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Region Garbsen Nachrichten Garbsenerin designt mit Label Dryxx erweiterbare Taschen
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00:16 27.05.2019
„Man braucht Durchhaltevermögen“: Vor einem Jahr hat die Altgarbsenerin ihr Taschen-Label Dryxx gegründet. Quelle: Linda Tonn
Altgarbsen

Kathrin Potyka liebt es, wenn sie Probleme individuell und vor allem schlau lösen kann. Da wäre zum Beispiel die Sache mit der Tasche. „Vor allem Frauen haben immer eine dabei“, sagt sie. „Aber meistens ist sie entweder zu groß oder zu klein für den Anlass.“ Dieses Dilemma wollte die Altgarbsenerin in ihrer Abschlussarbeit an der Kunsthochschule in Hildesheim (HAWK) lösen. Herausgekommen ist eine Tasche aus gefaltetem Stoff, die sich einfach und schnell auf ein großes Volumen aufziehen kann – sogar ein großer Ordner und ein Laptop haben darin Platz. „Wenn man die Hände frei haben möchte, kann man den Gurt auch so platzieren, dass die Tasche zum Rucksack wird“, sagt die Designerin.

Label 2018 angemeldet

Zunächst stattete die 50-Jährige, die vor ihrem Studium als Kauffrau Bäder eingerichtet hat, nur sich und ihre zwei Töchter mit den erweiterbaren Taschen aus. „Aber dann haben uns immer wieder Leute darauf abgesprochen, die die Idee gut fanden“, sagt sie. Vor allem weil man durch die Größe der Tasche auch Plastiktüten einsparen ließen. Im vergangenen Jahr hat Potyka ihr Label Dryxx angemeldet – Dryxx, weil es sich anhört wie drück es“, sagt sie. Sie bietet die Taschen in verschiedenen Farben auf ihrer Internetseite an, ist auf Messen präsent und versucht sich in der hannoverschen Start-up-Szene einen Namen zu machen. Die Stoffe, Reißverschlüsse und Futter kommen von Herstellern aus Deutschland. Noch näht Potyka sie eigenhändig zusammen, eine Tasche kostet 169 Euro.

In einem Video erklärt Kathrin Potyka, wie ihre Tasche funktioniert.

„Man braucht Durchhaltevermögen“

Die faltbaren Kreationen der Altgarbsenerin werden am Sonnabend, 25. Mai, auch bei der „Dressed Underground“ Modenschau in Hannover auf dem Laufsteg präsentiert. 17 Designer und Start-ups aus der Region stellen bei Elfie & Ignaz, Oberstraße 8, in Hannover ihre Kollektionen vor. „Ich wurde gefragt, ob ich meine Taschen dort auch zeigen möchte. Das ist eine schöne Anerkennung“, sagt Potyka, die die Gelegenheit nutzen will, ihr Label in Hannover bekannter zu machen. Denn so stolz die 50-Jährige auch auf das ist, was sie in den vergangenen zwei Jahren auf die Beine gestellt hat, es sei schwierig, die Taschen zu vermarkten. 80 Einzelstücke hat sie bereits verkauft. „Man braucht Durchhaltevermögen“, sagt Potyka. Es suche schließlich niemand genau nach ihrem Produkt. Ab Juni sind die Taschen auch bei Optik Schade in Altgarbsen ausgestellt.

Die beste Vermarktungsstrategie sei an sein Produkt zu glauben, sagt die Produktdesignerin. Sie sei von ihrer Idee überzeugt und hätte mit der faltbaren Tasche sogar für sich selbst ein Alltagsproblem gelöst. Ein Vollzeitjob sei die Arbeit mit dem Label allerdings nicht, sagt Potyka. Sie könne sich auch gut vorstellen mit ihren Ideen in Unternehmen einzusteigen oder Kooperationen einzugehen. „Leben kann ich von der Tasche noch nicht“, gibt sie zu. „Ich bin gespannt, was da noch so kommt.“

Von Linda Tonn

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