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Nachrichten Protestunterschriften gegen Spielstraßen sollen im Ausschuss übergeben werden
Region Burgwedel Nachrichten Protestunterschriften gegen Spielstraßen sollen im Ausschuss übergeben werden
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00:16 29.04.2019
Die Region will neben dem Sachsenring noch zwei weitere Straßen in Fuhrberg als Spielstraßen ausweisen. Quelle: Sandra Köhler
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Fuhrberg

Das Ringen um die unerwünschte Ausweisung des Sachsenrings, der Mecklenburger und der Brandenburger Straße in Fuhrberg zu Spielstraßen geht weiter. Die Region Hannover hat den Initiatorinnen des Bürgerprotestes zwischenzeitlich geantwortet und ihnen als Termin den 14. Mai zur Übergabe der von ihnen gesammelten Unterschriften offeriert: Dies soll im Rahmen der Einwohnerfragestunde des Verkehrsausschusses im Verwaltungsgebäude der Region in Hannover geschehen. Wirklich zufrieden sind Nadine Zeising und Tina Platz mit diesem Vorschlag nicht. Sie hatten sich eine Übergabe in Fuhrberg erhofft, inklusive der Möglichkeit, am strittigen Orte mit einem Regionsvertreter direkt ins Gespräch zu kommen, wollen aber den Termin dennoch wahrnehmen.

Kurz nach der letzten Ortsratssitzung kam die von Zeising und Platz sehnsüchtig erwartete Antwort auf die Anfragen, mit denen sich beide an den Regionspräsidenten Hauke Jagau gewandt hatten. In dessen Auftrag antwortete Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz per E-Mail: „Bitte seien Sie versichert, dass die Region Hannover die Argumente, die gegen die Ausweisung eines verkehrsberuhigten Bereiches in den Straßen Sachsenring, Brandenburger Straße und Mecklenburger Straße in Burgwedel Ortsteil Fuhrberg sprechen, geprüft hat. Der Ausbauzustand der Straßen lässt hier aus verkehrsbehördlicher Sicht eine alternative Beschilderung (Vorfahrt achten) nicht zu.“

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Viel Hoffnung in den Termin in der Landeshauptstadt setzt Zeising nicht: „Wir bezweifeln, dass in einer Verkehrsausschusssitzung ein konkretes und detailliertes Gespräch mit betroffenen Anwohnern möglich ist, um ein Für und Wider zu diskutieren.“ Aber genau darum gehe es ihr und ihren Mitstreitern. Die Region habe wiederholt mitgeteilt, die Argumente der Anlieger geprüft zu haben – allerdings habe immer noch kein direktes Gespräch mit den Anwohnern stattgefunden. „Die Wut wächst, leider!“ macht Zeising die Stimmung deutlich: „ Wir bleiben dabei und möchten weiterhin ein Vor-Ort-Gespräch führen, möchten mit der Region ihre Entscheidung diskutieren, ihre Begründung und den Sinn dieser Maßnahme verstehen, auch unsere Bedenken und Anliegen vortragen, und aufkeimende Fragen direkt und konkret beantwortet bekommen.“

Und noch eine Botschaft möchte sie den Mitgliedern des Verkehrsausschusses übermitteln. „Ich werde nicht allein nach Hannover fahren, es werden sicher viele Anwohner mit zu der Übergabe der Unterschriften kommen. So können wir zeigen, dass sich die Anwohner geschlossen gegen die Pläne der Region wehren.“

Von Sandra Köhler