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Nachrichten Kleinburgwedel: Ex-Ortsbürgermeister Friedrich Nolte ist tot
Region Burgwedel Nachrichten Kleinburgwedel: Ex-Ortsbürgermeister Friedrich Nolte ist tot
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15:54 13.06.2019
Friedrich Nolte, langjähriger Ortsbürgermeister in Kleinburgwedel. Quelle: HAZ-Archiv
Kleinburgwedel

 Das Dorf trauert um ein Urgestein: Kleinburgwedels langjähriger Ortsbürgermeister Friedrich Nolte ist tot. Er starb 88-jährig am 9. Juni.

22 Jahre war er Ortsbürgermeister in Kleinburgwedel

Das Wohl seines Heimatortes Kleinburgwedel hatte Friedrich Nolte, den alle im Dorf nur Friedel nannten, stets am Herzen gelegen. Mit der Gebietsreform übernahm der Landwirt, der den elterlichen Hof an der Schulstraße weiterführte, politische Verantwortung. Von 1974 bis 2001 wirkte er für die CDU insgesamt 27 Jahre lang im Ortsrat mit, davon 22 Jahre lang als Ortsbürgermeister in vorderster Reihe.

Sein Weggefährte Friedhelm Leisenberg erinnert sich gern an Noltes knorrige, ehrliche Art. Dieser habe keine Hemmungen gehabt, auch auf Stadtebene das zu vertreten und durchzusetzen, was für Kleinburgwedel gut gewesen sei. Dabei sei er keiner Diskussion aus dem Weg gegangen, habe aber auch klar gesagt, wenn genug geredet gewesen und es an der Zeit sei, etwas anzupacken. Und anpacken, das habe Nolte auch gekonnt: „Er war ein Macher“, so Leisenberg.

13 Jahre lang leitete Friedrich Nolte die Ortsfeuerwehr

Das kam besonders bei der Feuerwehr zum Tragen, neben dem Ortsbürgermeister-Amt und der Arbeit mit dem Vieh und auf dem Feld Noltes weitere Berufung. 55 Jahre lang war er Mitglied der Ortsfeuerwehr, die er von 1975 bis 1988 als Ortsbrandmeister leitete. Sein damaliger Stellvertreter Friedhelm Leisenberg erinnert sich noch genau an den Bau des neuen Feuerwehrhauses in Eigenleistung unter Noltes Regie: „Er war der erste, der die Maurerkelle schwang.“ Auch dass Kleinburgwedel ein neues Feuerwehrfahrzeug erhielt, das den alten Opel Blitz ersetzte, sei Nolte zu verdanken gewesen. Dieser wurde schließlich zum Ehrenortsbrandmeister ernannt.

Auch im Alter nahm Friedrich Nolte noch rege am Dorfleben teil, solange es seine Gesundheit zuließ – ob beim Schützenverein, dem er insgesamt 69 Jahre lang angehörte, oder in der Männerklönrunde. Er hinterlässt seine Lebensgefährtin Waldtraut und Sohn Frank. Sowohl die Feuerwehr als auch die Schützen wollen Friedrich Nolte bei der Beerdigung am Freitag, 14. Juni, ab 13 Uhr die letzte Ehre erweisen.

Von Frank Walter

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