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Region Burgwedel Nachrichten Schüler bereiten „Schools Upcycling“ im Alten Park vor
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00:15 03.04.2019
Christine Gerdes legt mit ihren Söhnen David (12) (links) und Anton (11) eine Blumenschnecke an. Quelle: Gabriele Gerner
Großburgwedel

„Schools Upcycling“ heißt das gemeinsame Projekt von Gymnasiums, IGS und Kunstverein. Mit einer drei Monate dauernden Ausstellung im Alten Park wollen die Mitwirkenden – darunter rund 60 Schüler – auf das Thema Ressourcenverschwendung aufmerksam machen. Die Vorbereitungen für die Vernissage am Sonnabend, 22. Juni, sind bereits in vollem Gange.

Ein Kunstwerk zum Nachdenken aus gesammelten Coffee-to-go-Bechern hat der 16-jährige Dominic geschaffen. „Viel Mühe beim Sammeln musste ich mir nicht geben“, bekennt er. „Die Becher lagen überall herum.“ Er brauchte sich nur in der Cafeteria des Gymnasiums umzusehen und am Verpflegungsstand beim Tischtennis-Turnier in seinem Sportverein die Augen offen zu halten. „Diese Menge von 85 Bechern wird in Großburgwedel – statistisch gesehen – in 66 Minuten verbraucht“, weiß er. Da dies auch nachts gelte, wenn die meisten Menschen schlafen, sei die verbrauchte Menge in der Wachzeit noch viel höher, betont der Schüler.

Dominic und die Lehrerinnen, die die Klima-Team-AG am Gymnasium leiten, wollen sich dafür einsetzen, dass Coffee-to-go-Becher ganz aus ihrer Schule verschwinden. „Ein Mehrweg-System für die Cafeteria wäre gut“, sagt Anne Bosum-Dybus, Projektleiterin von „Schools Upcycling“ am Gymnasium.

Müll vermeiden, Ressourcen schonen, Artensterben verhindern und den Klimawandel stoppen – das sind die Themen, mit denen sich die Schüler in 15 verschiedenen Stationen im Alten Park künstlerisch auseinandersetzen. So finden sich ganz im Sinne des Oberthemas „Upcycling“ zahlreiche wiederverwendete oder ökologisch abbaubare Materialien in der Ausstellung im Alten Park wieder. Blumenschnecken und Ausstellungsräume aus Weidengeflecht entstehen, künstlerisch verzierte CDs werden an Ästen hängen und alte Schuhe weisen den Weg von Kunststation zu Kunststation. Dabei setzt das Künstlerteam auch auf Interaktion. „In die Schuhe können uns Besucher Botschaften stecken“, sagt Frauke Ilgner von der Natur-AG des Gymnasiums. Als gute Alternative zu den Schüler-Streiks für Klimaschutz sieht IGS-Lehrerin Silke Melzer das Kunstprojekt. „Hier kann man aktiv werden.“

Vor der Aktion steht die Information: Emma (13), Anna Carolina (12) und der 14-jährige Henrik informieren Besucher über den Eisbären. In einer Box stellen sie mit Texten, Figuren und Bildern dar, weshalb das Tier vom Aussterben bedroht ist. „Da das Eis immer mehr schmilzt, wird dem Eisbären die Lebensgrundlage genommen“, erklärt Anna Carolina. Diese und weitere Boxen werden als sogenannte „Stolperkästen“ auf Stelen hüfthoch aufgestellt.

Für das Kunstprojekt sind die Schüler im Rahmen von AGs aktiv – doch nicht nur im Unterricht. Häufig sind die Kinder mit ihren Lehrerinnen am Wochenende im Alten Park im Einsatz. Sie schnitzen Weiden, flechten daraus Zäune, graben Erde für Blumenschnecken aus und säen Blumensamen. „Vor allem das Umgraben ist ziemlich anstrengend, aber es macht auch großen Spaß“, sagt der 10-jährige Tom, während seine Eltern Weidenstaken in die Erde setzen. Lehrerin Kathrin Pangsy ist dankbar für die Mitwirkung vieler Eltern. Auch der Kunstverein ist glücklich über den Kontakt zur jungen Generation. „Durch dieses Projekt erfahren Schüler und Eltern, dass wir keine verstaubte, elitäre Organisation sind, sondern ein Verein zum Mitmachen“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Ursula Knaack.

Die Vernissage für das Kunstprojekt „Schools Upcycling“ für Sonnabend, 22. Juni, im Alten Park, Thönser Straße, neben dem Rathaus Großburgwedel geplant. Los gehen soll es um 17 Uhr. Die Open-Air-Ausstellung dauert mindestens bis zum Donnerstag, 26. September.

Von Gabriele Gerner

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