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Region Garbsen Nachrichten Filmhund „Lassie“: Vorfahren des Collie kommen aus Garbsen
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16:00 13.02.2020
Collie Bahra lebt bei Familie Hinderlich in Osterwald. Die Hündin ist die Großmutter von Bandit, der im aktuellen „Lassie“-Film zu sehen ist. Quelle: Linda Tonn
Osterwald

Die Liebe zu Collies kam beim Ehepaar Hinderlich durch Lassie, der beliebten Hündin aus der gleichnamigen Fernsehserie, die in Deutschland ab Ende der Fünfzigerjahre über die Fernsehbildschirme flimmerte. „Collies sind wunderbare Tiere“, sagt Petra Hinderlich. „Sie sind elegant und lernen schnell.“

Ein wahrer Lassie-Boom sei damals ausgebrochen, sagt Hinderlich. „Alle wollten einen Collie.“ Das könnte sich jetzt wiederholen, denn in der kommenden Woche kommt eine Neuverfilmung der Geschichte um die treue Hündin in die deutschen Kinos. Das Ehepaar Hinderlich wird sich den Film ganz genau anschauen, schließlich ist mit Filmhund Bandit der Enkel ihrer Hündin Bahra auf der Leinwand zu sehen.

„Wir sind sehr stolz, dass es ein Nachfahre aus unserer Zucht so weit geschafft hat“, sagt Hinderlich. Nie hätte sie gedacht, dass Bahra einmal die Oma von Lassie werde. Die zwölfjährige Hündin ist schon ein wenig betagt, das Fell zeigt graue Stellen, gerade hat sie eine verletzte Pfote.

Filmhund Bandit stammt aus einer Zucht in Menslage, im Norden von Osnabrück. „Seine Züchterin Doris Rode-Rosga hat mir vor einigen Jahren Clara abgekauft“, erzählt Hinderlich. „Sie war sofort verliebt.“ Clara war ein Welpe aus dem sogenannten C-Wurf, dem dritten von Hündin Bahra, die in Osterwald geblieben ist. Bandit, der nun durch einen Zufall den Sprung ins Filmgeschäft geschafft hat, wurde am 28. Juni 2017 geboren.

Über Facebook in Kontakt mit Collie-Besitzern

Über eine eigens dafür eingerichtete Facebook-Gruppe ist die ehemalige Collie-Züchterin Hinderlich noch immer mit den vielen Hundebesitzern in Kontakt, bei denen die Tiere aus ihren Würfen ein Zuhause gefunden haben. „Ein Collie lebt sogar auf Ibiza.“ In der Gruppe werden Neuigkeiten und Fotos ausgetauscht, immer wieder besuchen sich die Hundebesitzer gegenseitig.

„Man sieht die Ähnlichkeit“: Nico Marischka als Flo mit Collie Bandit in einer Szene des Films „Lassie – Eine abenteuerliche Reise“. Der Film kommt am 20. Februar in die deutschen Kinos. Quelle: Warner Bros. GmbH/dpa

Die Nachricht, dass Bandit im Kino die neue Lassie verkörpere, habe sich ganz schnell herumgesprochen, sagt Hinderlich. Die Osterwalderin kann sogar Ähnlichkeiten zwischen ihrer mittlerweile betagten Hündin Bahra und dem Rüden auf der Leinwand erkennen. „Vor allem die weiße Blesse auf der Schnauze ist gleich“, sagt sie. Die hätten bisher auch alle Lassie-Darsteller gehabt. Der Collie war zum ersten Mal 1943 gemeinsam mit Elisabeth Taylor auf der Kinoleinwand zu sehen, ab 1954 folgte die erste Fernsehserie. Sie wurde in den Neunzigerjahren neu aufgelegt. 2015 wurde Lassie zur Zeichentrickfigur.

Lassie wird von Rüden gespielt

Übrigens: Die Hündin wurde bislang immer von Rüden gespielt. „Rüden sind ein wenig kräftiger“, weiß Hinderlich. „Und ihr Fell ist in jedem Fall telegener.“ Gern wäre sie mit Bahra zur Filmpremiere nach Berlin gereist. „Aber für die Oma von Lassie war da wohl kein Platz.“ Die Osterwalderin wird sich den Film mit ihrem Mann im Kino in Garbsen ansehen – und das auch ohne tierische Begleitung.

Info: Das Cinestar Garbsen bietet am Sonntag, 16. Februar, um 14.30 Uhr eine Vorabvorstellung des Films „Lassie – eine abenteuerliche Reise“ für Familien an. Die Karten kosten 10 Euro. Offizieller Filmstart ist am Donnerstag, 20. Februar.

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Von Linda Tonn

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