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Nachrichten "Popöchen"-Song: Alfred Zucker aus Garbsen startet als Ballermann-Sänger durch
Region Garbsen Nachrichten "Popöchen"-Song: Alfred Zucker aus Garbsen startet als Ballermann-Sänger durch
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14:51 15.07.2019
Seine Lebensgefährtin Sabrina Thiere hat Daniel Warda alias Alfred Zucker in Mexiko kennengelernt. Nun leben die beiden in Osterwald. Quelle: Gerko Naumann
Osterwald

Mit dem ersten Refrain hat Ballermann-Barde Alfred Zucker das Publikum im Festzelt beim Schützenfest in Osterwald Unterende auf seiner Seite: „Hallo, Halli-Hallo-Hallöchen, ich weiß genau, ich liebe dein Popöchen“, singt er – und klatscht sich zur anschaulichen Untermalung selbst auf den Hintern. Viele im Publikum machen es ihm nach, den eingängigen Text können hier alle auswendig mitsingen.

Er tourt von Party zu Party

Kein Wunder, findet Daniel Warda – wie Alfred Zucker im richtigen Leben heißt. „Popöchen ist einfach ein guter Song, der ins Ohr geht“, sagt er selbstbewusst und nimmt auf dem Balkon seiner Wohnung in Osterwald einen Schluck Kaffee. Seit einigen Monaten lebt Warda mit seiner Lebensgefährtin Sabrina Thiere in dem Garbsener Stadtteil. Im Sommer wird er den aber nur selten sehen. Denn Warda hat vor etwas mehr als einem halben Jahr eine Karriere als Partyschlager-Sänger begonnen. Deshalb tourt er die nächsten Wochen von einer Ballermann-Party zur nächsten und tritt in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg auf.

Und für diese Konzerte hat sich Warda die Kunstfigur Alfred Zucker ausgedacht. Die trägt einen auffälligen Zylinder und ein Sakko und ist immer gut gelaunt, beschreibt Warda sein Alter Ego. „Alfred ist etwas korpulent, ein bisschen tollpatschig und immer leicht angetrunken“. Parallelen zum Original? „Tollpatschig bin ich eigentlich nicht“, sagt Warda lachend. Der Plan für seine Ballermann-Karriere entstand – wie könnte es anders sein – auf Mallorca. Dort war er mit seiner Freundin im Urlaub, die ihn eines abends mit dem Satz provozierte: „Du wärst doch zu blöd, einen Mallorca-Text zu schreiben.“

Der Zylinder ist das Markenzeichen von Alfred Zucker. Quelle: privat

Aus einem Scherz wird Alfred Zucker

Diesen Seitenhieb wollte Warda nicht auf sich sitzen lassen, sein Ehrgeiz war geweckt. „Ich habe die ganze Nacht gegrübelt“, erinnert er sich. Kurze Zeit später stand für den Osterwalder fest: Aus einem nächtlichen Scherz soll tatsächlich seine berufliche Zukunft werden. Bühnenerfahrung hatte der 32-Jährige, der aus dem Ruhrgebiet stammt, vorher schon reichlich gesammelt. Nach einer Ausbildung als Industriekaufmann arbeitete er lange erfolgreich als Messemoderator.

Viel Konkurrenz im Musikgeschäft

Seit September 2018 ist Alfred Zucker nun Wardas Hauptberuf. Der 32-Jährige gibt offen zu, dass der Weg zum Erfolg im Musikgeschäft steinig sein wird – zumal es reichlich Konkurrenz gibt. Allein für ein professionelles Video für seine Single „Popöchen“ musste er rund 3000 Euro investieren. Um den Song auf Mallorca bekannt zu machen, hat Warda alles gegeben: „Ich bin den Ballermann fünf Wochen lang sechs Stunden pro Tag mit einem Lautsprecher rauf- und runtergelaufen und habe meinen Song laufen lassen.“ Eines Tages wäre er deshalb sogar beinahe im Gefängnis gelandet – dem guten Spanisch seiner Freundin habe er zu verdanken, dass es nicht so weit kam.

Beim Schützenfest in Osterwald Unterende mischt sich Daniel Warda alias Alfred Zucker unter seine neuen Nachbarn. Quelle: Gerko Naumann

Dieser Einsatz hat sich gelohnt: Zufällig bekam Lorenz Büffel, einer der großen Stars der Partyschlager-Szene, in der Kneipe Bielefelder Pilsstübchen auf Mallorca Wind von Wardas Lied und fand nach einigen Durchläufen Gefallen daran. „Er hat mir gesagt, ich wäre ein cooler Typ. Und er hat mir Tipps gegeben, was ich noch besser machen kann“, berichtet Warda. Er hofft, in Zukunft selbst regelmäßig auf den großen Bühnen der Partyinsel auftreten zu dürfen.

„Ich ziehe das durch“

„Ich will in die A-Liga“, sagt der 32-Jährige. Deshalb schreibt er fleißig an neuen Texten. „Oft kommen mir die Ideen unter der Dusche“, sagt Warda. Ob ein Hit dabei ist wird sich zeigen. Eine Alternative zum Erfolg als Sänger gibt es aus seiner Sicht ohnehin nicht: „Ich ziehe das jetzt komplett durch.“

Von Gerko Naumann

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