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Region Burgwedel Nachrichten Ferienprojekt der Kunstschule Wedemark führt Kinder ins Leben der alten Römer ein
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08:06 11.07.2019
Auf Kommando formierten sich die kleinen Gladiatoren zur Schildkröte. Quelle: Lisa Otto
Fuhrberg

Sie tragen typisch römische Gewänder, ein Schwert und ein Schutzschild – derart ausgestattet zogen jetzt sieben- bis zwölfjährige Legionäre durch die Siedlung Waldgeist rund um eine alte Jagdhütte. Sie liegt zwar noch weit hinter dem Wasserwerk im Fuhrberger Wald, doch die Befehle des Centurio waren schon von Weitem zu hören. Und so formierten sich innerhalb von wenigen Sekunden die Legionäre, nachdem das Kommando „Schildkröte“ erklungen war.

Der Grund dafür ist das Sommerferienprojekt der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark. Unter dem Motto „Ave Caesar – Willkommen bei den Römern“ begaben sich 36 Kinder drei Tage lang auf die Spuren der Römer. „Bereits nach zwei Wochen war das Projekt ausgebucht“, sagte der Leiter der Kunstschule, Bernd Tschirch, zufrieden.

Kinder gestalten Schwerter und Schilder selbst

Mit Frank Fuhrmann fertigten die Jungen ihre eigenen Schwerter und Schilder an. Damit sich keiner verletzte, waren sowohl die Schwerter als auch ein Teil der Front der Schutzschilder mit einem Gummi gepolstert. Daneben stand aber auch noch viel Sportliches auf dem Programm. „Wir haben alles geübt, was römische Soldaten können müssen“, erläuterte Fuhrmann. Dies reichte von Liegestützen über Konditions- und Ausdauertraining bis hin zu Balanceübungen.

Von Kleidung bis Schmuckstücke

Für die passende Kleidung sorgte Anette Haller, unter deren Regie die Kinder römische Gewänder fertigten und sich ihre eigenen Efeukränze bastelten. Zudem gestalteten sich die Kinder ihre eigenen Legionärshelme in den unterschiedlichsten Farben. „Wir haben diese mit der Hilfe von Luftballons und Pappmaschee hergestellt“, erläuterte Teamerin Greta. Viel Freude hatten auch die achtjährige Mathilda und die zehnjährige Enna beim Basteln – allerdings beim Gestalten einer Schmuckschatulle. „Dort können wir dann alles verstauen, was wir in den vergangenen Tagen gemacht haben“, erzählte Mathilda. „Wir haben unterschiedliche Salben, Milchbäder und Lippenpflege selbst hergestellt“, zählte Enna auf. Und Mathilda ergänzte: „Wir haben aber auch Schmuck angefertigt.“ Dazu zählten unter anderem Ketten, Ringe und Armbänder. „Es hat mir alles sehr viel Spaß gemacht“, sagte die Achtjährige.

Wasserwerke unterstützen Sommerferienprojekt

Eine große Unterstützung erhielten die Mitarbeiter in diesem Jahr wieder von den Wasserwerken. Denn sie stellten nicht nur das Grundstück um die alte Jagdhütte zur Verfügung, sondern halfen auch bei den zahlreichen Vorbereitungen. „Wir arbeiten bereits seit gut 20 Jahren zusammen“, sagte Tschirch.

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