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Region Garbsen Nachrichten Zehn Rathaus-Mitarbeiter sollen nach Havelse umziehen
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16:00 15.11.2019
Vor dem Familienzentrum St. Anna und an der Schulstraße in Havelse gibt es jetzt schon zu wenig Parkplätze, klagen die Anwohner. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte/Havelse

Das Rathaus in Garbsen-Mitte ist noch verhältnismäßig neu. Vor 21 Jahren zogen die Mitarbeiter der Verwaltung dort ein – auch um eine zentrale Anlaufstelle für alle Bürger der Stadt zu bilden. Dieses Konzept gerät nun an seine Grenzen. Denn: Das rund 13.000 Quadratmeter große Gebäude ist zu klein für alle Mitarbeiter geworden. Deshalb will die Verwaltung zehn von ihnen künftig in einer ehemaligen Lehrerwohnung im Obergeschoss eines Hauses in Havelse unterbringen. Die muss sie vorher für rund 95.000 Euro für ihre Zwecke umbauen.

Bei der Sitzung des Ortsrates Garbsen betonte der für die Finanzen der Stadt zuständige Kämmerer Walter Häfele, wie wichtig der geplante Umzug der Mitarbeiter aus seiner Sicht ist: „Wir erleben derzeit einen enormen Zuwachs an Aufgaben“, sagte er. Der Vorteil des Gebäudes an der Straße am Hasenberge in Havelse sei, dass es bereits der Stadt gehöre. Ein Rathaus-Anbau sei dagegen aus finanziellen Gründen keine Option: „Wir haben genügend große Aufgaben zu bewältigen, das Geld wird knapp“, sagte Häfele – und spielte damit unter anderem auf den geplanten Neubau der IGS Garbsen und den Wiederaufbau des Badeparks in Berenbostel an.

Anwohner befürchten Probleme durch Parkplatzmangel

Anwohnerin Astrid Obermüller ist dagegen mit den Plänen der Verwaltung überhaupt nicht einverstanden. Sie betreibt eine Gebäudereinigung an der Schulstraße in Havelse und wäre somit Nachbarin der Verwaltungsmitarbeiter. Und sie wies den Ortsrat auf die jetzt schon zu Stoßzeiten unübersichtliche Parksituation hin: „Vor allem für die Kinder ist die Situation sehr gefährlich.“ Sie befürchte, dass die Verwaltung ein „kleines Rathaus in Havelse“ gründen wolle – zumal einem Mieter im Erdgeschoss des städtischen Gebäudes bereits ebenfalls gekündigt worden sei.

"Wir erleben einen enormen Zuwachs an Aufgaben": Im Rathaus in Garbsen ist nicht mehr genug Platz für alle Mitarbeiter der Verwaltung. Quelle: Gerko Naumann

Das räumte Häfele ein. Es sei jedoch noch absolut unklar, was mit den Räumen im Untergeschoss des Gebäudes geschehen soll. Ziel sei es immer noch, die Verwaltung langfristig möglichst im Rathaus in Garbsen-Mitte zu bündeln. „Wir haben nicht vor, eine große Außenstelle zu schaffen“, versicherte der Kämmerer. Er versprach, auf Obermüller und die anderen Anwohner zugehen zu wollen. Gleichzeitig appellierte er an die Politiker, der Vorlage zuzustimmen: „Die zehn Arbeitsplätze in Havelse würden uns enorm Luft verschaffen“, sagte Häfele. Welche Mitarbeiter dort in Zukunft arbeiten sollen, ist noch nicht geklärt. Das solle mit dem Personalrat in Ruhe besprochen werden, kündigte Häfele an.

Ortsrat stimmt den Plänen zu

Die Mehrheit des Ortsrates Garbsen stimmten den Umzugsplänen der Verwaltung bei der anschließenden Abstimmung zu. Sieben Politiker stimmten mit Ja, zwei enthielten sich. Das letzte Wort hat der Rat der Stadt Garbsen. Der tagt am Montag, 9. Dezember, ab 18.15 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

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Von Gerko Naumann

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