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Region Garbsen Nachrichten Berenbosteler feiern das 15. Brunnenfest
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00:36 30.05.2018
Treffen sich beim Brunnenfest am Dorfplatz: Frank Bähre (von links), Denise Gröger, Christian Grahl, Werner Baesmann, Adolf Schäfer, Dieter Roggenkamp und Andreas Schiewe.
Treffen sich beim Brunnenfest am Dorfplatz: Frank Bähre (von links), Denise Gröger, Christian Grahl, Werner Baesmann, Adolf Schäfer, Dieter Roggenkamp und Andreas Schiewe. Quelle: Jutta Grätz
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Berenbostel

„Wasser marsch“ heißt es am Sonntag um kurz nach 11 Uhr am Dorfplatz Berenbostel: Das Wasser fließt wieder aus dem Findling, den Bildhauer Oliver Pohl gestaltet hat und der an die 800-Jahr Feier Berenbostel 2006 erinnert. „Das war damals eine Gemeinschaftsleistung vieler Vereine“, sagt Ortsbürgermeister Werner Baesmann bei der Eröffnung des 15. Brunnenfestes. Mehr als 8000 Euro hat der Stein gekostet. Seit einigen Jahren ist auch das Brunnenfest eine Gemeinschaftsleistung von drei aktiven Vereinen: Heimatverein, Feuerwehr und Schützen organisieren, bauen Bratwurstbuden auf, grillen, backen Torten, betreiben Stände.

Erstmals in diesem Jahr unterstützen die Mitglieder des Musikkorps Berenbostel um Frank Bähre. „Der Zusammenhalt in Berenbostel ist gut – und nur gemeinsam sind wir stark“, sagt er. „Ein Verein kann das nicht mehr schaffen“, sagt Baesmann. „Die Vereine müssen zusammenarbeiten.“ Wie gut das klappt, sehe man am aufgefrischten Nikolausfest. Das Brunnenfest ist, wie der Findling, eines der Kinder des rührigen Politikers, der auch Vorsitzender des Heimatvereins ist. Beide Feste sollten den zentralen Platz vor Jahren attraktiver machen.

„Berenbostel muss sich weiterentwickeln“

Berenbostel beleben, das ist Baesmann eine Herzensangelegenheit: „ Seit der Auflösung der WIR, der Interessengemeinschaft der Händler, ist Berenbostel fast tot“, sagt der Ortsbürgermeister. Es gebe kaum noch inhabergeführte Geschäfte und wenig Engagement der Geschäftsleute für den Stadtteil. „Wir müssen Berenbostel dringend weiterentwickeln und vor allem die Rote Reihe beleben.“ Dabei hat Baesmann die Berenbosteler Bürger ebenso im Blick wie die künftigen Studenten, die ab 2019 in Sichtweite am Campus lernen werden. „Wir brauchen interessante Geschäfte und auch so etwas wie Studentenkneipe“, sagt der Ortsbürgermeister. „Ich suche noch jemanden, der das mit mir auf die Beine stellt“, sagt er und appelliert an die Berenbosteler Händler.

Beim Brunnenfest kam Baesmann gar nicht heraus aus dem Händeschütteln: Er feierte am Sonntag seinen 72. Geburtstag. Der Musikkorps spielte ihm ein Ständchen, Bürgermeister Christian Grahl gratulierte mit Blumen. „Ich bin beeindruckt vom Engagement der Vereine hier“, sagte Grahl. „Das Brunnenfest ist ein fester Termin in unserem Kalender“, sagt Besucher Karl-Heinz Wiesel. „Hier treffen wir Freunde und Bekannte – auch ohne Verabredung“, sagt seine Frau Ruth.

Von Jutta Grätz