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Nachrichten Nachtflugverbot: Das sagen die Leser zur Entscheidung des Rats
Region Garbsen Nachrichten Nachtflugverbot: Das sagen die Leser zur Entscheidung des Rats
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18:00 06.07.2019
„Das sogenannte Alleinstellungsmerkmal des offenen Nachthimmels in Langenhagen und die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten sind reine Scheinargumente des Flughafens“, schreibt Leser Heinrich Nädler. Quelle: picture alliance / dpa
Garbsen

Die Stadt Garbsen soll mehr gegen die neue Nachtflugregelung am Flughafen Langenhagen protestieren. Das zumindest sagt der ehemalige Vorsitzende der Bürgerinitiativ (BI) Osterwald-Heitlingen. Die Leser geben ihm recht und pflichten auch unserem Kommentator, HAZ/NP-Redakteur Markus Holz, bei.

Zum Artikel Garbsen – es ist so still ... schon resigniert?“, erschienen in der Printausgabe am Sonnabend, 22. Juni, erreichten uns folgende Zuschriften:

„Scheinargumente des Flughafens“

Von Markus Holz wurde die wichtige Frage gestellt, warum es in Sachen Nachtflugbeschränkungen keine Absprachen mit Langenhagen und Burgdorf gegeben hat. In diesen Städten gibt es den Mut, effektive Nachtflugbeschränkungen zu fordern – und was kommt von Garbsen? Angst um den Verlust von Arbeitsplätzen kann es nicht sein. Ob ein Passagier nachts oder am Tag fliegt, die Arbeit, die er dadurch am Flughafen verursacht, ist immer die gleiche.

Hannover ist zwar der einzige Flughafen in Norddeutschland ohne Nachtflugverbot, doch was haben Norddeutschland oder der Flughafen Langenhagen davon? Werden Flüge nachts nach Langenhagen umgelenkt? Nein, denn die dann fälligen Bahnfahrkarten und die den Erholungswert mindernde nächtliche Bahnfahrt nach Hamburg oder Bremen wäre für den Reiseveranstalter mit hohen Zusatzkosten verbunden. Das sogenannte Alleinstellungsmerkmal des offenen Nachthimmels in Langenhagen und die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten sind reine Scheinargumente des Flughafens.

Garbsen, Langenhagen und Burgdorf sind die Anliegerkommunen des Flughafens. Jede Kette ist bekanntlich nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Das ist zum Beispiel Garbsen. Will die Mehrheit des Rates das wirklich? Ist es nicht besser, zu entscheiden, dass Garbsen sich den Forderungen von Langenhagen und Burgdorf anschließt und diese dabei auch unterstützen? Oder will man die Bewohner der nördlichen Stadtteile von Garbsen zu Bewohnern zweiter Klasse machen? Dann aber auch weg mit der Grundsteuer.

Heinrich Nädler, Osterwald

„Es ist fast wie in London!“

Zum wiederholten Male: Diese kritischen Nichtflieger und Nachtverbotkritiker sollten sich mal bei mir einfinden. 100 Meter entfernt von den Tag und Nacht befahrenen DB-Gleisen befinden sich meine Ruheräume, und nachts fliegen dagegen kaum wahrnehmbar die Boeings und Airbusflieger im Steigflug, noch im Gear-down-Modus, über das Dach hinweg. Wenn sich dann die Flieger der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von LTG 62 aufmachen und schon früh ihre Runden drehen, haben wir noch einen Turbo-Propsound dazu. Es ist fast wie in London-Heathrow!

Von den durchdringenden Sirenen der Feuerwehren, die wiederholt eine paar Schwerlastzüge auseinanderreißen müssen, weil die Fahrer gekocht haben oder abgelenkt ungebremst in den Vordermann gekracht sind, will ich gar nicht reden. Es ist eben ein Lebensrisiko, sich entweder mit den Lärmemissionen zu arrangieren oder alternativ zu Greta nach Schweden auszuwandern.

Manfred Koch, Wunstorf

„Brummen hat zugenommen“

Obwohl uns Menschen, die aus nördlicheren Stadtteilen Garbsens kommen, immer wieder sagen, wie schön ruhig es bei uns ist, haben wir den Eindruck, dass das tiefe Brummen hoch über uns sehr zugenommen hat. Das merken eher Gäste von außerhalb, die uns dann fragen, ob das mit dem Flughafen zusammenhängt.

Solange sich Wirtschaft und Politik darin einig sind, dass es in erster Linie um Wirtschaftlichkeit und Wachstum geht und nicht um Lebensqualität, wird sich daran auch nichts ändern! Ein „Totschlagargument“ in diesem Zusammenhang sind immer die Arbeitsplätze! Wenn dazu aber noch die gewählten Vertreter der eigenen Stadt so wenig für einen gesunden und gleichzeitig störungsfreien Nachtschlaf ihrer Bürger tun, ist das mehr als bitter und für mich völlig unverständlich!

Birgit Oelze, Auf der Horst

„Althusmann will Fakten schaffen“

Ein Schelm, wer denkt, dass Herr Minister Althusmann angesichts des (erfreulich) dramatischen Erstarkens der Grünen für seine Wirtschaftsklientel schnell noch Fakten schaffen will. Das erklärt auch die völlig unzureichende Reaktion der stark betroffenen, aber CDU-regierten Stadt Garbsen.

Volker Wittenhorst, Stelingen

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Unsere Übersicht über Berichte zum Thema Nachtflüge, Lärm und Betriebsgenehmigung finden Sie hier.

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