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Region Burgwedel Nachrichten Diese Kuriositäten bietet der Ikea-Flohmarkt in Großburgwedel
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16:33 14.07.2019
Christiane und Michael Gorges präsentieren ihren Elsässer Schmortopf. Quelle: Alina Stillahn
Großburgwedel

 Gebrauchte Kleidung, Spielzeug und Haushaltsbedarf können Besucher beim Ikea-Flohmarkt günstig erstehen. Aber nicht nur das: Unterwegs auf dem Markt finden sich viele Kuriositäten – Altes, Exotisches oder einfach nur Stücke, an denen besondere Erinnerungen hängen.

Ikea-Flohmarkt: Alte Legende, magisches Auge

Neben französischen Bierflaschen aus den Zwanzigerjahren findet sich bei Händler Klaus aus Hannover noch eine weitere Besonderheit: die Maske eines Frauengesichts. „Das soll eine Selbstmörderin Anfang des 20. Jahrhunderts in Paris gewesen sein“, erklärt Klaus, der seinen Nachnamen nicht nennen möchte. Als man sie aus der Seine geborgen habe, sei ein Mitarbeiter der Leichenhalle so beeindruckt von ihrer Schönheit gewesen, dass er einen Abdruck ihres Gesichts gefertigt habe. Ob es wirklich so war, weiß niemand – die Geschichte ist eine Legende, aber Geschichten verkaufen sich auch gut.

Nur wenige Jahrzehnte, nachdem die Maske von der Unbekannten aus der Seine Popularität erreichte, hatte vermutlich auch ein altes Röhrenradio wenige Flohmarktstände weiter seinen ersten Käufer gefunden. Händler Jörg Beulter schätzt, dass es kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zu kaufen war. „Ich glaube, es funktioniert noch“, meint er. Eine Besonderheit dabei: Wenn man das Radio anstellt, leuchtet der Knopf grün auf – „das magische Auge“, sagt Beulter augenzwinkernd.

Auch ausgestopfte Tiere zählen zu den Kuriositäten

„Trödler Manfred“, wie ein Verkäufer sich selbst nennt, hat an diesem Tag leider noch nicht viel verdient. Dabei gibt es bei ihm vieles zu entdecken. Neben alten Taschen und Bilderrahmen findet sich auch Praktisches – für Jäger. „Das hier ist ein Jägersitz“, sagt er und zeigt auf eine einbeinige Sitzgelegenheit. Um diese aufzustellen, muss man sie allerdings in den Boden spießen – auf dem gepflasterten Ikea-Parkplatz ist das aussichtslos.

Für den Jägersitz könnte sich auch Mike aus Schwarmstedt interessieren. Seine Frau und er sind begeisterte Jäger, und an ihrem Stand können Kunden ausgestopfte Tiere kaufen. Sie stopfen die Tiere nicht selbst aus, sondern kaufen sie auf, sagt Mikes Frau. „Mein Mann hat einen ganzen Raum voll. Was wir doppelt haben, kommt hierher.“

Erinnerungen an eine Reise ins Elsass

„Eine witzige Reise war das“, erzählt Christiane Gorges aus Isernhagen. Gemeinsam mit ihrem Mann Michael hatte sie vor 20 Jahren eine Reise ins Elsass unternommen – und einen original Elsässer Schmortopf mitgebracht. Darin sei dann schon öfter mal gekocht worden. Jetzt kochen beide aber nicht mehr so viel und hoffen deshalb auf einen Käufer – auch wenn sie mit dem Topf eine schöne Erinnerung verbinden.

Auch der begeisterte Händler Manfred scheint sich von manchem nur schwer trennen zu können. „Das war Liebe auf den ersten Blick“, sagt er und präsentiert stolz eine große Ritterrüstung. Er selbst hat sie auf einem Dorfplatz im Harz erstanden, eigentlich stamme sie aber aus Holland. Jetzt wartet er auf einen Liebhaber für das dekorative Stück. Dieser sollte allerdings schon das nötige Kleingeld mitbringen: Immerhin soll die Rüstung 400 Euro kosten.

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