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Nachrichten Südlink-Gegner entzünden Mahnfeuer am Verlauf der Trasse
Region Garbsen Nachrichten Südlink-Gegner entzünden Mahnfeuer am Verlauf der Trasse
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18:00 31.03.2019
Begleiten das Mahnfeuer gegen Südlink an der Bordenauer Straße: Angela Thimian-Milz (von links), Rainer Haase, Houger Eibchacho, André Wacker und Abdulmannan Eibchacho. Quelle: Jutta Grätz
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Garbsen

Das war ein weithin sichtbares Zeichen gegen den Südlink in Garbsen: Mit zahlreichen Mahnfeuern hat die Garbsener Bürgerinitiative (BI) am Sonnabend gegen den geplanten Verlauf der Stromtrasse protestiert. „Wir wollen die Garbsener und die Bürger der Nachbarkommunen aufrütteln und informieren und uns noch stärker vernetzen“, sagt Angela Thimian-Milz. Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin aus Meyenfeld steht an der Bordenauer Straße am Ortseingang zu Frielingen und lädt Holz aus dem Auto. Rainer Haase, Houger und Abdulmannan Eibchacho entfachen auf beiden Seiten der Straße Mahnfeuer in je einem Feuerkorb. „Drei Viertel von Frielingen sind von dem aktuell geplanten Verlauf der Südlink-Trasse betroffen“, erklärt Thimian-Milz einem Anwohner.

Schon von Weitem ist das nächste Feuer zu sehen. Zwei Feuerschalen stehen an der Frielinger Straße. Dort haben Silvia Prötel und weitere Vertreter der BI auch eine Lichtschlange aufgebaut: Aus vielen Sturmlichtern und auf mehreren Hundert Metern leuchtet es entlang der Straße zwischen Frielingen und Horst. Dort soll die unterirdische Stromtrasse verlaufen. „Die Technik ist noch nicht erprobt“, sagt sie. „Die Folgen für Menschen und Natur sind noch völlig unklar, und wir sind das Pilotprojekt.“ Prötel kämpft seit 2015 gegen den Südlink in Garbsen.

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Landwirte: Spätfolgen sind nicht absehbar

Am Horster Ortsausgang an der Straße nach Schloß Ricklingen wärmt sich eine Gruppe von etwa 30 Menschen bei Tee und Keksen am Feuer. „Nur ein paar Meter liegen zwischen meinem Garten und der geplanten Trasse“, sagt ein junger Mann. „Ich habe das Grundstück an der Frielinger Straße ganz bewusst naturnah gekauft und jetzt das.“ Sorgen machen sich auch die Horster Landwirte. „Ob die Spätfolgen für den Boden oder die Entschädigung: Wir fühlen unsere Interessen nicht ausreichend berücksichtigt“, sagt ein Bauer, dessen Familie seit Generationen Landwirtschaft in dem Dorf betreibt. Am Ostermontag, 22. April, beteiligt sich die BI an einer bundesländerübergreifenden Großdemonstration. Der Sternmarsch endet gegen 14 Uhr am Horster Dorfplatz.

Von Jutta Grätz