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Region Garbsen Nachrichten Stadt Garbsen verteilt 300 Notfalldosen
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00:18 18.03.2019
Sozialdezernentin Monika Probst (3.v.links) und Seniorenberaterin Heike Müller-Schulz (2.v. rechts) verteilen die ersten Notfalldosen an Ehrenamtliche aus dem Projekt „Kleine Alltagshilfen“. Quelle: Anke Lütjens
Havelse/Garbsen-Mitte

Sie ist grün-weiß, hat eine zylindrische Form, ist etwa zehn Zentimeter hoch und soll im Notfall Leben retten – die sogenannte Notfalldose. Sie ist in erster Linie konzipiert als Ernstfall-Hilfe für Senioren. Die Dose enthält ein Infoblatt, das Rettungskräften im Notfall wichtige Informationen über den Patienten liefert – vor allem, wenn er nicht mehr ansprechbar ist.

Die Dosen gibt’s ab Freitag im Bürgerbüro

Heike Müller-Schulz von der Seniorenberatung der Stadt, Sozialdezernentin Monika Probst und Karin Schleiermacher von der Freiwilligenagentur haben das Projekt im Kulturhaus Kalle vorgestellt und die ersten Notfalldosen an Ehrenamtliche aus dem Projekt „Kleine Alltagshilfen“ übergeben. Diese unterstützen Senioren im Alltag. Ab Freitag, 15. März, sind die ersten 300 Dosen kostenlos im Bürgerbüro der Stadt erhältlich. Außerdem sind sie Online und in Apotheken zum Preis von 4 bis 7 Euro erhältlich. Die kostenlosen Dosen der Stadt sind als Starthilfe gedacht, die Idee soll sich herumsprechen.

Notfalldose muss im Kühlschrank stehen

Wie funktioniert die Idee? Die Dose enthält zwei Aufkleber, es sind die Wegweiser für ein Ersthelfer-Team. „Der eine Aufkleber kommt an die Innenseite der Haus- oder Wohnungstür, der andere Aufkleber kommt an den Kühlschrank, wo die Dose aufbewahrt werden sollte“, sagte Müller-Schulz. Kühlschrank? Ja, weil das der einzige Platz ist, den es in jeder Wohnung gibt. Die Retter wissen das, wenn sie den Aufkleber sehen und haben schnell Zugriff auf wichtige Informationen.

Retter erhalten wichtige Informationen

Auf dem Infoblatt in der Dose stehen die persönlichen Daten des Patienten, Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck und verordnete Medikamente wie Blutverdünner, die regelmäßig eingenommen werden. Außerdem werden Unverträglichkeiten zum Beispiel auf Antibiotika und Allergie auslösende Stoffe vermerkt – wenn es um Sekunden geht, können das die wichtigsten Informationen für Rettungskräfte sein. Zudem sollten die Adressen von Hausarzt und Kontaktpersonen aufgeführt sein. Auch der Hinweis auf eine Patientenverfügung ist hilfreich. Ohne wertvolle Zeit zu verlieren, stehen den Rettern und auch Ärzten aktuelle und im Notfall relevante Informationen zur Verfügung. Diese sollten immer auf dem neuesten Stand sein.

Dose rettet im Notfall Leben

„Ich trage selbst einen Notfallausweis und empfinde die Notfalldose als wichtige Sache“, sagt Günter Klenert, einer der Alltagshelfer. Die Johanniter Unfallhilfe Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer, zu der auch die Rettungswache Garbsen gehört, will die Notfalldose demnächst an ihre Hausnotruf-Patienten verteilen. Deren Dosen sind zwar rot-weiß, funktionieren aber nach demselben Prinzip. „Das ist eine gute Idee, die Dosen sind hilfreich und sinnvoll. Wichtig ist, dass die Informationen da sind, damit wir im Notfall Leben retten können“, betont Timo Brüning, Sprecher der Johanniter.

Die Notfalldosen gibt es bereits in vielen deutschen Städten wie Osnabrück, Nürnberg und im Kreis Westfalen-Lippe. Die Idee soll laut einem Bericht auf „Apotheke adhoc“ aus Irland und Großbritannien stammen. In Deutschland wird sie seit 2014 von der Bremer Firma Volbert Hausnotruf produziert. Die Dosen der Stadt Garbsen weisen allerdings eine Besonderheit auf: Der Deckel trägt das Logo der Stadt. Weitere Informationen zur Notfalldose gibt es auf www.notfalldose.de.

Von Anke Lütjens

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