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Nachrichten Pitbull-Attacke: Polizei ermittelt Halterin
Region Burgwedel Nachrichten Pitbull-Attacke: Polizei ermittelt Halterin
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00:18 11.02.2019
Die Polizei ermittelt gegen die Hundehalterin wegen fahrlässiger Körperverletzung. Quelle: Archiv
Großburgwedel

Die Polizei hat die Frau ermittelt, deren nicht angeleinter Pitbull am späten Dienstagabend am E-Center in Großburgwedel einen deutlich kleineren Mops attackiert und dabei dessen Halterin leicht verletzt hatte. Mehrere Zeugen hatten übereinstimmend Hinweise auf eine bestimmte Person gegeben und die Polizei so auf die richtige Spur gebracht. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die Halterin.

Burgwedeler: Pitbull hat bereits 2018 zweimal angegriffen

Wie jetzt bekannt wurde, war ihr Tier offenbar bereits in der Vergangenheit auffällig geworden. Ein Burgwedeler Hundebesitzer berichtete der Redaktion am Freitag von zwei Attacken auf seinen eigenen, deutlich kleineren und älteren Hund im Sommer vergangenen Jahr. Der Pitbull sei dabei „extrem ausgeflippt“. Nach Informationen dieser Zeitung handelte es sich dabei offenbar tatsächlich um denselben Pitbull wie nun bei dem Vorfall am E-Center.

Region will sich noch nicht äußern

Über die Angriffe hatte der Mann seinerzeit auch die Polizei informiert. Dort hatte er laut einer Behördensprecherin den Hinweis erhalten, dass eine Beißerei zwischen Hunden – ohne, dass ein Mensch verletzt wurde – eine rein zivilrechtliche Angelegenheit sei. Ob das Kreisveterinäramt damals involviert wurde, blieb gestern offen: Die Region Hannover wollte sich mit Hinweis auf die polizeilichen Ermittlungen dazu noch nicht äußern.

Grundsätzlich kann die Region die Gefährlichkeit eines Hundes feststellen und dann Maßnahmen wie Leinen- oder Maulkorbzwang anordnen. Das würde sich auch der Burgwedeler Hundehalter wünschen, der im vergangenen Jahr seine Erfahrung mit dem Pitbull gemacht hatte.

Genesungswünsche aus dem Rathaus

In der Stadt Burgwedel sind insgesamt 1735 Hunde gemeldet. Einen erhöhten Steuersatz („Kampfhunde-Steuer“) gibt es nicht. Die Stadtverwaltung bekundete am Freitag ein großes Interesse an der Aufklärung des aktuellen Vorfalles. „Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus der öffentlichen Berichterstattung sind wir sehr froh, dass die Beschäftigten des Marktes vor Ort waren und durch ihr beherztes Eingreifen scheinbar Schlimmeres verhindern konnten.“ Man wünsche sich, dass die verletzte Hundebesitzerin schnell genese und das Erlebte verarbeiten könne, hieß es aus dem Rathaus.

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