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Region Burgwedel Nachrichten So trainieren Rettungshunde die Suche nach Vermissten
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11:44 28.04.2019
Simon Schüler trainiert mit Elmo, einem Magyar Vizsla. Quelle: Antje Bismark
Fuhrberg/Burgdorf

Ein dementer Senior verlässt sein Zuhause und findet nicht zurück. Ein Wanderer verirrt sich im Harz. Ein Kind verläuft sich. In Momenten wie diesen zählt jede Minute – und deshalb alarmiert die Rettungsleitstelle in solchen Fällen zumeist auch die Mitglieder der Rettungshundestaffel Hannover, Harz und Heide, die in diesem Jahr mit ihrer Geschäftsstelle von Großburgwedel nach Burgdorf umgezogen ist. Elf Mitglieder zählt der Verein, der zwölf Hunde einsetzen kann. Angesichts des großen Gebietes, das die Freiwilligen zwischen Lüneburger Heide, Harz, Braunschweig und Steinhuder Meer abdeckt, benötigen sie nun selbst Unterstützung.

„Etwa einmal im Monat erhalten wir einen Alarm“, sagt Sprecher Heiko Hoffmann. Die Leitstelle informiert über Lage und Einsatzort, die Hunde, Hundeführer und helfende Mitglieder machen sich dann sofort auf den Weg, um vor Ort die Suche nach den vermissten Personen aufzunehmen. „Unsere Tiere sind so ausgebildet, dass sie eine Person im Gelände finden sollen“, sagt Hoffmann. „Im Unterschied zum Mantrailing suchen die Rettungshunde nicht ausschließlich nach dem Vermissten.“ Mitunter könne deshalb auch ein Pilzsucher oder Geocacher vom Hund gestellt werden. Damit Unbeteiligte schnell den Rettungshund erkennen, tragen die speziell ausgebildeten Vierbeiner eine Decke mit der entsprechenden Aufschrift.

Staffel trainiert zweimal wöchentlich an wechselnden Orten

Für die Ausbildung eignen sich nach Aussage Hoffmanns die meisten Rassen, zweimal wöchentlich treffen sich die Vereinsmitglieder für intensive Trainingseinheiten – an wechselnden Plätzen. Zur Ausbildung für die Personensuche geht es häufig in ein Waldstück bei Fuhrberg. So auch an diesem Trainingsabend. Elmo, ein Magyar Vizsla, soll eine vermisste Person finden. Als Simon Schüler den Hund loslässt, stürmt er los und sucht so lange, bis er Tierärztin Anika Schwarze gefunden hat, die an diesem Abend das Opfer mimt. Mit lautem Bellen signalisiert Elmo den Erfolg, dafür gibt es die erwartete Belohnung in Form eines besonderen Spielzeugs oder Leckerbissens.

Weil sich vermisste Personen mitunter aber auch in psychischen Ausnahmesituationen befinden, könnte jenes Bellen sie zusätzlich unter Stress setzen. Deshalb gibt es Rettungshunde, die auf anderen Wegen den Erfolg der Suche mitteilen. Sie bellen nicht, wenn sie jemanden finden, sondern nehmen ein sogenanntes „Bringsel“ in den Mund, das sich an ihrem Halsband befindet, und holen ihren Hundeführer.

Ausbildung zum Rettungshund dauert drei Jahre

Etwa drei Jahre dauert die Ausbildung zum Rettungshund, bei der in den Übungen die Entfernungen zwischen Hundeführer und Vermisstem immer größer werden. Dank ihrer guten Nase können Hunde eine Fläche von fünf Fußballfeldern in 20 Minuten absuchen, selbst wenn das Gelände dicht bewachsen ist – das sei mit einem menschlichen Suchtrupp nicht zu schaffen, sagt Hoffmann. Seinen Angaben zufolge endet die Ausbildung mit einer Prüfung, die anschließend jährlich wiederholt werden muss. „Bei allem Spaß, den die Tiere und wir im Training haben: Am Ende geht es oft um Leben und Tod.“ Deshalb müssten auch die Vereinsmitglieder, die in der Staffel ohne Hund ehrenamtlich mitarbeiten, sich im Gelände orientieren, das Funkgerät bedienen und Erste Hilfe leisten können.

Und der Verein könnte Hilfe gebrauchen. Dabei benötigt die Staffel nach Aussage Hoffmanns nicht nur Hundebesitzer, die ihre Tiere ausbilden und einsetzen möchten, sondern auch Interessierte, die als zweite Person den Hundeführer unterstützen. „Und wir würden uns über Spender und Förderer freuen“, sagt der Sprecher und verweist darauf, dass die Ehrenamtlichen alle Kosten – von Teilen der Kleidung bis zum Sprit ihrer Privatwagen – selbst tragen.

Wer sich für die Arbeit der Rettungshundestaffel interessiert, findet weitere Informationen unter www.rettungshunde-hannover.de im Internet.

Von Antje Bismark

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