Burgwedel Kommentar zur Nichtöffnung des Freibads
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Nachrichten „Bonjour tristesse“
Region Burgwedel Nachrichten „Bonjour tristesse“
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17:12 16.06.2020
Ein Piktogramm extra für die abgesagte Freibadsaison? Nein, das Verbotszeichen bezieht sich auf das Springen vom Beckenrand. Quelle: Martin Lauber
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Burgwedel

Bonjour tristesse! Burgwedeler, die im Corona-Jahr nicht in den Urlaub abdüsen (können), sind nicht zu beneiden. Zu Hause erwartet sie in diesem Sommer – nichts! Jazz unter Sternen, Stadtfest, Zeltlager, der komplette Ferienpass, alles ist abgesagt. Da wäre doch wenigstens das städtische Freibad ein allerletzter Lichtblick gewesen. Für Familien mit kleinen Kindern. Für die älteren Semester in den frühen Morgenstunden. Für die Jugendlichen, die gerade ein freudloses Schülerdasein fristen.

Sie werden jetzt allein gelassen, statt ihnen wenigstens für die Ferienzeit etwas zu bieten. Lässt sich bis Ende August wirklich so viel für die Sanierung vorbereiten? Und sind die hohen Mehrkosten fürs Hygienekonzept wirklich angemessen? Es scheint vielmehr, dass mit fünf externen Sicherheitsleuten ein übersteigerter Sicherheitsstandard zugrunde gelegt worden ist. Die Wirtschaftsbetriebe im benachbarten Burgdorf rechnen zum Beispiel für ihr Freibad nur mit einem Mehraufwand im „größeren vierstelligen Bereich“. Und das Spaßbad in Mellendorf wuppt seine vom Gesundheitsamt abgesegneten Hygieneregeln sogar ganz ohne Mehrpersonal. Der Schwimmmeister hat von seinem Turm aus den Überblick, desinfiziert in der Mittagspause. Und der Betreiber traut den Gästen zu, dass sie alles tun, um sich an die Spielregeln zu halten.

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Von Von Martin Lauber

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