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Region Garbsen Nachrichten Big Band verabschiedet sich von Bodo Schmidt
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11:15 24.08.2019
Der Maestro Bodo Schmidt bei einem Solo. Quelle: Markus Holz
Berenbostel

Es sind ganz sicher historische Momente am Freitagabend in der Rudolf-Harbig-Halle in Garbsen-Berenbostel: Auf der Bühne stehen am Ende fast 80 Musiker, etwa die Hälfte von denen, die einen Teil dieser einzigartigen 25-jährigen Big-Band-Geschichte in Berenbostel mitgeschrieben haben. Sie spielen, sie feiern, sie machen herausragend Musik, und sie verabschieden sich damit vom Big-Band-Gründer und Mentor Bodo Schmidt.

Keine Tränen

Der ganze Abend ist herausragend komponiert, musikalisch wie dramaturgisch. Als Bodo Schmidt nach mehr als vier Stunden auf die Uhr in der Sporthalle schaut, kann er kaum glauben, was er da gerade erlebt hat. Junge und jung gebliebene Musiker von der Anfangszeit bis heute polieren das Juwel, das es ohne ihn nicht gegeben hätte. Sie bringen unbändige Spielfreude mit, brillieren in ihren Soli, zeigen ihre ganze Wertschätzung für das, was sie in ihrer Schmidt-Zeit gelernt haben. Es soll ein Jubiläumskonzert werden, keine Abschiedsfeier. Tausend Töne, keine Tränen. Schulleiter Volker Herholt und Bürgermeister Christian Grahl halten sich darum extrem kurz. Schmidts Nachfolger Felix Maier nimmt sich etwas mehr Zeit für seine bewegenden Worte.

Nur Ortsbürgermeister Gunther Koch fällt wegen der Masse seiner Worte aus der Reihe, erntet laute Pfiffe, bleibt aber gelassen. „Bodo Schmidt hat hier ein einzigartiges Lebenswerk geschaffen“, sagt Koch und dankt dem Big-Band-Gründer mit Wein, Geld und dem Eintritt in den BBB-Förderverein.

Einfach nur Spaß haben

Schmidt hatte seit Weihnachten proben lassen. 50 Ehemalige wie Christopher Spintge, Thilo Streichert, Tim Kagel, Martin Wendt, Schmidts Sohn Lennart und Hanna Jursch hatten sich auf seinen Aufruf gemeldet, verstaubte Instrumente vom Dachboden geholt und wieder wie früher unter dem Taktstock des Altmeisters geprobt. Sie improvisieren, wetzen kleine Pannen aus, genießen und vermitteln den mehr als 1000 Zuschauern, dass ihnen solche Musik einfach nur Spaß macht.

Besonders beeindruckend ist die Klasse der Stimmen an diesem Abend: Jursch, Caroline Cohrdes, Jasmin Russe, Christina Hein, Martin Wendt, Gregor Chwila, Johnny Bahnowski, Isabelle Nagel – fast alle ehemaligen Stimmen sind da. Die aktuelle Frontfrau, Greta Söderberg (15), muss sich hinter keinem ihrer Vorgänger verstecken. Sie hat wie alle anderen in diesem Alter unter Bodo Schmidt ihr Potenzial entdeckt und immer weiter ausgebaut. Da kommt noch mehr.

„Ich bin so glücklich“

Mittendrin hält Schmidt ergriffen inne und umarmt seinen Nachfolger Felix Maier mit den Worten: „Ich bin so glücklich, dass du da bist.“ Herzliche Momente schmücken diesen Abend der Tausend Töne, auch dank Hans Wendt. Der Posaunist und Weggefährte hat eigens für das Konzert „Proud Bodo“ (stolzer Bodo) komponiert. Zu Recht.

Lesen Sie auchdas große Abschiedsinterview: „Die letzten Takte mit Bodo Schmidt“.

Von Markus Holz

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