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Nachrichten Auf Tour mit Lastenrad Hannah
Region Burgwedel Nachrichten Auf Tour mit Lastenrad Hannah
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00:21 16.11.2018
Fix unterwegs: HAZ Redakteur auf Testfahrt mit Hannah. Quelle: Carina Bahl
Großburgwedel,

Zugegeben, die ersten Meter waren – um es vorsichtig zu sagen – etwas ungewohnt. Gefühlt mindestens zwei Meter vor mir rollt ein kleines Rädchen, das nur sehr zögerlich auf meine Lenkversuche reagieren will. Etwas wackelig geht es über den städtischen Bauhof am Pappelweg. Fein, dass außer unserer Fotografin niemand meine ersten Rollversuche auf dem funkelnagelneuen Großburgwedeler Lastenrad Hannah gesehen hat. Seit Dienstag ist es fest in Großburgwedel stationiert und kann von jedermann kostenlos ausgeliehen werden.

Zurück zur Probefahrt: Nach zwei kleinen Runden läuft das Rad ruhig, reagiert auf meine mittlerweile etwas feinfühligeren Lenkbewegungen und nach einer weiteren Ehrenrunde verfliegt auch die anfängliche Unsicherheit. Spätestens nach fünf Minuten ist Hannah nichts weiter als ein ganz gewöhnliches Fahrrad. Genauso einfach zu fahren, wie jeder andere Drahtesel auch. Zeit für eine etwas größere Tour.

Nun ist Hannah ein nicht ganz gewöhnliches Gefährt mit Pedalen. Zwischen Lenker und Vorderrad befindet sich eine große Kiste, bereit allerlei Transportgut aufzunehmen. Schließlich ist Hannah ein Lastenrad und kein Sportgerät. Los geht es auf eine kleine Einkaufstour. Zwei Wasserkästen, dazu eine Einkaufstasche und noch ein wenig Kleinkram. Alles kein Problem. Hannah kann einiges transportieren. Und das beste: Schwerer wird die Fahrt mit dem zusätzlichen Gewicht nicht. Ein kleiner Elektromotor sorgt für den notwendigen Schub und treibt das Vorderrad an.

Hannah ist in Burgwedel angekommen: Bürgermeister Axel Düker (von links) und Steffen Timmann (ADFC) nehmen das Lastenrad von Timo Abert (Avacon) und Udo Sahling (Klimaschutzagentur) entgegen. Quelle: Thomas Oberdorfer

Dafür gibt es dann bald doch eine kleineres Problem. Beim Überqueren der Hannoverschen Straße lege ich einen Zwischenstopp auf der Mittelinsel ein. Keine gute Idee. Gleichgültig ob ich Hannah ein wenig nach vorne oder hinten bugsiere, eines der beiden Räder ragt immer ein Stück weit in die Straße hinein. Kein Wunder bei einer Gesamtlänge von über 2,50 Metern. Das nächste Mal warte ich wohl lieber auf eine größere Lücke im Verkehr und überquere die Straße dann in einem Zug. Ansonsten ist das Lastenrad erstaunlich leicht zu steuern und passt sogar zwischen den rot-weißen Bügeln hindurch, die beispielsweise am Eschenweg allzu flotte Fahrradfahrer stoppen sollen.

Zeit für den nächsten Test. Mit einem großen Sack Gartenabfälle geht es zurück zum Bauhof. Eine Abdeckplane auf der Transportkiste verhindert, dass das Laub schon unterwegs durch den Fahrtwind verteilt wird. Denn mit Hannah kann man richtig fix unterwegs sein. Bis 25 Stundenkilometer zieht der Motor das Rad kräftig nach vorne. Fährt man schneller, wird es sportlich. Der Motor schaltet sich ab und man ist ausschließlich auf seine Muskelkraft angewiesen. Bei einem Eigengewicht des Rades von über 40 Kilogramm eine durchaus schweißtreibende Angelegenheit. Da fährt man freiwillig ganz schnell wieder langsamer.

Und noch etwas hat unser kleiner Test gezeigt. Hannah ist ein echte Alternative, wenn es gilt, kleine Besorgungen zu erledigen. Bei den Stationen unserer gut sechs Kilometer langen Testfahrt durch Großburgwedel mussten wir immer mal wieder auf unsere Fotografin warten. Die hatte aber auch kein schickes E-Bike – sondern war mit dem Auto unterwegs.

Fakten zu Hannah

Mit einer Akkuladung hat Hannah eine Reichweite zwischen 30 und 80 Kilometern, je nach Stärke der Motorunterstützung. Das Gesamtgewicht des Rades darf 185 Kilogramm nicht überschreiten. Betreut wird das E-Bike von der Burgwedeler Ortsgruppe des ADFC. Stationiert ist es vor Denn’s Biomarkt, Hannoversche Straße 12 b. Der Verleih ist kostenlos. Gebucht werden kann das Rad für ein bis drei Tage über das Internet unter der Adresse www.hannah-lastenrad.de.

Von Thomas Oberdorfer

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