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Nachrichten Erlebnispfad Würmsee wird mit Fest zur Gartenregion eröffnet
Region Burgwedel Nachrichten Erlebnispfad Würmsee wird mit Fest zur Gartenregion eröffnet
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18:20 15.09.2019
Wolfgang Buntrock vom Atelier Landart erklärt Besuchern bei einer Führung, wie die „Sommerfrische“ entstand. Quelle: Sandra Köhler
Kleinburgwedel

Es ist vollbracht: Mit einem Fest der Gartenregion Hannover unter dem Motto „Gartengeheimnisse“ ist der Erlebnispfad am Würmsee am Sonntagmittag offiziell eröffnet worden. Wer den See umrundet, kann dabei Kunstwerke von Frank Nordiek und Wolfgang Buntrock entdecken. Sie nehmen die Geschichte und die Besonderheiten des Gewässers auf und regen zum Nachdenken an. Mit dem 200.000 Euro teuren Erlebnispfad soll der Würmsee aufgewertet werden – und wieder als lohnendes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet ins Bewusstsein rücken.

Geradezu einer Liebeserklärung an den Würmsee gleich kam die Rede, die Kleinburgwedels Ortsbürgermeister Jürgen Schodder zur Einweihung vorbereitet hatte. Ob bei Sonnenaufgang im Frühjahr, im Nieselregen im Sommer oder an einem Herbstabend: Das Gewässer habe einen ganz eigenen Zauber. „Waren Sie schon einmal am Würmsee?“, fragte er die rund 100 Besucher. Ein überzeugtes „Ja“ schallte zurück und ließ darauf schließen, dass nicht nur die Kleinburgwedeler, auf deren Gebiet der See liegt, ihn ab und an besuchen.

Bis in die Neunzigerjahre war der Würmsee ein beliebter Ausflugsort. Mit dem Erlebnispfad soll sein Stellenwert wieder gesteigert werden. Die Eröffnung war jedenfalls gut besucht.

Einer, der sich am Würmsee sehr wohl fühlt und viele Erinnerungen an das Gewässer hat, ist Siegfried Klimant. Der Rentner ist erst vor einigen Wochen aus Hildesheim nach Burgwedel gezogen, doch den Würmsee kennt er schon seit den Sechzigerjahren: „Ich hatte einen Kameraden, der war älter und hatte schon einen Führerschein. Wir kamen zum Campen her, es gab Tretboote und eine Gastronomie. Seither hat sich hier viel verändert.“ An die „goldenen Zeiten“ des Würmsees, als dieser noch einen Strand hatte und zum Baden einlud, erinnert sich auch Ortsbürgermeister Schodder noch gut.

Doch mit dem Wandel des Freizeitverhaltens sei auch der Würmsee als Sonntagnachmittag-Ausflugziel ein wenig außer Mode geraten, sagte Sonja Beuning vom Fachbereich Planung und Raumordnung der Region Hannover bedauernd. „Auch der Pendelverkehr hierher wurde eingestellt.“ Den Würmsee aus seinem Dornröschenschlaf aufzuwecken, als Naherholungsraum aufzuwerten und als einen von vielen schönen Orten auch für Menschen aus der gesamten Region Hannover erlebbar zu machen – „dafür haben wir uns gern mit 80.000 Euro beteiligt“, sagte sie.

Natur erfahrbar machen – Würmsee retten

„Wir wollten die Natur wieder erlebbar und erfahrbar machen“, sagte Bürgermeister Axel Düker und bedankte sich bei allen, die dabei geholfen hatten: „Das war eine tolle Teamleistung.“ Ganz wichtig sei bei dem Vorhaben Erlebnispfad gewesen, die Naturnähe zu erhalten. „Wir wollen keine Massenerholung wie am Maschsee, sondern setzen bewusst auf das Ruhigere und Kleinteiligere.“ Menschen die Gelegenheit zu geben, den See zu erfahren und die Seele baumeln zu lassen, darum gehe es. Bei der offiziellen Eröffnung ging es aber dann doch etwas trubeliger zu: Die Besucher trafen auf fantastische Gartenwesen, konnten am Stand der Region Rätsel zum Würmsee lösen, Führungen mitmachen und sich Vorträge anhören.

Die Sommerfrische am Würmsee: Dieses Kunstwerk erinnert an die goldenen Zeiten des Würmsees als Ausflugsziel mit Badestrand und Tretbooten. Quelle: Sandra Köhler

Für die Kleinburgwedeler ging es um mehr als die Belebung des Würmsees: Für sie im Mittelpunkt stand die Rettung des Gewässers, das von Grundwasser gespeist wird und seit Mitte der Neunzigerjahre immer wieder zu verlanden droht. In diesem Zusammenhang sei auch der Erlebnispfad zu sehen. „Der heutige Tag ist eine Zäsur“, betonte Schodder. Mit ihm seien die Vergangenheit als Torf-Ort, die einstigen goldenen Zeiten des Tourismus und auch die schweren Phasen der Nachkriegszeit, als Menschen am Würmsee in Hütten Zuflucht fanden, abgeschlossen. All diese Erinnerungen aber würden in den Kunstwerken von Nordiek und Buntrock zusammengeführt und vermittelt.

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