe Trauer- und Bestattungskultur schaffen. Aktuell gibt es bereits rund 440 Interessenten.

Stadt und HVD diskutieren über Kosten

Auch eine Einigung der Humanisten mit der Stadtverwaltung über die Nutzung der Flächen des städtischen Friedhofs scheint in Sichtweite. „Wir befinden uns in guten Gesprächen“, bestätigt Garbsens Pressesprecher Benjamin Irvin. „Wir haben uns aufeinander zubewegt und stehen kurz vor einer Lösung.“ Die Stadtverwaltung hatte in einem ersten Entwurf im Juni vorgeschlagen, dass der Verband für die Nutzung jährlich 5000 Euro an die Stadt zahlen solle – und eine einmalige Summe von 20.000 Euro für die Umgestaltung von Wegen und der Zaunanlage.

Der HVD hatte sich nach dem Treffen über diesen Entwurf äußerst irritiert gezeigt. „Wir sind erleichtert, dass sich die Stadtverwaltung bewegt hat und die für uns nicht nachvollziehbaren Zahlen nicht mehr im Raum stehen“, sagte Eckartsberg auf Nachfrage. Zu weiteren Details über die Kosten haben die Beteiligten derzeit Stillschweigen vereinbart.

Damit auf der Fläche hinter dem Friedhof am Lönsweg knapp 2000 Bestattungsplätze entstehen können, müssen Waldarbeiter auf dem Gelände umgestürzte Bäume entfernen und Teile der Fläche aufforsten. Zusätzlich zu den alten Bäumen, die stehen bleiben können, wollen die Humanisten neue Laubbäume pflanzen. Laut Bebauungsplan dürfen die Flächen nur mit Buchen, Eichen und Ahorn bepflanzt werden. Um diese herum sollen jeweils die Urnengräber angeordnet werden. Der Verband rechnet mit ein bis zwei Bestattungen pro Woche.

Toilette und weitere Parkplätze sind nicht geplant

Zudem ist auf dem Bestattungshain ein bis zu 64 Quadratmeter großer Andachtsplatz mit einem Baumkronendach geplant. In diesem Bereich dürfen auch sogenannte Dachplatanen gepflanzt werden. Dort sollen vier Sitzbänke aufgestellt werden. Der Garbsener Bildhauer Oliver Pohl, der auch einige Jahre in Schloß Ricklingen gelebt und gearbeitet hat, wird im Auftrag des HVD eine Holzsteele anfertigen. Details dazu regelt der Bebauungsplan – sie darf maximal drei Meter hoch sein, heißt es im Entwurf. Ein maximal zwei Meter breiter Weg soll dorthin führen. Eine Toilette gibt es auch auf dem benachbarten städtischen Friedhof nicht, und dies sei auch im Wald nicht vorgesehen. Zusätzliche Parkplätze soll es ebenfalls nicht geben: Laut Bebauungsplan bieten die bestehenden am Lönsweg ausreichend Platz.

Von Jutta Grätz

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