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Region Burgwedel Nachrichten Westerfeldhalle ist jetzt ein Hingucker
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00:20 11.08.2018
Phoebe (12) während der Sprayaktion vor der Seitenwand der Westerfeldhalle. Quelle: PRIVAT
Wettmar

 Es war einmal eine unansehnliche Uralt-Sporthalle am Ende der Westerfeldstraße mit hässlichen Schmierereien auf gelblichen Beton-Außenwänden, die dringend eines neuen Anstrichs bedurfte. Das ist nun Vergangenheit: Jetzt ist die Westerfeldhalle ein farbenfroher Hingucker mit künstlerischem Anspruch. 15 bis 20 Kinder und Jugendliche haben sich die Fassade während der Sommerferien vorgenommen – gemeinsam mit dem hannoverschen Diplomkünstler Philipp von Zitzewitz. Und mit etlichen Eimern Fassadenfarbe und mehr als 200 Spraydosen.

„Dass das so cool werden würde, hatten wir nicht gedacht“, damit meint die 16-jährige Schülerin Fiona nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Schaffensprozess. Als sie sich gemeinsam mit ihrer Freundin Anja (17) zu der Graffiti-Aktion in Wettmar anmeldete – beide zeichnen gerne – hätte sie nie zu hoffen gewagt, dass sie so professionelle Anleitung bekommen und dann auch selbst mit eigenen Entwürfen loslegen könnten. Auf der Skateranlage auf der Ramhorst wurden als erste praktische Übung mit der Spraydose Augen gesprüht. Es folgten kreative Arbeitssitzungen. Die möglichst sportliche Gestaltung der Stirnwand – so der Wunsch des Ortsrates – war die große Herausforderung. Flüchtig aufs Papier geworfene Entwürfe wurden abfotografiert, mit dem Smartphone zu einem Ganzen montiert. Die 12-jährige Phoebe hatte die Idee, die Ansicht durch ein Wabenmuster zu strukturieren. Dieses verstärkt nun auf der Stirnwand den 3-D-Effekt der überlebensgroßen Sportler: Badmintonspielerin und Schwimmer, Flamencotänzerin, Judoka, ein Turner an den Ringen.

„Das kann sich sehen lassen“, fand Bürgermeister Axel Düker, als die Fassadenkunst am Dienstagabend offiziell vorgestellt wurde. Ortsbürgermeister Erwin Fette und Jugendpfleger Uli Appel waren da. Bei Hausmeister Klaus Fieber und Heiner Gremmel vom Bauhof bedankte sich von Zitzewitz für deren unbürokratische Hilfe: Mehrfach ein Baugerüst auf- und abgebaut zu bekommen, das erlebe er eher selten.

Fünf der jungen Graffiti-Künstler waren der Einladung gefolgt und waren erkennbar stolz auf ihre Arbeit. Auch die Flächen unter dem Fensterband auf der Wand zum Kindergarten hin haben sie umgestaltet – mit Comic-Helden wie Bart Simpson, Kater Sylvester, Schwammkopf und Garfield. „Die Kita-Kinder freuen sich jeden Morgen darüber“, verriet Jugendpfleger Uli Appel.

Das Ganze hat laut Verwaltung kaum mehr gekostet, als wenn ein Betrieb mit einem neuen Anstrich beauftragt worden wäre, das hatte Ideengeber Martin Koschitzki vom Amt für Gebäudewirtschaft vorab ermittelt. Düker brachte deshalb schon mal die Außenwand des Freibad-Gebäudes für die nächste Sprayaktion ins Gespräch. „Das wäre ideal. Dort würde die Kunst von vielen Tausend Menschen gesehen.“

Von Martin Lauber

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