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Region Burgwedel Nachrichten Wettmar plant am neuen Dorfgemeinschaftshaus
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15:01 29.01.2019
Ortsbürgermeister Erwin Fette schaut durch ein Kanalrohr, das bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt in die Erde gebaut wird. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Wettmar

 „Wünsche sind dafür da, damit sie in Erfüllung gehen“, sagt Ortsbürgermeister Erwin Fette (Grüne). Ein großer Wunsch des Wettmarer Ortsrates ist ein neues Dorfgemeinschaftshaus (DGH) – und am liebsten mit einer Gastronomie. Der Ortsbürgermeister malt schon Zukunftsbilder: „Ein Brunch im neuen Haus, das wäre schon was.“ Doch dem Grünen-Politiker ist auch klar: Der Wunsch werde nicht heute, nicht morgen, sondern erst übermorgen erfüllt. Realistischer ist da schon der Um- oder Neubau des Feuerwehrhauses, wie er auf einem Spaziergang durch Wettmar erklärt.

Noch sind die Feuerwehr und Dorfgemeinschaftshaus in Wettmar unter einem Dach untergebracht. Je nach dem, wie das Gerätehaus um oder neu gebaut wird sollen Ideen für ein neues DGH entstehen. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Und es gibt einen Grund für den Traum: Die Waldschänke, die letzte Kneipe und Restaurant in Wettmar, hatte Ende 2017 für immer ihre Tür geschlossen. Somit gibt es keine Wirtschaft mehr im Dorf – und „wir hatten mal sieben“, erklärt Fette. Viele Dorfbewohner wurme das. Wer eine Feier – beispielsweise eine Konfirmation oder Geburtstag – ausrichten möchte, müsse nach Ramlingen oder Großburgwedel ausweichen. „Das kann nicht sein“, sagt sein Vize im Ortsrat Wolfgang Werner (SPD).

Deshalb hat der Ortsrat vor fast einem Jahr eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Die Leitung der Gruppe hat Ortsratsmitglied Niklas Hanne (CDU) übernommen. Je ein Mitglied aller im Ortsrat vertretenden Parteien und Dorfvereine gehören ihr an – allerdings ohne die Stadtverwaltung. Handlungsbedarf besteht schon seit Jahren, wegen der vielen Stufen, die in den Saal des derzeitigen Dorfgemeinschaftshauses neben der Feuerwehr führen. „Nun liegen erste Ideen der Arbeitsgruppe auf dem Tisch“, sagt Fette. Ein ebenerdiges, barrierefreies Haus könnte L-förmig neben dem Feuerwehrgebäude errichtet werden. Der rechteckige Bau würde dann auf der schmaleren Seite in Richtung Meitzer Weg liegen. Und auf der Längsseite einen Blick auf den Dorf- und Spielplatz ermöglichen. Dabei hat die Arbeitsgruppe berücksichtigt, dass nur wenige Bäume dem Bau weichen müssten. „Die Finanzierung ist noch völlig unklar“, sagt Fette. Ein erster Vorstoß im Burgwedeler Rat war 2015 nicht von Erfolg beschieden.

Bedarfe der Vereine und Verbände klären

Doch bevor weitere Pläne für das neue Haus geschmiedet werden, soll erst ein Treffen mit Vereinen und Verbänden am Mittwoch, 30. Januar, ab 20 Uhr im Vereinsheim der Schützen, deren Bedarfe klären. Der Ortsbürgermeister und sein Stellvertreter sind sich sicher, dass Wettmar über ein sehr gutes Vereinsleben verfüge. Dennoch wären weitere Angebote, dann im neuen haus beispielsweise für Senioren, wie etwa Computerkurse, wünschenswert.

Erweiterung des Feuerwehrhauses

Aber: Vor dem neuen DGH-Plänen steht noch die Erweiterung oder ein möglicher Neubau des Feuerwehrgerätehauses an. Laut dem Feuerwehrbedarfsplan soll für das Gerätehaus wegen des Platzbedarfs für ein Fahrzeug, dessen Anschaffung für 2023 vorgesehen ist, umgebaut werden. Das Problem: Soll das neue Fahrzeug im Gebäude abgestellt werden, dann muss die Einfahrt vergrößert werden. Das Fahrzeug ist zu hoch und passt nicht durch das jetzige Tor.

Das Regenrückhaltebecken im Zentrum von Wettmar ist dem Ortsrat ein Dorn im Auge. Es liegt häufig voll Müll. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Zu viel Müll im Regenwasserrückhaltebecken

Ein Dorn im Auge ist den Politikern das Regenrückhaltebecken. Das Becken liegt zentral, in direkter Nachbarschaft mit dem Penny-Markt, im Dorf. Der Wettmarer Ortsrat fordert eine Rampe, damit Fahrzeuge und mit Geräten an das verwildete Areal herankommen. Damit künftig keine vollen Aha-Säcke, Flaschen und „keine anderen Hinterlassenschaften dort liegen“, sagt der Ortsbürgermeister und hofft auf Verbesserung.

Ortsbürgermeister Erwin Fette schaut durch ein Kanalrohr, das bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt in die Erde gesetzt wird. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Erneuerung der Ortsdurchfahrt

Nach wie vor beschäftigen Fette und die Politiker die Ortsdurchfahrt die Wettmarer. An der wird seit Mitte Oktober gebaut. Gleich zum Start hatte es von allen Seiten an Kritik gehagelt: Politiker, Anwohner und Gewerbetreibende klagten über die schlechte Ausschilderung, die bei den Geschäftsleuten für Umsatzeinbußen führten.

Trotz Nachbesserung bei den Schildern und der Erlaubnis die Geschäfte mit dem Auto anfahren zu dürfen, seien die Geschäftsinhaber über die Bauarbeiten nach wie vor nicht sehr erfreut. „Um die Einbußen kommen sie leider nicht drum herum, sagt Fette. Und für Wettmar kommt es noch heftiger: Werner will bei der Baubesprechung anregen, dass während der Vollsperrung an der Radenstraße in Kleinburgwedel, wo in den nächsten Monaten die Regenwasserrohre ersetzt werden, gleichzeitig die Arbeiten am Kreisel – vorgezogen – am Wettmarer Ortseingang über die Bühne gehen. „Das würde uns helfen“, sagt er. Aber auf der anderen Seite sind sich Werner und Fette auch einig: „Wenn das Ergebnis in Wettmar so gut ausfalle, wie bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt in Engensen, dann ist das ein Gewinn für alle.“

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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