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Region Burgwedel Nachrichten Turbokreisel soll Autobahnauffahrt sicherer machen
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00:19 30.05.2019
Ein Turbokreisel soll künftig dafür sorgen, dass der Verkehr an der Kreuzung Isernhägener Straße/Auffahrt zur A7 besser rollt.
Ein Turbokreisel soll künftig dafür sorgen, dass der Verkehr an der Kreuzung Isernhägener Straße/Auffahrt zur A7 besser rollt. Quelle: Antje Bismark
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Großburgwedel/Isernhagen H.B

Über einen sogenannten Turbokreisel soll spätestens ab 2021 der Autoverkehr zwischen Großburgwedel und Isernhagen H.B. sowie zur Auffahrt der Autobahn 7 in Richtung Hamburg rollen – das Land plant Umbau der Kreuzung für die nächsten beiden Jahre. Damit reagiert die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nach Aussage von Straßenbauingenieur Jürgen Giesche-Zudnik auf steigende Unfallzahlen in diesem Bereich. „Dort gibt es eine unübersichtliche Gemengelage mit abbiegenden Autos und Radfahrern“, sagte er jetzt in einer gemeinsamen Sitzung von Ortsrat Großburgwedel und zuständigem Fachausschuss.

Der Turbokreisel erhält demnach drei Zu- und Abfahrten: Autofahrer aus Großburgwedel erhalten zwei Spuren, eine steht Verkehrsteilnehmern nach H.B. , die andere den Rechtsabbiegern zur Verfügung. Sie nutzen bereits jetzt eine eigene Spur, müssen aber vor dem Einbiegen zur Autobahn den Linksabbiegern aus Richtung Isernhagen die Vorfahrt gewähren – und zugleich die Radfahrer in beide Richtungen im Blick behalten. Das sorge immer wieder für Unfälle, sagte Giesche-Zudnik. Seinen Angaben zufolge verbessert der Kreisel die Übersichtlichkeit.

Die zweite Zu- und Abfahrt dient den Autofahrern, die auf die Autobahn fahren oder aus Richtung Hamburg kommen. Der dritte Zweig wiederum führt nach und von Isernhagen H.B. Der Name Turborkreisel ergebe sich aus der separaten Abbiegespur für Autofahrer aus Richtung Großburgwedel zur A7, sagte Giesche-Zudnik.

Land plant keine Vollsperrung in der Bauzeit

Seinen Angaben zufolge läuft bereits das Plangenehmigungsverfahren, dafür hätten die Träger öffentliche Belange eine Stellungnahme abgegeben. „Diese werden wir jetzt beantworten“, sagte er. Liege schließlich die Genehmigung durch die Region Hannover vor, dann nehme das Land das Projekt ins Bauprogramm auf und beantrage das Geld. Den Umbau für die Autobahn finanziert der Bund, das Land übernimmt die Kosten für die Neugestaltung der Landesstraße. Er hoffe auf einen Baustart im nächsten Jahr, spätestens für 2021.

Mit Blick auf die Tausenden von Fahrzeugen, die die Strecke täglich passieren, sehen die jetzigen Planungen keine Vollsperrung vor. „Denkbar ist, den Kreisel auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahnabfahrt zu bauen und den Verkehr darüber zu lenken“, sagte der Projektplaner.

Radfahrer sollen mehr Raum bekommen

Mit dem Umbau der Kreuzung will das Land auch die Verkehrsführung für Radfahrer verbessern – inklusive des Radwegs unter der Autobahnbrücke. Dieser ist im Moment 1,60 Meter breit und damit nach Aussage des Straßenbauingenieurs zu schmal, dass zwei Radler aneinander vorbeifahren können. „Mit einem Kinderanhänger geht gar nichts mehr.“ Deshalb verbreitere das Land den Weg auf 2,10 Meter, indem es die Fahrspuren für Autos reduziere und einen Teil der Gosse nutze. Der Radweg in Richtung Isernhagen H.B. verläuft dann an anderer Stelle als bislang, geplant ist eine Querung der Autobahnauffahrt außerhalb des Kreisels.

Politiker fordern weitere Untersuchungen

Nach Einschätzung der Burgwedeler Politiker soll das Land zudem die Kreuzung von der Kokenhorstraße zur Isernhägener Straße und aus Richtung Ikea nach Oldhorst prüfen. Dort wünschen sie sich eine Rechtsabbiegespur und eine deutliche Kennzeichnung der Ortsumgehung. „Ich nehme die Anregungen mit“, sagte Giesche-Zudnik, der zunächst weitere Verkehrsuntersuchungen als sinnvoll ansieht.

Von Antje Bismark