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Nachrichten Ortsdurchfahrt von Stelingen wird nicht für Lkw gesperrt
Region Garbsen Nachrichten Ortsdurchfahrt von Stelingen wird nicht für Lkw gesperrt
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00:16 19.05.2019
Angaben der Stadt zufolge machen Lkw nur 3 Prozent des Verkehrs auf den Hauptstraßen aus. Quelle: Archiv
Stelingen

Auch in Zukunft werden Lastwagen mit einem Gewicht über 7,5 Tonnen durch Stelingen rollen. Die Stadt hat die Voraussetzungen für ein Durchfahrtverbot geprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass ein Verbot von Lkw im Ort nicht möglich ist. Laut dem Mobilitätskonzept 2030, für das Verkehrsbelastungen untersucht wurden, betrage der Anteil von Lastwagen etwa 3 Prozent – von etwa 5000 Fahrzeugen auf Engelbosteler Straße und Leinestraße und 2300 auf der Heitlinger Straße. „Die Belastung ist mit vielen anderen Hauptverkehrsstraßen im Stadtgebiet vergleichbar“, sagt Dirk Perschel, Leiter der Abteilung Verkehr. Grundsätzlich könne die Stadt Garbsen den Verkehr auf bestimmten Streckenabschnitten beschränken, umleiten oder sogar verbieten, dazu müssten allerdings bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein – etwa ein besonderes Risiko für Fußgänger und andere Gefahren bestehen. „Es ist unverhältnismäßig diese Kreisstraßen mit einem Durchfahrtverbot zu belegen“, sagt Perschel. Sie seien geeignet und dafür gedacht, Durchgangsverkehre inklusive Lkw aufzunehmen.

Polizei sieht keine Verkehrsbelastung

Die Polizei Garbsen kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Aus einer Stellungnahme aus dem Februar geht hervor, dass Verkehrszählungen keine übermäßige Belastung der Straßen ergeben haben. Auch die Unfallstatistik sei unauffällig. „In den letzten drei Jahren hat sich dort pro Jahr nur ein Unfall mit Beteiligung eines Lkw ereignet“, heißt es. Zudem wird darauf hingewiesen, dass ein Durchfahrtverbot für Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen zu einer Verlagerung des Verkehrs auf die benachbarten Ortschaften führen würde. „Wir haben auch ein Interesse an der Begrenzung des Verkehrs in Stelingen“, sagt Björn Giesler, CDU-Ortsratsmitglied in Berenbostel. „Aber wir dürfen das nicht auf dem Rücken anderer Stadtteile wie Berenbostel austragen.“ Auch wenn man die Lkw nicht von den Stelinger Straßen verbannen könne, müsse man trotzdem über Maßnahmen nachdenken, die den Verkehr besser lenken, sagt Jens Göttner (SPD).

Monika Petrausch ist Inhaberin des Friseursalons Camo und hat mehre Monate lang die Lkw gezählt. Quelle: Jutta Grätz

Die Interessengemeinschaft (IG) Stelingen setzt sich für die Verbesserung der Verkehrssituation im Ort ein. Sie bemängelt seit Langem den zunehmenden Lkw-Verkehr und will sich mit der Absage nicht zufriedengeben. Die Aufstellung der Polizei stamme aus dem Februar und berücksichtige nicht die aktuelle Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessungen. Um das tatsächliche Ausmaß des Lkw-Verkehrs deutlich zu machen, haben sich Anwohner, darunter die Inhaberin des Friseursalons Camo an der Engelbosteler Straße, Monika Petrausch, selbst auf die Lauer gelegt und zwischen Anfang Februar und Anfang Mai die Fahrzeuge auf den Straßen gezählt. Allein von montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr kommen sie auf mehr als 100 Lkw über 7,5 Tonnen. Dazu käme der Verkehr vor 8 Uhr und in der Nacht, sagt Holger Jürries von der IG. „Das sind auch noch einmal etwa 100 pro Woche.“ Die Auflistung sei nicht repräsentativ, zeige aber eine Differenzierung nach Fahrzeugen, heißt es von der IG.

Besonders häufig rollen nach der Beobachtung der Anwohner Fahrzeuge der Spedition Ritter durch den Ort. „Wir haben mit den Spediteuren gesprochen und sie gebeten über Ausweichrouten in der Nacht nachzudenken“, sagt Perschel. Zudem werde man sich Anfang Juni mit der IG Stelingen zusammensetzen und sie über Handlungsspielräume informieren. Die Verkehrszählung der Anwohner wollte Perschel nicht kommentieren.

Von Linda Tonn

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