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21:04 26.09.2014
Von Martin Lauber
Foto: Eine ganze Reihe von neuen Vorschlägen zum Verlauf der Trasse ist am Freitag bekannt geworden. Sie tangiert nun auch neue Kommunen.
Eine ganze Reihe von neuen Vorschlägen zum Verlauf der Trasse ist am Freitag bekannt geworden. Sie tangiert nun auch neue Kommunen. Quelle: HAz Grafik
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Burgwedel

Wie in Altwarmbüchen, Großburgwedel und Mellendorf wurde am Freitagnachmittag wohl in allen Rathäusern entlang der Südlinktrasse auf http://suedlink.tennet.eu/trassenkorridore/ergeb nisse-projektdialog.html eine 15-MB-Datei runtergeladen: die zeichnerische Darstellung von Alternativkorridoren, die Tennet im November zusätzlich zu seiner Vorzugstrasse „Mitte-West“ bei der Bundesnetzagentur einreichen will. „Jegliche nachvollziehbare Bewertung der Linienführung der neuen Alternativtrassen fehlt“: Diese Grundsatzkritik von Thomas Chlouba vom Bürgerforum Burgwedel teilen alle Bürgermeister im Gebiet der Nordhannoverschen.

Die westlichste der neuen Varianten führt durch die bislang nur peripher betroffene Gemeinde Wedemark - quer durch die Hannoversche Moorgest mit ihren vier in Niedersachsen einzigartigen Hochmooren und über den landschaftsprägenden Brelinger Berg. Bürgermeister Helge Zychlinski (SPD) hat dafür nur einen Kommentar: „Das ist mit wenig Verstand geschehen.“ Die Varianten westlich und östlich der A 7 „müssen wir uns erst im Detail auf ihre Auswirkungen auf Mensch, Landschaft und Natur anschauen“.

Die Stadt Burgwedel ist bisher am stärksten betroffen vom Vorschlagskorridor, der zwischen Wettmar und Kleinburgwedel, Thönse und Oldhorst verläuft. Nun kommen zwei alternative Trassen östlich des Lahbergs durch das Hastbruchgebiet hinzu: eine zwischen Groß- und Kleinburgwedel, die dem Naturschutzgebiet Trunnenmoor zumindest sehr nahekommt; und eine entlang der A 7 zwischen Autobahn und Rossmann Richtung F.B., wo sie die A 7 mit einem Schlenker unterquert, um der Wohnbebauung auszuweichen. Möglich wäre so etwas nur mit Erdkabeln, die laut Pressemitteilung der Bundestagsabgeordneten aus dem Raum Hannover nun aber „mehr und mehr als gleichwertige Alternative“ diskutiert würden. Burgwedels Bürgermeister Axel Düker ist nicht unzufrieden: „Viele Einwände haben ihren Niederschlag gefunden“, sagt er.

Anders der Bürgermeister der Gemeinde Isernhagen, wo nun auch Alternativtrassen der Wohnbebauung in Stelle gefährlich nahekommen. Die Linien auf der Karte seien ohne Kriterien „nicht beurteilungsfähig“, sagt Arpad Bogya. Es könne sich auch um eine Verwirrtaktik von Tennet handeln, so viele neue Schlachtfelder aufzumachen.

Martin Lauber 26.09.2014
Martin Lauber 24.09.2014
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