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16:07 22.07.2019
Regina Gresbrand (hinten links) freut sich über die selbst gestalteten Schilder der Wölflinge. Quelle: Lisa Otto
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Großburgwedel

In kleinen Behältern sammeln Ada und Mia Beeren, ein Wölfling der Christlichen Pfadfinderschaft gießt die Blumen, und Sima und Adile kümmern sich um ihr eigens angelegtes Hochbeet – es ist viel los im Garten der Initiative Kunst und Kultur für Kinder (KuK) am Küstergang in Großburgwedel. Bereits seit dem Frühjahr bepflanzen und pflegen dort sechs Kinder der Kinder-Garten-Gilde des Projekts „Kinder gärtnern“ der Initiative KuK regelmäßig das Gartenland. „Ziel ist es, Kinder praktisch an die Bodenpflege, den Gemüseanbau, die Ernte und die Verarbeitung von Lebensmitteln heranzuführen“, erläutert Regina Gresbrand, Leiterin des Projektes. Unterstützung erhält sie zudem von Veronika Wilker.

Sima (14) und Adile (13) sind von Beginn an dabei und über den Nähkurs des Interkulturellen Miteinanders (IKM) zur Kinder-Garten-Gilde gekommen. „Wir haben schon Kartoffeln gesetzt und bereiten jetzt unser eigenes Hochbeet vor. Was wir darin genau anpflanzen, wissen wir aber noch nicht“, sagt die 14-Jährige. Mindestens einmal in der Woche sind sie im Garten und haben sichtlich Spaß an der Arbeit. Schließlich möchten sie ja wissen, wie sich die Pflanzen entwickeln. „Wir entdecken dadurch viel Neues und lernen, wie man gewisse Sachen anbaut und pflegt. Das ist auch für später wichtig, wenn man vielleicht einmal selber einen Garten hat“, betont die 13-Jährige.

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Kinder-Garten-Gilde pflanzt Obst und Gemüse an

Ein eigenes Hochbeet möchten auch die Wölflinge der Christlichen Pfadfinderschaft anlegen. Diese haben sich zur Freude von Regina Gresbrand dem Gartenprojekt angeschlossen. Mittlerweile treffen sich die Wölflinge an jedem Donnerstag im Garten und gießen unter anderem die Pflanzen. „Es wird eine immer größere Gemeinschaft“, sagt Anne Gresbrand, Leiterin der Wölflinge. Eine Idee für ihr Hochbeet haben die Pfadfinder auch schon: Teepflanzen. „Wir trinken sehr viel Tee, und es gibt so viele verschiedene Sorten. So können wir uns unsere Teeblätter immer frisch pflücken“, erläutert die achtjährige Mia die Entscheidung.

Während das mit dem eigenen Tee noch etwas dauert, konnten die Wölflinge bereits die selbst angebauten Kartoffeln probieren. „Die waren sehr lecker“, findet die zehnjährige Ada. Neben den Kartoffeln und den Hochbeeten ist im Garten aber noch sehr viel mehr zu finden: In den hinteren Beeten sind unter anderem Zwiebeln und Erbsen gepflanzt, den Weg grenzen Beerenobststräucher ab.Und auch über Salat, Kohlrabi und Erdbeeren aus dem eigenen Anbau können sich die Kinder bald freuen.

Wölflinge gestalten Tafeln für Insektenwiese

Doch nicht nur Obst und Gemüse bauen die Kinder an. Zwischen den Hochbeeten und den hinteren Beeten haben sie eine Insektenwiese mit vielen bunten Blumen angelegt. Und um diese abzugrenzen, haben die Wölflinge Tafeln entworfen und gestaltet. Darauf steht unter anderem „Willkommen liebe Bienen“ und „Achtung, Regenwürmer bei der Arbeit“.

„Damit soll der Zusammenhalt von Mensch, Natur und Tier dargestellt werden“, sagt Regina Gresbrand. Begeistert davon ist auch Mia. „Ich finde es total gut hier, weil es viel mit der Natur zu tun hat. Man kann hören wie die Bienen summen und gucken wie die Regenwürmer buddeln“, sagt die Achtjährige.

Initiative Kunst und Kultur plant weitere Aktionen im Garten

Das Anlegen der Insektenwiese und die Bepflanzung der Hochbeete sollen aber nicht die letzten Aktionen gewesen sein. „Wir haben noch viele weitere in der nächsten Zeit geplant“, verspricht Regina Gresbrand. Geplant sind unter anderem der Bau von Nistkästen, Bienen- und Insektenhotels sowie das Anlegen eines Hummelbaus.

Wer am Projekt der Kinder-Garten-Gilde teilnehmen möchte, kann sich telefonisch unter (05139) 2489 bei Regina Gresbrand melden. Wer hingegen bei den Pfadfindern mitmachen möchte, meldet sich bei Anne Gresbrand unter Telefon (05139) 4026088.

Zwei Pfadfinder der Wölflinge platzieren eines der neuen Schilder vor der Insektenwiese. Quelle: Lisa Otto

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Von Lisa Otto

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