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Nachrichten Walnuss-Bäume für den Klimaschutz
Region Burgwedel Nachrichten Walnuss-Bäume für den Klimaschutz
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00:19 01.12.2018
Mitarbeiter des Bauhof Burgwedel packen bei der Aktion mit an.
Mitarbeiter des Bauhof Burgwedel packen bei der Aktion mit an. Quelle: Leonie Oldhafer
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Burgwedel

Zuwachs auf der Streuobstwiese der Stadt: Seit Mittwoch stehen auf der Fläche vor den Toren von Kleinburgwedel vier neue Wallnussbäume. Gepflanzt wurden sie von 30 Schülern des Gymnasiums samt Lehrerinnen und Schulleiter Robert Baberske sowie Vertretern der Klimaschutzagentur der Region Hannover, des Energieversorgers Avacon und Großburgwedels Bürgermeister Axel Düker. Die Bäume sollen die klimaschädlichen Folgen eines Kongresses in Großburgwedel ausgleichen.

Und das ist die Idee hinter dem Projekt: Die Großburgwedeler Energiewende-Veranstaltung im September mit rund 130 Teilnehmern stand ganz im Zeichen des Umweltschutzes in Burgwedel und Umgebung. Allerdings reisten fast alle Teilnehmer mit dem Auto an. Auch Getränke und Snacks wurden mit Transportern geliefert. Laut Berechnungen der Klimaschutzagentur wurden allein durch diese Veranstaltung etwa 500 Kilogramm umweltschädliche CO2 Emissionen verursacht.

Ganz selbstverständlich fuhren die Schüler und Lehrerinnen des Gymnasium mit dem Fahrrad und sparten so umweltschädliche Emissionen. Quelle: Leonie Oldhafer

„Dafür muss es einen Ausgleich geben“, sagt Udo Sahling, Geschäftsführer der Agentur. Deshalb sponsert die Firma gemeinsam mit Avacon die Aktion. Koordiniert wurde sie von Malte Schubert, Umweltkoordinator der Stadt Burgwedel: „Die Bäume und Pflanzen auf der Fläche bieten außerdem Lebensraum für einheimische Tiere“, sagt er. Rund zehn Jahre wird es dauern, bis die vier Bäume die durch die Energiewende-Veranstaltung erzeugten Emissionen kompensiert haben. Schubert holte für das Projekt auch das Gymnasium Großburgwedel mit ins Boot. Dort befassen sich gleich mehrere Arbeitsgemeinschaften mit Umwelt- und Klimaschutz.

Und auch das ist vorbildlich: Schüler und Lehrer reisten mit dem Fahrrad zur Pflanzaktion an. „Es ist bei uns Gang und Gebe, dass wir mit unseren Rädern unterwegs sind“, erklärt Lehrerin Kathrin Pangsy. Einen kleinen Wermutstropfen gab es am Ende dennoch: Klar, dass die Bäume mit einem Auto angeliefert wurden. Allerdings hatten sie eine recht weite Anreise, von einer Hamburger Baumschule nach Kleinburgwedel.

Von Leonie Oldhafer