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Region Burgwedel Nachrichten Politik macht Weg für Neubau an der Wiesenstraße frei
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00:18 01.04.2019
Der Garagenhof an der Wiesenstraße darf nach Änderung des B-Plans für einen Neubau überbaut werden. Quelle: Thomas Oberdorfer
Großburgwedel

Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend den Weg für ein umstrittenes Neubauprojekt in Großburgwedel freigemacht: Die CDU/FDP-Gruppe und die SPD stimmten gemeinsam der Änderung des Bebauungsplans Fuhrberg-Ost zu. Damit bekommt Investor Heinz von Heiden nun die Möglichkeit, seine Planungen für das Grundstück voranzutreiben und einen Bauantrag zu stellen.

„Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum in Burgwedel

Doch bevor die große Mehrheit in dem Gremium für die Änderung votierte, ging es im Rat noch einmal hoch her. „Wenn wir diesem Antrag heute zustimmen, dann verliert Großburgwedel weitere zwölf günstige Mietwohnungen“, sagte Rudolf Gutte von den Unabhängigen. „Und was gewänne die Stadt?“, fragte er in die Runde und lieferte auch gleich die Antwort: „Weitere hochpreisige Wohneinheiten für eine wohlhabende Klientel. Aber wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum in Burgwedel.“

Die alten Häuser an der Wiesenstraße sollen durch neubauten ersetzt werden. Quelle: Thomas Oberdorfer

Für eine Ablehnung des Bebauungsplans warb auch Volker Körlin von der AFD: „Wenn wir nicht zustimmen, dann kann der Investor nicht bauen.“ Und auch die Grünen verweigerten dem Projekt ihre Zustimmung. „Wir müssen hier und heute eine klare Absage erteilen“, forderte Ratsherr Heinz Visel.

Zustimmung mit Bauchschmerzen

Augenscheinlich mit Bauschmerzen stimmten dann die Sozialdemokraten zu. „Wir haben in den Gremien vorab dafür gestimmt, das werden wir auch heute tun“, kündigte Stephan Nikolaus-Bredemeier in seiner Rede an. Aber nicht ohne vor der Abstimmung deutliche Worte an den Investor zur richten. „Die Mieter haben von dem drohenden Abriss ihrer Häuser aus der Zeitung erfahren. Das geht so nicht“, mahnte er eine bessere Kommunikation an. Und: „Wir möchten ein Signal an Heinz von Heiden senden. Macht das sozialverträglich“, sagte er mit Blick auf die Meinworth 20A. Dort hat die Baufirma aus Isernhagen ebenfalls ein Grundstück erworben, auf dem ein Haus steht, dessen Wohnungen noch vermietet sind. Übrigens: Die CDU/FDP-Gruppe beteiligte sich an diesem Teil der Diskussion nicht.

Tiefgarage ersetzt Garagenhof

Viel geändert werden musste an dem Bebauungsplan Fuhrberger Straße Ost nicht: Der größte Unterschied betrifft den Garagenhof auf dem Grundstück an der Wiesenstraße. „Die Fläche darf nach der Änderung nun überbaut werden“, erklärt Bauamtsleiter Oliver Götze. Der Investor plant für den Neubau eine Tiefgarage und will den so gewonnenen Platz für weiteren Wohnungsbau nutzen. Im neuen Bebauungsplan gelten zudem an einigen Stellen geänderte Abstände zu den Nachbargrundstücken. Unverändert bleibt hingegen die maximale Bauhöhe der Gebäude. Wie bisher kann auch künftig an der Wiesenstraße nur zweigeschossig gebaut werden.

Nach Intervention von Stadtverwaltung und Politik wurde derweil auch eine Lösung für die letzte alte Mieterin in den Häusern an der Wiesenstraße gefunden. Sie wird voraussichtlich im Herbst in den Heinz von Heiden-Neubau an der Hannoverschen Straße umziehen. Die Baufirma ist der älteren Dame – sie wohnte rund 40 Jahre lang an der Wiesenstraße – bei der Miethöhe für die neue Wohnung entgegengekommen.

Von Thomas Oberdorfer

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