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Region Burgwedel Nachrichten Malermeister findet gleich zwei Azubis
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15:22 08.08.2018
Ahmad Irab (links) und Florian Lapke absolvieren ihre Ausbildung bei Malermeister Patrik Lalk. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Großburgwedel

Letztes Jahr um diese Zeit hatte der Großburgwedeler Malermeister Patrik Lalk mit einer ungewöhnlich frechen Annonce zwar bundesweites Aufsehen erregt – letztlich aber doch keinen Erfolg mit seiner Lehrstellensuche. Jetzt ist er froh: Mit Ahmad Irab und Florian Lapke haben gleich zwei Bewerber zum 1. August einen Ausbildungsvertrag bei ihm unterschrieben. Beide hatten zuvor ein Praktikum in seinem Betrieb absolviert.

„Potenzielle Azubis und auch ich können während des Praktikums feststellen, ob sie für den Beruf geeignet sind“, sagt der Malermeister – für beide Seiten sei das eine Win-Win-Situation, findet auch Florian Lapke. Dieser hatte sogar zwei dreiwöchige Praktika in Lalks Malerbetrieb absolviert. „Zunächst habe ich den Beruf während eines Schulpraktikums kennengelernt, und im Anschluss habe ich dann in den Ferien auf Probe gearbeitet“, berichtet der 16-Jährige. Alles sei hervorragend gelaufen.

Das gilt auch für die ersten Tage seiner Ausbildung. Da montierte der Jugendliche aus Fuhrberg bereits eine sogenannte Spanndecke und grundierte Wände. „Das hat alles gut geklappt“, zeigt sich Florian zufrieden. Auch seine Zuverlässigkeit hat er in der ersten Woche schon unter Beweis gestellt. „Ich habe den Bus verpasst, schnappte mir schnell zuhause mein Longboard und fuhr damit die zehn Kilometer von Fuhrberg nach Großburgwedel“, erzählt er. „Und ich war pünktlich.“

Auch für Ahmad Irab führte der Weg in die Lehre übers Ausprobieren im Betrieb. Der 19-jährige stammt aus Syrien und lebt seit zwei Jahren in Großburgwedel. „Er hat sich bei uns vorgestellt und während der insgesamt zwölf Wochen sehr bewährt – auch sprachlich“, lobt sein Meister. „Ich bin froh, die Ausbildungsstelle bekommen zu haben“, sagt Irab. „Streichen und Lackieren macht mir viel Spaß.“

Bundesweiter Medienrummel

Letztes Jahr hatte Lalk kapituliert: Nachdem er weder einen Auszubildenden noch einen Malergesellen gefunden hatte, schaltete er verzweifelt eine humorig-sarkastisch formulierte Stellenanzeige, die später medial Furore machte. „Du bist nicht komplett verpeilt..., kannst die Uhr lesen, musst nicht alle drei Minuten eine WhatsApp schreiben, ..., beherrschst die Grundrechenarten, kannst dich in deutscher Sprache verständigen“, so hieß es in der Anzeige, die mit den Worten endete: „Du kannst dir vorstellen, mindestens fünf Mal die Woche zu arbeiten, ohne gleich an einem Burnout-Syndrom zu erkranken.“ Viele Privatsender wie Sat 1 und RTL berichteten über den frustrierten Firmenchef aus Großburgwedel. „Ich bekam Anrufe aus allen Ecken Deutschlands“, erinnert sich der 51-Jährige.

Bei seiner Suche nach einem Malergesellen hat der Medienrummel Lalk aber nicht geholfen. Der Firmenchef beschäftigt derzeit neben den zwei neuen Auszubildenden fünf Gesellen. „Ich würde sofort drei weitere Gesellen einstellen, denn die Auftragsbücher sind voll“, schildert er seine verzwickte Lage. Aber das Malerhandwerk stehe leider nicht so hoch im Kurs. Die jungen Leute zögen es vor zu studieren, im Büro zu arbeiten oder am Computer zu sitzen.

„Dabei kann man auch im Handwerk gut Geld verdienen“, betont Lalk. Konkrete Zahlen bleibt er auf Anfrage nicht schuldig: Gesellen zahle er ein Bruttogehalt von 3500 Euro, den Firmenwagen dürften sie für die Wege nach Hause, zur Arbeit oder Einsatzstelle nutzen. „Mittlerweile bieten andere Malerbetriebe aber schon mehr und werben mein Personal ab“, stellt Lalk frustriert fest. Anfang September verlasse ein langjähriger Mitarbeiter seine Firma. „Das tut schon sehr weh.“

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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