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Region Burgwedel Nachrichten Thönse: Kinder machen Fußgänger-Führerschein
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00:27 11.05.2019
Erst links, dann rechts und dann wieder links schauen und danach den Arm heben: Kontaktbeamtin Antje Schneider übt mit Finn (links) und Mattis den Zebrastreifen zu überqueren. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Thönse

Einen Führerschein wie die Großen halten zwölf Kinder des Thönser Kindergartens seit Mittwoch in ihren Händen. Und das macht sie stolz. Zurecht finden die Kontaktbeamtinnen Sina Lange und Antje Schneider vom Polizeikommissariat Großburgwedel. Sie übten mit den Fünf- und Sechsjährigen das Verhalten im Straßenverkehr – schließlich sollen die Kinder fit sein, wenn sie ab Sommer in die Schule gehen. Auf dem Lehrprogramm stand das sichere Überqueren der Straße, mit und ohne Zebrastreifen. Außerdem übten die Kinder den Umgang mit Ampeln und das Verhalten an Kreuzungen ohne eine Signalanlage.

Immer wieder links, rechts und links schauen

„Immer wieder schauen, erst nach links, dann nach rechts und zum Schluss noch einmal nach links“, sagte Schneider und wiederholte es für die Vorschulkinder mehrmals. Danach den Arm ausstrecken und den Blickkontakt mit den Autofahrern halten, so denn welche da sind. Und erst über die Straße gehen, wenn die Autos wirklich halten, lauteten die Tipps der Beamtin. „Das gilt auch, wenn die Ampel grün für Fußgänger zeigt.“

Die größte Herausforderung für die Kinder war laut Schneider der Zebrastreifen an der Straße Lange Reihe vor dem Hof der Familie Büchtmann. Hier mussten die Kinder wirklich sehr konzentriert auf den Verkehr achten. Jeweils paarweise hielten sich die Jungen und Mädchen an der Hand fest, und lauschten zunächst den Anweisungen von Schneider bevor sie sicher über die Straße gingen.

400 Kinder erhalten Verkehrserziehung

Und Schneider hat auch einen Tipp für die Autofahrer parat. „Viele von ihnen machen den Fehler, dass sie am Übergang winkten, aber langsam mit ihrem Wagen weiterrollten. Den Kindern werde aber ganz klar gesagt: Stehenbleiben, bis das Auto wirklich stillsteht“, erklärt sie. Schneider und Lange geben pro Jahr in 20 Kindergärten in Burgwedel und Isernhagen Unterricht in Verkehrserziehung. Insgesamt dürften es rund 400 Kinder sein, schätzt Schneider. „Ich wünsche mir, dass die Eltern jetzt weiter mit den Kindern den Schulweg üben“, sagte Schneider. Das sei sehr wichtig.

Seit 2018 gilt nämlich Tempo 30 vor der Grundschule Thönse, die direkt an der Ortsdurchfahrt liegt. Das war im vergangenen Jahr Grund genug für Stadt und Region, dort die 30-er-Zone anzuordnen. Doch an dieses Tempolimit halten sich die wenigsten. Das stellte die Polizei jüngst bei diversen Messungen fest. „Um so wichtiger ist es, die Kinder für den Verkehr fit zu machen“, sagte Schneider.

„Das wirkt nach – und nicht nur für kurze Zeit“, sagte Miriam Kelb, Erzieherin der Kindertagesstätte in Thönse, über den Erfolg der Aktion Fußgänger-Führerschein. Das sei ein unheimlich wichtiger Baustein in der Verkehrserziehung. Die Kinder sollen sicherer werden und das Verhalten auf der Straße verinnerlichen. Zumal auch die Thönser Sonnenblumen Grundschule wünsche, dass die Kinder den Schulweg allein oder mit Eltern zu Fuß bewältigen, sagte Kelb.

Um noch mehr Sicherheit zu bekommen, werden die Thönser Kita-Kinder in zwei Wochen noch einmal mit den Kontaktbeamtinnen übern. Dann aber in Großburgwedel. „Dort ist eindeutig mehr Verkehr und die Kinder müssen noch mehr aufpassen“, sagte sie. Die Fußgänger-Führerscheine gab es aber schon am Mittwoch – und stolz präsentierte nicht nur die fünfjährige Antonia das frisch erworbene Dokument, das die Polizeidirektion Hannover ausgestellt hat.

Antonia zeigt den Fußgänger-Führerschein. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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