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Region Burgwedel Nachrichten Neues Baugebiet entsteht in Wettmars Süden
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00:17 18.03.2019
Der Bedarf an Wohnungen ist in Burgwedel groß. Quelle: Symbolbild (Hauke-Christian Dittrich/dpa)
Wettmar

Auf knapp drei Hektar Fläche wird am südlichen Ortsrand Wettmars ein neues Wohngebiet entstehen. Der Ortsrat hat sich am Donnerstagabend einstimmig auf die Grundzüge der Planung für das kommunale Bauland verständigt. Die Höhenunterschiede auf der Fläche südlich der Straße Glockenberg und westlich des Dr.-Hesseken-Rings stellen dabei eine besondere Herausforderung dar.

Sechs Meter Höhenunterschied im Baugebiet

Burgwedels zweitgrößte Ortschaft Wettmar ist weit hügeliger, als dies auf den ersten Blick erscheint. Das spiegelt sich besonders im nun für neue Wohnhäuser auserkorenen Gebiet mit dem Namen „Südlich Glockenberg“ wider, das intern einen Höhenunterschied von immerhin sechs Metern aufweist. Durchschnittlich beträgt das Gefälle 4,3 Prozent, an einigen Stellen sogar bis zu 7 Prozent. „Die Erschließung orientiert sich fast alpin an der Hanglage“, sagte Stadtplaner Leon Herlt bei der Vorstellung der Entwürfe und zog so einen Vergleich zu süddeutschen Verhältnissen. Eine andere mögliche Fläche für Wohnbauland in Wettmar habe die Stadt nicht bekommen können, verriet Bauamtsleiter Oliver Götze – der Eigentümer habe sie nicht verkaufen wollen.

Drei Entwürfe hatte Herlt mitgebracht. Einstimmiger Favorit des Ortsrats war eine Skizze, nach der das Gebiet vom Glockenberg aus über zwei parallel verlaufende Straßen erschlossen werden soll. Den Übergang zu den angrenzenden Freiflächen markiert ein fünf bis zehn Meter breiter Grünstreifen. Von Kindergarten und Schule ist das Gebiet nur durch ein kleines Waldstück getrennt, dort könnte ein Fuß- und Radweg angelegt werden.

Platz für 22 Einfamilienhäuser und 15 Wohnungen

Der Entwurf sieht 22 Grundstücke für Einfamilienhäuser mit je 500 bis 1000 Quadratmetern vor. Außerdem, und das war den Ortspolitikern besonders wichtig, sind auf einem 2800 Quadratmeter großem Teilgebiet in der am tiefsten gelegenen südöstlichen Ecke drei zweigeschossige Mehrfamilienhäuser dargestellt, zusätzlich wäre ein Staffelgeschoss denkbar. In den Häusern, die ein Investor bauen soll, könnten etwa 15 Wohnungen entstehen. Ein anderer Entwurf hatte stattdessen Reihenhäuser vorgesehen.

Dass der Bedarf an Wohnungen in Mehrfamilienhäusern groß ist, hatten die Mitglieder des Burgwedeler Planungs- und Bauausschusses im Februar von Fachleuten der Region erfahren, als diese das Wohnraumversorgungskonzept ihrer Behörde für die Stadt vorgestellt hatten. In den kommenden fünf Jahren werden demnach in Burgwedel 420 zusätzliche Wohnungen benötigt, 200 in Einfamilien- und 220 in Mehrfamilienhäusern. Die Ortsratsmitglieder Michael Kranz (CDU) und Wolfgang Werner (SPD) sehen auch in Wettmar Bedarf – und zwei Bürgerinnen, die sich aus dem Zuhörerraum zu Wort meldeten, ebenso: Wohnungen seien auch in Wettmar Mangelware, die Leute suchten teils monatelang vergeblich, sagte die eine, während die andere am liebsten schon den Quadratmeterpreis erfahren hätte.

Frühestens 2020 erste Baugenehmigungen

Doch dafür ist es noch viel zu früh, das im August 2018 eingeleitete Bauleitverfahren wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Derzeit lässt die Stadt gerade das nötige Umweltgutachten erstellen. In einigen Wochen sollen die Pläne das erste Mal öffentlich ausgelegt werden, Bürger können sich dann dazu äußern. Wohl frühestens 2020 könnten die ersten Baugenehmigungen erteilt werden.

Doch vorerst sind die Pläne noch sehr grob gefasst, auch die Erschließung und die Zuschnitte der Grundstücke stehen noch nicht im Detail fest. Klar ist jedoch, dass die künftigen Bewohner ihre Häuser über die Straße Glockenberg erreichen werden, die dazu ausgebaut werden muss. Der Ausbau des südlich gelegenen Realverbandsweges wäre laut Stadtplaner Leon Herlt deutlich aufwendiger.

Welche Rahmenbedingungen sind nötig, damit Burgwedel als Wohnstandort für Familien und Fachkräfte attraktiv bleibt? Diese und ähnliche Fragen thematisiert ein HAZ-Forum am Montag, 25. März, ab 18 Uhr im Großburgwedeler Amtshof.

Von Frank Walter

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