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Region Garbsen Nachrichten Erschließung des Wohnbaugebiets Neue Mitte hat begonnen
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18:00 20.08.2019
Die Erschließung des neuen Wohnquartiers zwischen Europaallee und Meyenfelder Straße hat begonnen. Quelle: Linda Tonn
Garbsen-Mitte

Seit dieser Woche liegen auf der Freifläche zwischen Europaallee und Rathausplatz dicke Betonrohre, Bagger tragen den Boden ab, erste Leitungen ziehen sich über die Erde: Die Erschließung für das Wohnbaugebiet Neue Mitte, mit dem 240 neue Wohnungen entstehen sollen, haben begonnen. „Als erstes sorgen wir dafür, dass das Baugebiet an die Kanalisation für Regen- und Schmutzwasser angeschlossen wird“, sagt Sven Kuschla, technischer Leiter der Stadtentwässerung. Außerdem werde eine Baustraße betoniert und die Versorgungsleitungen für Wasser, Gas und Strom verlegt. Am Dienstag haben Kuschla und Bauleiter Jürgen Bonk von der Firma Mittelweser Tiefbau Mitgliedern der Stadtverwaltung und dem Geschäftsführer des Wohnungsbau-Unternehmens, Helmut Kummer, die anstehenden Arbeiten erläutert.

Jürgen Bonk (Mittelweser Tiefbau, Dritter von links) erläutert Dirk Perschel (Zweiter von links), Bürgermeister Christian Grahl und Theo-Gerlach-Geschäftsführer Helmut Kummer (rechts) den Verlauf der Leitungen. Quelle: Linda Tonn

1,2 Millionen Euro für Erschließung

Die Arbeiten bereiten den Bau der vier Wohnhäuser auf der Fläche zwischen Europaallee und Meyenfelder Straße vor. Bis März des kommenden Jahres soll die Erschließung des Gebiets abgeschlossen sein, dann rollen die Bagger für den Bau der ersten zwei Wohnhäuser. 1,2 Millionen Euro kosten die vorbereitenden Arbeiten auf der Fläche, allein 900.000 Euro fließen in den Kanalbau, für den auch das Grundwasser abgesenkt werden muss. „Erst dann wird der Rohrraum ausgehoben“, erklärt Bonk. Sein Unternehmen kennt die Fläche in Garbsen-Mitte gut, in den Achtzigerjahren hat Mittelweser Tiefbau auch das Betonbecken an der Europaallee gebaut.

Die Herausforderungen an den Bauarbeiten, die sich bis auf den Rathausplatz ziehen, seien die große Tiefe und die bestehende Infrastruktur, erklärt Bonk. Denn um an die Anschlüsse zu gelangen, müssen Teile der Pflasterung auf dem Platz aufgebrochen werden. Vier bis fünf Arbeiter sind in die Erschließung eingebunden.

Bis Sommer 2022 sollen erste Wohnhäuser stehen

„Das Projekt ist auf einem guten Weg“, sagt Bürgermeister Christian Grahl. Vor mehr als drei Jahren hätten die ersten Entwürfe für den Wohnungsbau vorgelegen, jetzt ginge es los. Auf der knapp 19.500 Quadratmeter großen Fläche baut das Wohnungsbau-Unternehmen Theo Gerlach in zwei Bauabschnitten vier Wohninseln – viergeschossige Bauten aus Klinkersteinen mit begrünten Innenhöfen und ebenerdigen Garagen, in denen Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen Platz finden. Bis Sommer 2022 sollen die ersten beiden Gebäude an der neuen Verbindungsachse zwischen Europaallee und Rathausplatz stehen. Die Kosten: 68 Millionen Euro. Für das Bauprojekt hat sich Theo Gerlach die Wohnungs-Genossenschaft Herrenhausen (WGH) mit ins Boot geholt. Sie hat zwei der Gebäude gekauft und will insgesamt 130 Mietwohnungen in verschiedenen Größen anbieten.

Einstimmig haben der Ortsrat Garbsen, der Ausschuss für Stadtentwicklung und der Rat der Stadt Garbsen sowohl dem Flächennutzungsplan als auch dem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan zugestimmt. Damit hat das Unternehmen Theo Gerlach grünes Licht für den Bauantrag. „Es ist wichtig, dass in Garbsen neuer Wohnraum entsteht, deshalb stimmen wir den Vorlagen zu“, sagte der Fraktionsvorsitzende der CDU, Heinrich Dannenbrink. Ähnlich begründete die SPD-Fraktion ihre Zustimmung.

Das ist der Zeitplan für die Bauarbeiten

Bis Ende 2019 sollen die Erschließungsarbeiten auf der künftigen Baufläche abgeschlossen sein, sagt Sven Kuschla, der technische Leiter der Stadtentwässerung. Eine erste Einschränkung für Autofahrer wird es bereits in den Herbstferien geben: Dann wird das Baugebiet an das Regenrückhaltebecken an der Europaallee angeschlossen. Dafür werde die Straße gesperrt. Ab Januar 2020 wandern die Arbeiten auf den Rathausplatz: „Wir müssen Leitungen für Schmutzwasser und Regenwasser verlegen, um das neue Baugebiet an die Kanalisation am Rathausplatz anschließen“, sagt Kuschla. Zunächst wird der Platz entlang der Häuserreihe mit Ärztehaus, Pizzaservice und Wettbüro teilweise aufgerissen. Die Anlieger würden rechtzeitig informiert, sagt Kuschla. Mehr als fünf Meter tief müssen die Bauarbeiter graben, um die Leitungen zu verlegen. In einem zweiten Schritt wird eine Leitung für Schmutzwasser quer über den Platz zu einem Anschluss vor dem Kino verlegt. „Wenn das Wetter mitspielt, könnten wir bis März 2020 fertig sein“, so Kuschla. Während der Bauarbeiten werde der Rathausplatz erreichbar bleiben, auch der Parkplatz auf der Brachfläche könne genutzt werden.

Das Unternehmen Theo Gerlach wird im Herbst 2019 den Bauantrag für das Quartier stellen. Voraussichtlicher Baubeginn sei im Sommer 2020, so Geschäftsführer Hartmut Kummer. „Den ersten Bauabschnitt wollen wir im Sommer/Herbst 2022 fertigstellen.“ Verzögerungen seien allerdings nicht ausgeschlossen. ton

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