Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Clownswohnung eröffnet im Stadtteil Auf der Horst
Region Garbsen Nachrichten Clownswohnung eröffnet im Stadtteil Auf der Horst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 02.05.2019
Treffen sich in der neueröffneten Clownswohnung: Clown Fussel (von links), Franziska, Lara (beide 7), Clownin Penella und Cem (7). Quelle: Jutta Grätz
Auf der Horst

Mehr als 20 Kinder tummeln sich in den Räumen an der Skorpiongasse 33. Sie sitzen im Halbrund einer bunten Manege, sie applaudieren, lassen sich auf die Späße von zwei Clowns ein, tanzen mit Masken im Schwarzlicht. Die drei Zimmer, Küche, Bad sind keine normale Wohnung: Dort sind am Freitag Tino Poltermann alias Clown Fussel und Clownin Penella (Katja Kraus) eingezogen.

Kinder können Clowns besuchen

Ab Montag, 6. Mai, öffnet die Clownswohnung einmal wöchentlich. Vormittags von 10 bis 12 Uhr können Kinder aus Garbsener Kitas und Schulen die Clowns in ihrer Wohnung besuchen. Ab 16 Uhr sind die Räume ein Treffpunkt für Familien und Initiativen aus dem Stadtteil. Das Konzept: Die Clowns inspirieren die jungen Besucher, sich kreativ auszuleben. Theaterspiele und Zirkusclown-Training stehen genauso auf dem Plan wie Waffeln backen und Lieder singen.

Projekt soll Kinder und Familien stärken

Die Region Hannover fördert das Projekt mit 26.000 Euro. Das Ziel: sozial benachteiligte Familien unterstützen, für Kinder gleiche Chancen schaffen und zwar früh und niedrigschwellig. Das Projekt sei im Netzwerk „Frühe Hilfen – frühe Chancen“ eingebunden und unterstütze Familien und Kinder in ihrem Umfeld, so Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region. Träger der Clownswohnung ist die Caritas, die auch die benachbarte Suchtberatungsstelle betreut. „Das Projekt kann nicht nur Raum für interkulturelle Begegnung bieten, sondern Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken“, sagt Tatjana Makarowski, Abteilungsleiterin Soziale Dienste bei der Eröffnung. Termine für Besuche nimmt das Team der Caritas ab sofort unter Telefon (05137) 78859 entgegen.

Stadt zahlt Miete und Nebenkosten

Die Stadt Garbsen unterstützt das Projekt, das sich an Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren richtet, für zunächst drei Jahre und übernimmt die Miete und Nebenkosten für die Wohnung. Der Freundeskreis Garbsen fördert ebenfalls – mit jeweils 5000 Euro in den nächsten drei Jahren. „Wir übernehmen die Kosten für das Material, das Clowns und Kinder brauchen“, sagte Helmut Buschmann vom Freundeskreis. „Egal ob Stoffe, Bastelpapier oder Mehl und Eier für Waffelteig.“ Die langfristige Förderung sei den Freundeskreis-Mitgliedern eine Herzensangelegenheit.

Die Premiere ist schon einmal geglückt: Fröhlich eroberten die Kinder aus dem Stadtteil die Clownswohnung. Während Franziska, Cem und Lara in den Kostümen stöberten und für Fotos mit den Clowns posierten, tanzten Sandro, Urhan und Saijd ausgelassen im Schwarzlichtraum. „Das ist echt cool hier“, fanden die Jungen. Und Clown Fidolo, alias Horst Schneider, der das Konzept mit seiner Frau Anne entwickelt hat, schaute sich ebenso zufrieden in den Räumen um wie Antje Stiller vom Jugendtreff Mars-Point. „Alles, was den Stadtteil bunter macht, ist willkommen“, sagte sie.

Von Jutta Grätz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ob Collie oder Mops: Zugelassen sind beim Jederhundrennen des Windhund-Rennvereins Hannover am Mittwoch, 1. Mai, alle Rassen außer Windhunden. Beginn ist um 10 Uhr auf der Anlage an der Burgstraße.

29.04.2019

Ein 48-Jähriger Autofahrer ist am Sonntagmorgen von der Polizei gestoppt worden. Zuvor hatte er zwei junge Frauen gebeten, beim Einparken zu helfen. Er selbst sei dafür zu betrunken.

29.04.2019

Ach guck’ mal: Am Turm der Silvanus-Kirche in Berenbostel hängt seit einigen Tagen eine orangefarbene Rettungsweste. Damit will die Gemeinde auf das Schicksal von Flüchtlingen aufmerksam machen.

29.04.2019