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Region Burgwedel Nachrichten Thönser Eltern fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder
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17:49 22.01.2020
Auf ihrem Weg zu Schule müssen viele Grundschüler der Sonnenblumenschule die derzeit viel befahrene Neuwarmbüchener Straße überqueren. Quelle: Thomas Oberdorfer
Thönse

Die Arbeiten an der Thönser Ortsdurchfahrt haben erst vor wenigen Tagen begonnen, doch schon sorgt die Baustelle für reichlich Unmut im Ort. Die Thönser fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder, zumindest dann, wenn sie die Sonnenblumenschule an der Großburgwedeler Straße besuchen. Denn: Auf dem Weg zu ihrer Schule müssen viele Grundschüler die Neuwarmbüchener Straße überqueren – ohne dass dieser Übergang in irgendeiner Weise gesichert wäre.

Auch die Polizei ist bereits auf die Situation aufmerksam geworden. „Wir werden am Donnerstag- und Freitagmorgen in Thönse sein und dafür sorgen, dass die Kinder sicher zur Schule kommen“, kündigt René Lange, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes beim Polizeikommissariat Großburgwedel, am Mittwochnachmittag an. Für den Zeitraum ab Montag, 27. Januar, soll noch eine Lösung gefunden werden. „Wir werden Gespräche mit der Baufirma und der Verkehrsbehörde führen“, erklärt Lange.

Viel Verkehr auf der Neuwarmbüchener Straße

„Das ist schon richtig gefährlich“, sagt Schulleiterin Jeannine Schneider. „Ich habe in den vergangenen Tagen selbst zwei gefährliche Situationen auf meinem Weg zur Schule beobachtet“, berichtet sie. In beiden Fällen sind sich Autofahrer und Schulkinder im Kreuzungsbereich Neuwarmbüchener Straße/Großburgwedeler Straße in die Quere gekommen.

Zu dem Problem kommt es, weil derzeit am nördlichen Bürgersteig der Langen Reihe gearbeitet wird und der Gehweg nicht benutzt werden kann. Deshalb müssen die Schüler auf dem südlichen Bürgersteig zu ihrer Schule laufen und dabei die Neuwarmbüchener Straße kreuzen. Doch dort fehlt auf dem Fahrbahnbelag eine entsprechende Kennzeichnung für Fußgänger. Ist diese einmal überquert, ist der restliche Teil des Schulweges sicher. Direkt vor der Sonnenblumenschule können sie die Großburgwedeler Straße anschließend an der dortigen Fußgängerampel überqueren und so sicher zu ihrer Schule gelangen.

„Wir brauchen eine Fußgängerampel

„Wir brauchen während der Bauarbeiten eine Fußgängerampel im Kreuzungsbereich“, fordert Schneider und setzt sich für die Sicherheit ihrer Schüler ein. Und dabei wird sie aus der Elternschaft unterstützt. Der Vater eines Grundschülers hat sich inzwischen selber an die Region gewandt und auf die gefährliche Situation in Thönse hingewiesen. Pikantes Detail am Rande: Der Mann ist Polizist und als solcher mit Verkehrsproblemen bestens vertraut.

Keine Alternative ist es für die Grundschüler, die Lange Reihe über Bruchstraße, Am Heierpfuhl und Schmiedestraße zu umgehen. Zwar müssten sie dann die Neuwarmbüchener Straße nicht queren, allerdings ist der Weg durch die Straße Am Heierpfuhl nicht minder gefährlich. Die Straße ist eng, es gibt teilweise keine Bürgersteige. Außerdem wird sie derzeit von Autofahrern als Alternativroute zur Langen Reihe massiv genutzt und ist vor allem in den frühen Morgenstunden stark befahren.

So wie hier in Großburgwedel weist die Region an mehreren Stellen auf die gesperrte Thönser Ortsdurchfahrt hin. Quelle: Thomas Oberdorfer

Autofahrer nutzen Schleichwege durch Thönse

Denn: Trotz der Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt versuchen immer noch zahlreiche Autofahrer von außerhalb, auf Schleichwegen durch Thönse zu fahren. Genau das wollte die Region verhindern und hat im Vorfeld zwei Umleitungsstrecken ausgearbeitet und auch ausgeschildert.

Und das sind die Ausweichrouten: Eine führt Autofahrer ab der Bundesstraße 3 bei Schillerslage über die Landesstraße 383 durch Oldhorst nach Großburgwedel. Die andere Strecke leitet die Fahrer von Großburgwedel über Kleinburgwedel, Wettmar und Engensen nach Ramlingen zur B 3. In Thönse sind keine Ausschilderungen vorhanden. „Man geht davon aus, dass die Dorfbewohner wissen, wie sie die jeweiligen Bauabschnitte in der Ortschaft umfahren können“, sagt der Thönser Ortsbürgermeister Heinz-Theo Rockahr.

Ortsdurchfahrt wird in fünf Abschnitten saniert

Die Bauarbeiten selber werden sich in Thönse noch bis Ende des Jahres hinziehen. Die Ortsdurchfahrt soll in fünf Abschnitten saniert werden. Und das sind die geplanten Abschnitte.

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Von Thomas Oberdorfer

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