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Region Garbsen Nachrichten Vier Betrugsversuche scheitern
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16:51 16.05.2017
Von Markus Holz
Enkeltrick-Betrüger sind in der Region aktiv - vor allem ältere Menschen sind potenzielle Opfer. Quelle: Symbolbild/Julian Stratenschulte/dpa
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Garbsen/Langenhagen/Misburg

Die Polizei hat bisher vier Fälle allein von Dienstag dokumentiert, weil sich die Angerufenen an die Polizei gewandt haben: Kurz nach 10 Uhr ging ein Anruf an der Haßlocher Straße in Langenhagen ein, gegen 11.30 Uhr am Steinrosenweg in Misburg-Nord, kurz vor 12 Uhr in einer Wohnung am Dornröschenweg in Garbsen-Mitte und zuletzt kurz nach 12 Uhr an der Anderter Straße in Misburg-Nord. Das Schema war immer das gleiche.

Vier Mal meldeten sich angebliche Enkel per Telefon bei ihren vermeintlichen Großeltern und gaben an, in einer misslichen Lage zu stecken. Während ein 76-Jähriger die Tatverdächtigen direkt abblockte, indem er die Tarnung gleich nach der Begrüßung schon anhand der Stimme aufdeckte, forderten die unbekannten Täter - offenbar sowohl Frauen als auch Männer - in drei weiteren Anrufen Summen in fünfstelliger Höhe.

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Ein 88 Jahre alter Langenhagener beendete das Gespräch mit den Worten: "Ich überweise". Die Absicht, das tatsächlich zu tun, hatte der Mann nie, schreibt die Polizei. Bei zwei verabredeten Übergaben in Garbsen und Misburg erschienen die falschen Enkel nicht.

Da solche falschen Enkel immer wieder versuchen, an die Ersparnisse insbesondere älterer Mitbürger zu gelangen, gibt die Polizeidirektion Hannover folgende Tipps:  

-Misstrauisch werden, wenn sich der Anrufer am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.

-Auflegen, sobald der Anrufer Geld fordert.

-Wer sicher gehen will, ruft seinen Enkel unter der ihm bekannten Nummer zurück.

-Keine Details nennen zu familiären oder finanziellen Verhältnissen.

-Niemals Geld an unbekannte Personen übergeben.

-Sofort die Polizei über die 110 informieren, wenn der Anruf verdächtig erscheint. Wenn sichtbar, die Nummer des Anrufers notieren.

-Wer Opfer geworden ist, sollte unmittelbar Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten.