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Nachrichten Stadt, Region und Flinkster starten Carsharing-Projekt
Region Burgwedel Nachrichten Stadt, Region und Flinkster starten Carsharing-Projekt
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00:20 12.05.2019
Starten Carsharing-Projekt in Großburgwedel: DB-Regionalleiter Björn Czyborra-Rätsch (von links), Regionspräsident Hauke Jagau und Bürgermeister Axel Düker. Quelle: Thomas Oberdorfer
Großburgwedel

 „Das ist einfach perfekt. Genau darauf habe ich gewartet“, sagt Gabi Köster, als sie beim Pressetermin am Donnerstag quasi im Vorbeigehen von dem neuen Angebot der Stadt erfährt. Eher zufällig ist die Großburgwedlerin in die Präsentation des neuen Carsharing-Projekts in der Von-Alten-Straße hineingeraten. „Ich schaffe mein Auto jetzt ab“, sagt Köster und will stattdessen bei Bedarf eines der drei neuen Burgwedeler Autos nutzen, die ab sofort zum Mieten zur Verfügung stehen. Der Clou an dem Projekt: Die Stadtverwaltung nutzt die Autos künftig gemeinsam mit ihren Bürgern.

Bahn-Tochter Flinkster vermietet die Autos

Dabei sind Carsharing-Angebote in weniger dicht besiedelten ländlichen Gebieten für die Anbieter zumeist ein Problem. „Die Auslastung stimmt leider oftmals nicht“, sagt Björn Czyborra-Rätsch, Regionalleiter Nord der DB Connect. Die Bahn-Tochter Flinkster stellt die Leihautos zur Verfügung und hat gemeinsam mit der Region und vier beteiligten Kommunen das Konzept ausgearbeitet. Die Idee dahinter: Die Städte nutzen tagsüber die Autos, in den Abendstunden, über Nacht und an den Wochenenden können die Bürger dann die Fahrzeuge mieten. Eines von ihnen steht ihnen zudem rund um die Uhr zur Verfügung.

Stadt unterhält Fuhrpark mit 16 Fahrzeugen

Für die Stadt ist das durchaus ein betriebswirtschaftlich lukratives Modell: „Wir ersetzen so Autos aus dem städtischen Fuhrpark“, sagt Bürgermeister Axel Düker. Das ist bereits geschehen. „Für zwei Fahrzeuge standen jetzt eigentlich Ersatzbeschaffungen an, die führen wir nun nicht mehr aus“, erklärt Burgwedels Umweltkoordinator Malte Schubert. Ob die Stadtverwaltung künftig noch weitere eigene Autos durch Carsharing-Fahrzeuge ersetzen wird, ist noch nicht entschieden. „Wir müssen sehen, welche Erfahrungen wir machen“, sagt Düker. Klar ist für den Bürgermeister aber auch: „Man kann nicht komplett auf Carsharing umsteigen. So sind beispielsweise die Fahrzeuge unserer Hausmeister mit Werkzeug ausgerüstet.“ Derzeit unterhält die Stadt – zusätzlich zu den Fahrzeugen des Bauhofs – einen Fuhrpark von insgesamt 16 Dienstwagen.

Autos können stundenweise gemietet werden

Aber auch für die privaten Nutzer rechnet sich das neue Angebot, ist sich Czyborra-Rätsch sicher. Je nach Fahrzeugtyp gelten unterschiedliche Mietpreise. In Großburgwedel stehen zum Start drei Ford-Modelle zur Verfügung. Zwei Fiesta und ein Transit. Die Wagen können auch für Kurzeinsätze gemietet werden. Abgerechnet wird stundenweise. Die beiden Kleinwagen kosten je Stunde 5 Euro (nachts zwischen 22 und 8 Uhr 1,50 Euro), der Transporter 8 Euro (nachts 1,90 Euro). Hinzu kommen Kilometerpauschalen von 18, beziehungsweise 20 Cent. Daneben gibt es Ein- beziehungsweise Mehrtagespauschalen. „In den Preisen ist das Benzin bereits enthalten, weitere Gebühren werden nicht fällig“, sagt Czyborra-Rätsch. Eine Tankkarte liegt im Handschuhfach. Die Wagen stehen an der Fuhrberger Straße direkt vor dem Rathaus. Weitere Informationen zu dem Angebot des Unternehmens gibt es im Internet unter der Adresse „www.flinkster.de“.

Nur vier der 20 Umlandkommunen machen zum Start mit

Übrigens: Auf die ganz große Resonanz ist die Region mit dem neuen Carsharing-Projekt bei vielen anderen Kommunen nicht gestoßen. „Wir haben alle 20 Umlandkommunen angesprochen“, sagt Jagau. „Zum Start machen vier mit.“ Neben Burgwedel sind das Gehrden, Neustadt und Springe. Er hofft nun, dass sich weitere später anschließen werden.

Gabi Köster jedenfalls will ab sofort mitmachen. „Ein eigenes Auto brauche ich eigentlich nicht. Ich muss nur noch meinen Skoda verkaufen, dann kann es losgehen“, sagt sie. Dass sich das lohnen könnte, zeigt ein Blick auf den Kilometerstand ihres Fabia Combi. In vier Jahren ist er als Zweitwagen ganze 20000 Kilometer gelaufen. Künftig wird sie mit dem anderen Auto der Familie oder eben einem der neuen Großburgwedeler Carsharing-Fahrzeugen unterwegs sein.

Von Thomas Oberdorfer

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