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14:51 27.08.2018
Fiona (8) erzählt Autorin Nikola Huppertz ihre Ideen.
Fiona (8) erzählt Autorin Nikola Huppertz ihre Ideen. Quelle: Anke Lütjens
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Stelingen

Aufregende Tage haben 15 Dritt- und Viertklässler der Grundschule Stelingen erlebt. Sie haben freiwillig am Angebot „Wörterwelten – Autorenpatenschaft – Literatur lesen und schreiben“ des Friedrich-Bödecker-Kreises teilgenommen. Darin entwickelten sie zusammen mit Leiterin und Kinderbuchautorin Nikola Huppertz Geschichten. Huppertz kennt die Schule schon von einigen Lesungen und hat bereits einmal das Projekt „Wörterwelten“ geleitet.

Schule braucht Kooperationspartner

Für das Angebot braucht die Schule Kooperationspartner. Diese hat sie mit der Stadtbibliothek, dem Bödecker-Kreis und der Flüchtlingsunterkunft an der Carl-Zeiss-Straße gefunden. Die Partnerschaft ist erforderlich, damit das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt finanziell fördert. Dafür hat das Ministerium das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ aufgelegt. „Schulen können damit über fünf Jahre Angebote der kulturellen Bildung außerhalb des Unterrichts fördern“, sagte Lehrerin Insa Bödecker, die auch im Friedrich-Bödecker-Kreis aktiv ist. Ziel ist die Förderung der Sprach- und Lesekompetenz.

Autorin leitet Angebot zur kulturellen Bildung

Zum Auftakt las Huppertz aus ihrem neuen Buch „Jonna, Oma und die Welt im Schuhkarton“. Am zweiten Tag haben alle Schüler ein eigenes Notizbuch und eine Sammelmappe für Material bekommen. „Supertoll, dass ihr hier mitmacht. Wir wollen zusammen Geschichten erfinden und schreiben“, erläuterte sie den Kindern. Die Autorin begleitete sie beim Schreiben, animierte sie, förderte Ideen und gab Anleitungen. Jeder könne das schreiben, was er wolle, sagte sie.

Kinder sammeln auf Wanderung Ideen

Gruselgeschichten, Abenteuer, Geschichten von Piraten und Tieren, Comics und Märchen lesen die Schüler am liebsten, aber auch Geschichten aus dem Alltag. „Ihr müsst erstmal eine Idee haben. Am besten geht ihr durch die Gegen und schaut, was so alles passiert“, riet Huppertz. Welche Figuren solle es geben, und wo solle die Geschichte spielen? Das spiele eine große Rolle, so die Autorin. Auf einer Wanderung zur Flüchtlingsunterkunft sammelten die Schüler erste Ideen, die sie dort in einem ersten Workshop zu Papier brachten.

Schüler stellen Ergebnisse vor

Fiona hatte gleich zwei: Hund und Katze erleben Abenteuer in der ganzen Welt oder eine Geschichte über ein Flüchtlingsmädchen. Zwei weitere Workshops in der Stadtbibliothek und in der Schule folgten. Am Montag präsentierten die Grundschüler ihren Eltern, Geschwistern, Freunden, Kooperationspartnern und Lehrern die Ergebnisse. Im Mittelpunkt standen dabei die entstandenen Kurzgeschichten und die Erlebnisse während des Projekts.

Von Anke Lütjens