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Nachrichten Garbsenerinnen wandern eine Woche in der Sahara
Region Garbsen Nachrichten Garbsenerinnen wandern eine Woche in der Sahara
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00:16 30.04.2019
"Einer Reise, die entschleunigt": Marina Schmidt (von links) hat gemeinsam mit Doris Cramer-Meisoll an der Wüstenwanderung von Ulrich Tietze teilgenommen. Quelle: Linda Tonn
Horst

Es ist die Weite auf, die Marina Schmidt immer wieder zu sprechen kommt. „Man blickt sich um und sieht nur Dünen. Und für einen Moment fühlt man sich komplett sorgenfrei.“ Eine Woche lang ist die Horsterin gemeinsam mit einer elfköpfigen Gruppe durch die Sahara gewandert. Ohne Telefon, Dusche und Toilette, Dromedare trugen das Gepäck, geschlafen wurde unter freiem Himmel. Seit knapp drei Wochen ist Schmidt wieder zurück in Garbsen, doch die Erinnerungen an diese außergewöhnliche Reise hängen noch nach. Angeboten hat die Wanderung Ulrich Tietze. Er ist Seelsorger in mehreren Garbsener Altenheimen und schon mehrfach in der Wüste gewandert. „Für mich ist eine solche Tour Seelenfutter“, sagt er. „Man ist umgeben von Stille und Unendlichkeit und kommt zu sich.“

Eine Woche lang ist die Gruppe gemeinsam mit Beduinen durch die Sahara gewandert. Quelle: Ulrich Tietze

Von Hannover ging es zunächst nach Frankfurt, dann mit dem Flieger nach Djerba in Tunesien und mit Jeeps bis nach Douz in die Wildnis. Wobei, „Wildnis“, will Teilnehmerin Doris Cramer-Meisoll die Sahara nicht nennen. „Wildnis sind für mich verschlungene Wege und Orte, die unübersichtlich sind“, sagt die Horsterin, für die es der erste Aufenthalt in der Wüste war. Sie habe die Weite völlig überwältigt. „Ich habe mich auch in keinem Moment unsicher gefühlt. Man ist nur umgeben von wunderschöner Natur“, sagt sie. Rund 80 Kilometer hat die Gruppe mit Teilnehmern aus ganz Niedersachsen innerhalb der sieben Tage bewältigt. Begleitet wurden sie von Beduinen und elf Dromedaren. Nur mit dem Nötigsten ausgestattet zu sein, sei für sie entschleunigend gewesen, sagt Schmidt. „Man merkt, wie wenig man braucht.“ Die Reisetasche mit Schlafsack und Isomatte wurde auf den Rücken der Tiere geladen, daher war das Gepäck der Wanderer bei 32 Grad im Sand eher leicht.

Eine Woche lang ist die Gruppe gemeinsam mit Beduinen durch die Sahara gewandert. Quelle: Ulrich Tietze

„Die Natur verändert sich ständig“, sagt Tietze, für den jede Wüstenwanderung neu und einzigartig ist. „Wenn es regnet, wird der Sand rot und überall blüht es.“ Mehrfach hat der Seelsorger ähnliche Touren angeboten und Menschen das Erlebnis in der Wüste näher gebracht. Von 38 bis Mitte 70 reichte in diesem Jahr die Altersspanne der Teilnehmer „Auch wenn man nicht gläubig ist, ist die Wüste ein Ort, der inspiriert“, sagt er. Viele hätten Tagebuch geschrieben, während der Woche sei die Gruppe zusammengewachsen. Schmidt und Cramer-Meisoll wollen in jedem Fall ein zweites Mal in die Wüste reisen, auch für Tietze steht die nächste Wanderung schon fest: „Im Oktober 2020 bin ich im Ruhestand. Das ist ein guter Zeitpunkt.“

Von Linda Tonn

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